Fußball
BFV: Kontinuität im Bezirk Oberfranken
BFV-Vizepräsident Reinhold Baier (links) gratuliert Thomas Unger zur Wiederwahl als Bezirks-Vorsitzender.
BFV-Vizepräsident Reinhold Baier (links) gratuliert Thomas Unger zur Wiederwahl als Bezirks-Vorsitzender.
Foto: BFV
Neukenroth – Beim Bezirkstag in Neukenroth wird Bezirks-Vorsitzender Thomas Unger im Amt bestätigt. Die Vereine votieren auch hier für die Zehn-Minuten-Strafe.

Nach den Bezirkstagen in Schwaben, Unterfranken, Mittelfranken und der Oberpfalz haben nun auch die Delegierten in Oberfranken ihre Entscheidungen getroffen: In der Neukenrother Zecherhalle wurde der Bezirks-Ausschuss für die anstehenden vier Jahre gewählt.

Thomas Unger wurde von den 106 Delegierten einstimmig als Bezirks-Vorsitzender im Amt bestätigt. Ebenfalls ohne Gegenstimme wiedergewählt wurden Gerald Schwan als Bezirks-Spielleiter und Klaus Schmalz als Bezirks-Jugendleiter. Neu im Bezirks-Ausschuss ist indes Jürgen Röthig: Er tritt nach dem einstimmigen Votum der Delegierten als Beauftragter für den Frauen- und Mädchenfußball die Nachfolge von Tanja Moreth an, die nicht erneut für die Position kandidiert hatte.

Kontinuität ist das Stichwort beim Amt des Bezirks-Schiedsrichterobmanns und des U30-Vertreters. Dr. Michael Völk als Schiedsrichterobmann und Jan Gäbelein als U30-Vertreter wurden Delegierten für die nächsten vier Jahre bestätigt. Die Ämter des Bezirks-Seniorenspielleiters und des Bezirks-Sportgerichtsvorsitzenden werden im Nachgang des Bezirkstags besetzt. Christian Diller als Bezirks-Onlinebeauftragter und Andreas Vogler als Bezirks-Ehrenamtsbeauftragter sollen den Bezirks-Ausschuss komplettieren. Entsprechende Berufungsvorschläge für das Trio gehen im Nachgang des Bezirkstags an das BFV-Präsidium.

Der neue oberfränkische Bezirks-Ausschuss: (von links) Klaus Schmalz (Bezirks-Jugendleiter), Andreas Leffer (Bezirks-Sportgerichtsvorsitzender), Gerald Schwan (Bezirks-Spielleiter), Jan Gäbelein (U30-Vertreter im Bezirks-Ausschuss), Christian Diller (Bezirks-Onlinebeauftragter), Dr. Michael Völk (Bezirks-Schiedsrichteobmann), Jürgen Röthig (Beauftragter für den Frauen- und Mädchenfußball) und Thomas Unger (Bezirks-Vorsitzender).
Der neue oberfränkische Bezirks-Ausschuss: (von links) Klaus Schmalz (Bezirks-Jugendleiter), Andreas Leffer (Bezirks-Sportgerichtsvorsitzender), Gerald Schwan (Bezirks-Spielleiter), Jan Gäbelein (U30-Vertreter im Bezirks-Ausschuss), Christian Diller (Bezirks-Onlinebeauftragter), Dr. Michael Völk (Bezirks-Schiedsrichteobmann), Jürgen Röthig (Beauftragter für den Frauen- und Mädchenfußball) und Thomas Unger (Bezirks-Vorsitzender).
Foto: BFV

Vereine stimmen für die Zehn-Minuten-Strafe

Die Teilnehmer des oberfränkischen Bezirkstages waren wie auch schon in den Jahren 2010, 2014 und 2018 erneut dazu aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Anders als bei den jüngsten Kreistagen wurden diese Meinungsbilder vor Ort und nicht mehr – wie zuletzt pandemiebedingt – per Online-Voting eingeholt.

