Der Leiter der Truppenübungsplatzkommandantur Süd, Oberstleutnant Rainer Hoch, tritt zum 31. März in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Oberstleutnant Torsten Reinhardt.
Brigadegeneral Michael Oberneyer vollzog am Mittwoch, 25. März, die offizielle Kommandoübergabe auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken. Zum feierlichen Appell waren Soldaten von den Truppenübungsplätzen Wildflecken, Hammelburg, Grafenwöhr, Baumholder und Heuberg gekommen. Zum Hintergrund: Die Truppenübungsplatzkommandantur Süd mit Sitz in Wildflecken koordiniert den Betrieb der fünf Truppenübungsplätze in Süddeutschland.
Rainer Hoch trat 1987 als Offiziersanwärter in die Bundeswehr ein und studierte Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität der Bundeswehr in München. Damit entschied er sich gegen seinen ursprünglichen Traum eines Geschichtsstudiums an einer zivilen Hochschule.
Der Soldat absolvierte insgesamt sechs Auslandseinsätze. Als Inspektionschef für Fahrschullehrer baute Hoch eine afghanische Logistikschule mit auf. Später war er in Namibia im Einsatz. „Die Verwendung in Namibia steht für Erlebnis, berufliches Abenteuer, eine Erweiterung des kulturellen Horizonts und vielleicht auch ein Stück persönliche Erfüllung“, sagte Oberneyer in seiner Rede.
Am 1. Oktober 2021 übernahm Rainer Hoch die Truppenübungsplatzkommandantur Süd. „Als militärischer Führer alter Schule standen Sie damals und stehen Sie noch heute für ein geradliniges Führungsverständnis. Klare Kante, straffe Führung, dabei das Personal mitnehmen und immer die Einsatzbereitschaft im Fokus behalten – das sind Ihre Erfolgsfaktoren“, lobte der Brigadegeneral.
Als Rainer Hoch auf die vergangenen viereinhalb Dienstjahre zurückblickte, erwähnte er die vielen Herausforderungen: Corona, afrikanische Schweinepest, Ausbildung von ukrainischen Soldaten sowie das Ziel, wieder „kriegstüchtig“ zu werden.
Sein Nachfolger, Torsten Reinhardt, verpflichtete sich 1997 als Offizieranwärter der Raketenartillerie. Ebenfalls an der Universität der Bundeswehr in München studierte er Geodäsie und Geoinformation und ließ sich später zum Kampfmittelbeseitiger ausbilden. 2007 war er im Auslandseinsatz im Kosovo. Er sammelte unter anderem Erfahrungen als Stabsoffizier im NATO Joint Force Command Neapel und als Inspektionschef der Feuerwerker an der Technischen Schule des Heeres in Aachen. Die vergangenen drei Jahre arbeitete er als Referent im Sonderstab Ukraine im Bundesverteidigungsministerium.
Zu Beginn der Veranstaltung übergab Rainer Hoch die Truppenübungsplatzkommandantur Wildflecken von Hauptmann Langhärig an Oberstleutnant Pascal Dluhosch. „Hauptmann Langhärig, Sie werden in wenigen Augenblicken von der Führung der Kommandatur Wildflecken entbunden und müssen dann wieder im zweiten Glied dienen“, sagte Hoch. „Grundsätzlich wird eine Truppenübungskommandatur von einem Stabsoffizier geführt. Ich habe aber keinen Unterschied gespürt.“
An der Zeremonie nahmen zahlreiche Vertreter aus Bundeswehr, Kommunalpolitik und Polizei teil. Das Heeresmusikkorps Kassel begleitete den Appell musikalisch.
Bei einem Empfang übertrug Brigadegeneral Thomas Hambach die Verantwortung des Standortältesten Wildflecken von Rainer Hoch auf Torsten Reinhardt.






























