Lothar Höhn (SPD) stellte in der Sitzung im September den Antrag, erneut über die Gestaltung des Geländers entlang des Eingangsbereich der Schule zu diskutieren und neu darüber abzustimmen. Er begründete das damit, dass seiner Meinung nach weder die Optik stimme noch die Ausführung der DIN-Norm für Geländer im Schulbereich entspreche.
Nun liegt eine Stellungnahme des Büros Lauer & Lebok vor, die besagt, dass laut DIN-Norm 18065 kein Verstoß vorliegt. Auch die DGUV Vorschrift 81 für Schulen sei erfüllt. Ebenso die Vorschrift ASR A2.s mit Handlauf, Knieleiste und Fußleiste. Zumindest das letztere trifft jedoch nicht zu, da es keine Fußleiste gibt.
Bei Geländer-Vorschlägen geht es um Sicherheit und Budget
Bürgermeister Gerhard Wunder bot vier Möglichkeiten an: Ein Ersatzgeländer aus Edelstahl (20.000 Euro), bestehendes Geländer pulverbeschichtet (9000 Euro), Austausch der Handläufe (3700 Euro) oder alles belassen, wie es ist (0 Euro).
Zwischen Sicherheit und ÄsthetikIn einer lebhaften Diskussion positionierte sich Bürgermeister Gerhard Wunder gegen eine Änderung des Geländers, man solle es so lassen, es sei schließlich vom Architekten so genehmigt. Für Evi Sesselmann (SPD) als ehemalige Lehrerin, ist das Geländer in der momentanen Form ein großes Sicherheitsrisiko für die Kinder, das sah auch Frank Hauck (fraktionslos) so, der meinte, am höchsten Punkt falle man fast zwei Meter tief und das Geländer lade zum Klettern geradezu ein.
Expertenmeinung gefragt: Gutachter für Schule
Die Optik bemängelten die Räte ebenfalls, aber vorrangig solle die Sicherheit gewährleistet sein. Michael Schmittdorsch (CSU) verstand nicht, wie man das Geländer in dieser Form ausschreiben konnte und befürwortete einen Austausch, was Bürgermeister Wunder ablehnte, das die Sicherheitsvorschriften erfüllt wurden.
Jürgen Eckert (CSU) und Rudi Kotschenreuther (CSU) brachten den Vorschlag, einen Fachmann bzw. Gutachter das Geländer anschauen zu lassen und nach seinem Urteil zu handeln. „Das sollte uns schon was wert sein, denn wenn was passiert, möchten wir uns diesen Schuh ja auch nicht anziehen“, meinte Kotschenreuther. Bürgermeister Gerhard Wunder änderte schließlich den Beschlussvorschlag und es wurde einstimmig beschlossen, einen Gutachter einzuschalten.
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