Thema in Neukenroth war eine mögliche Wiedereinführung der Zehn-Minuten-Strafe in den Spielklassen des Erwachsenenbereichs von der Bayernliga abwärts nach dem Vorbild der Regelung im Junioren-Bereich, wo es aktuell die Fünf-Minuten-Strafe gibt. Mit einer breiten Zustimmung von 70,0 Prozent votierten die Delegierten für die Wiedereinführung.

Zustimmung zu den Vereinsanträgen

Zudem hatten die Delegierten über zwei Vereins-Anträge zu entscheiden. Beide Anträge waren auf dem Kreistag in Bayreuth mehrheitlich angenommen worden und wurden nun auf dem Bezirkstag behandelt: Der Sportring Bayreuth forderte, die ausgedruckten Spielerpässe abzuschaffen und stattdessen auf digitale Lösungen zurückzugreifen. Die Delegierten des Bezirkstages stimmten dem Antrag ohne Gegenstimme zu.

Zudem ging ein Antrag des TSV Harsdorf auf eine Anpassung der Paragraphen 43 und 44 der BFV-Spielordnung ein. Da beide statuarischen Stellen unter allgemein verbindliches Recht des DFB fallen, hat der Verein den BFV beauftragt, die von ihm vorgeschlagenen Änderungen der Spielordnung beim nächsten DFB-Bundestag einzufordern. Der Antrag fand bei den Stimmberechtigten eine Mehrheit von 42 Ja-Stimmen bei 15 Nein-Voten und 22 Enthaltungen. Beide Anträge werden nun am Verbandstag behandelt.

Thomas Unger würdigt Engagement in der Pandemie

„Von einem Tag auf den anderen stand der Amateurfußball urplötzlich still“, sagte Thomas Unger in seiner Rede: „Überall in Oberfranken stellten sich Fußballerinnen, Fußballer und Ehrenamtliche uneigennützig und unentgeltlich in den Dienst der Gemeinschaft und zeigten sich vor allem jenen gegenüber solidarisch, die die Gefahren und Einschränkungen besonders trafen: ältere Menschen und Risikopatienten. Ich sage herzlichen Dank für dieses großartige Engagement, darauf können wir gemeinsam Stolz sein. Ich sage aber auch danke, allen meinen Kollegen und Mitstreitern auf Kreis- und Bezirksebene, deren Aufwand um ein Vielfaches höher war, als dies in normalen Zeiten der Fall gewesen wäre. Gehen wir gemeinsam die Herausforderungen in den nächsten vier Jahren gemeinsam an. Dabei ist es vor allem wichtig, auch die Basis in die Entscheidungen einzubinden.“

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BFV-Präsident Rainer Koch spricht über Verzicht

In seiner Videobotschaft bedankte sich BFV-Präsident Rainer Koch für das Engagement der oberfränkischen Vereine in den vergangenen vier Jahren und ging auch auf seinen angekündigten Verzicht auf eine erneute Kandidatur als BFV-Präsident ein: „In einer demokratischen Sportgesellschaft bewirbt man sich um Funktionen und man wirbt für seine inhaltlichen Positionen. Funktionen im Sport sind Wahlämter auf Zeit. Ich verlasse nunmehr nach Ablauf der Wahlperiode die Funktion des BFV-Präsidenten, die Entscheidungen werden zukünftig andere zu treffen haben“, sagte Koch.

„Es darf jetzt nicht um Personen gehen, sondern wir müssen mit aller Kraft den Fokus auf das große Ganze, den Amateurfußball in Bayern, richten. Und genau deshalb bin ich überzeugt, dass ein schneller Wechsel im Präsidentenamt für den BFV jetzt besser ist als die eigentlich von mir noch geplante Wahlperiode des behutsamen Übergangs und der Vorbereitung zwingend notwendig werdender struktureller Veränderungen im BFV.“

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