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Versuchter Callcenterbetrug
Seniorin verhindert Betrug
Festnahme nach Callcenterbetrug
(Symbolbild) // Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion / acd
Landkreis Bad Kissingen – Der falsche Polizist war bereits in der Wohnung in Diebach bei Hammelburg. Er wollte an das Ersparte eines Seniors - seine Ehefrau schöpfte Verdacht und handelte richtig.

Am Samstag versuchten Unbekannten mit einer gängigen Betrugsmasche an das Ersparte eines Seniors zu gelangen, berichtet das Polizeipräsidium Hammelburg.

Der Rentner wurde von einem angeblichen Polizeibeamten angerufen. Auf Grund mehrerer Einbrüche sollte auch das Haus des Mannes nach entsprechenden Spuren abgesucht werden.

Frau lässt Betrug nicht zu

Als der falsche Polizeibeamte am Haus des Mannes eingetroffen war, ließ er sich unter anderem eine Münzsammlung vorzeigen, berichtet die Polizei weiter. Die Ehefrau des Senioren wurde in der Folge skeptisch und verständigte die richtige Polizei. Der Mann flüchtete daraufhin ohne Beute.

Die Polizei sucht nach Zeugen. Der Betrüger wird wie folgt beschrieben:

  • 20 Jahre alt
  • dunkle Hautfarbe
  • kurze Haare
  • dunkle Kleidung

Hinweise werden von der Kriminalpolizei Würzburg  unter Tel. 0931 457 1732 entgegengenommen.

Enkel helfen Großeltern

Das Polizeipräsidium Unterfranken hat Ende 2020 die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“.

Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen, sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.

Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.

Tipps der Polizei

Die wichtigsten Botschaften der Polizei sind:

  • Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach, ob ein entsprechender Einsatz besteht oder ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
  • Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben.
  • Weder Polizei noch Justiz werden Sie jemals telefonisch auffordern, Geld zu überweisen!
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!
  • Weitere Informationen unter: Leg‘ auf!: Die Bayerische Polizei - Präventionskampagne - LEG' AUF! in Unterfranken
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