Wie schon zum Wochenbeginn haben sich auch im Landkreis Bad Kissingen etliche Landwirtinnen und Landwirte an den bundesweiten Protesten gegen die Sparpläne der Bundesregierung beteiligt. Auch diesmal liefen die Demonstrationen friedlich und geordnet, große Beeinträchtigungen blieben vor allem für den Straßenverkehr somit abermals aus.
Protestaktionen gab es an den Autobahn-Auffahrten Bad Brückenau Volkers, Hammelburg und Oberthulba (jeweils A7) sowie an der A 71-Auffahrt Oerlenbach. Die Demonstrierenden verlangsamten zudem durch „Entschleunigungsfahrten“ auf einigen Bundesstraßen den Verkehr – vor allem im Bereich zwischen Oberthulba und Bad Kissingen.
Traktoren hupten laut
In der Kreisstadt fuhren gegen 13.30 Uhr etliche Traktoren unter lautem Hupen, von Garitz kommend, über Theresienstraße, Maxstraße und Von-Hessing-Straße durch die Innenstadt. Begleitet wurden sie von den Fahrzeugen einiger Spediteure, die den Protest unterstützten.
Dem Protest-Zug folgte – notgedrungen im Schneckentempo – eine Schlange an Autos, deren Fahrer sich entsprechend gedulden mussten. Unterwegs sah man Menschen, die auf den Gehwegen standen und die Daumen reckten. Zuspruch für die Aktion der Landwirte ist also vorhanden.
Vor dem Alten Rathaus in Bad Kissingen
Auch anderweitig erfahren die Landwirtinnen und Landwirte im Landkreis diese Unterstützung. In Bad Kissingen signalisiert der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband diese gemeinsam mit einigen örtlichen Lokalen mit einem Traktor, der am Mittwoch direkt vor dem alten Rathaus abgestellt wurde. „Das Essen muss frisch und regional sein. Wir sind dabei“, heißt es dazu auf einem Schild.
Christian Pörtner, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bad Kissingen, zog am Nachmittag eine positive (Zwischen-) Bilanz: „Es blieb soweit ruhig und ist gut verlaufen.“ Man habe als Polizei nicht eingreifen müssen.
„Ich finde besonders fair, dass Rettungswege, vor allem um das Krankenhaus in Bad Kissingen, jederzeit frei waren und die Landwirte auch den Schulbusverkehr nach Schulschluss am Mittag ausgelassen haben“, so Pörtner.
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