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Ex-Minister wird geehrt
Werner Schnappauf ist der CSU Kronach treu geblieben
Ehrung von Werner Schnappauf (Zweiter v.l.) für 50 Jahre Treue zum CSU- Ortsverband Kronach. Von links stellvertretende Vorsitzende Birgit Kestel, CSU-Ortsvorsitzende und Bürgermeisterin Angela Hofmann sowie stellvertretender Ortsverbandsvorsitzen...
Ehrung von Werner Schnappauf (2. v. l.) für 50 Jahre Treue zum CSU-Ortsverband Kronach. Daneben sind von links zu sehen: stellvertretende Vorsitzende Birgit Kestel, CSU-Ortsvorsitzende Angela Hofmann sowie stellvertretender Ortsverbandsvorsitzender Robert Wachter. // Foto: Karl-Heinz Hofmann
Signet des Fränkischen Tags von Karl-Heinz Hofmann
Kronach – Vom Schülerpolitiker zum Minister: Werner Schnappaufs Werdegang ist beeindruckend. 50 Jahre CSU-Mitgliedschaft krönen diese Laufbahn.

Werner Schnappauf wurde in einer Feierstunde für 50 Jahre CSU-Mitgliedschaft geehrt. Der Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes Kronach, Angela Hofmann, war es eine Ehre, die hohe Auszeichnung, die Ehrennadel mit fünf Sternen und eine Ehrenurkunde, unterzeichnet vom Landesvorsitzenden Markus Söder, überreichen zu können. Sie gratulierte und dankte in Anwesenheit der beiden stellvertretenden Ortsverbandsvorsitzenden Birgit Kestel und Robert Wachter dem Jubilar für seine Treue und Verbundenheit zum Stadtverband Kronach.

Werner Schnappauf ist als Sohn einer Arbeiterfamilie in Steinbach am Wald aufgewachsen. Schon als Schüler, als er mit dem Vater immer zu Versammlungen gegangen ist, hat er Interesse an Politik verspürt. Während seiner Zeit am Kaspar-Zeuß-Gymnasium engagierte sich Werner Schnappauf bereits als Schülersprecher.

Im Jahr 1972 gründete er mit Freunden den Junge-Union-Ortsverband Steinbach am Wald. Sein Credo war damals schon als Teenager „Frieden und Freiheit für alle Deutschen“.

Er besuchte mit Interesse, die in Welitsch, an der damaligen Zonengrenze zur DDR, von der CSU organisierten und abgehaltenen Demonstration für Einheit und Demokratie .

Werner Schnappauf: Einsatz für Einheit

Schnappauf erinnert sich noch an die große Prominenz erstrangiger Politiker aus ganz Bayern, insbesondere an Franz-Josef Strauß und Theo Weigel, die am Tag der Deutschen Einheit herausragende Reden gehalten hätten. Dieser Tag, der 17. Juni, war von 1954 bis 1990 in West-Deutschland der gesetzliche „Tag der deutschen Einheit“, um an den Volksaufstand von 1953 in der DDR zu erinnern, den Wunsch nach Wiedervereinigung lebendigzuhalten und Solidarität zu zeigen.

Während die Bewohner von Heinersdorf in den ersten Jahren den Reden noch interessiert zuhören konnten, haben die DDR-Behörden schließlich dafür gesorgt, dass der Ort während der Zeit der Demonstration mehr oder weniger geräumt wurde, wie sich Schnappauf erinnert. Ganz offensichtlich wollte man verhindern, dass die Appelle für Frieden und Freiheit für alle Deutschen gehört wurden.

Mit dem Fall der Mauer und der innerdeutschen Grenze im November 1989 sollte sich die Beharrlichkeit auszahlen. Schnappauf durfte als Landrat des Landkreises Kronach die unbeschreibliche Euphorie und Freude der Grenzöffnung in Heinersdorf miterleben.

Umweltminister in Bayern

Von 1989 bis 1998 war Werner Schnappauf Landrat. 1998 berief ihn Ministerpräsident Edmund Stoiber ins bayerische Kabinett. Der Staatsregierung gehörte Schnappauf bis 2007 als Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz sowie als Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen an.

Danach wurde er zum Hauptgeschäftsführer und Präsidiumsmitglied des deutschen Industrieverbandes BDI berufen. Der Bereich zwischen Energie und Umwelt, Wirtschaft und Klima, das Spannungsverhältnis zwischen Energie und Umwelt, zwischen wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz gehören bis heute zu seinen Kernthemen auch in seinem Ehrenamt als Mitglied des Rates für nachhaltige Entwicklung im Bundeskanzleramt.

Beruflich ist Werner Schnappauf heute als Rechtsanwalt und für die Bank of America als Senior Advisor tätig. Der Jubilar nahm die Glückwünsche mit Dank und Freude entgegen und versicherte, er werde auch weiter seiner Heimat, dem Frankenwald, verbunden bleiben.

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