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Brandschutz bei Paul & Co
Eine verlässliche Säule der Sicherheit
Werkfeuerwehr Paul & Co
Ehrungen und eine Beförderung gab es bei der Werksfeuerwehr: (von links) Kommandant Marius Stranzik, 2. Kommandant Gregor Pasieka, Michael Latus (Dienstaltersabzeichen für 30 Jahre aktive Dienstzeit), Michael Söder (Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann), Hubert Simon (Dienstaltersabzeichen für 30 Jahre aktive Dienstzeit) und Geschäftsleiter Herbert Nowak. // Sebastian Schmitt
Oberwildflecken – Die Werksfeuerwehr Paul & Co blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Ihr Erfolg ist bemerkenswert.

Sicherheit entsteht nicht erst im Ernstfall, sondern durch kontinuierliche Vorbereitung, Ausbildung und Engagement. Dass diese Maxime bei der Werkfeuerwehr der Firma Paul & Co in Oberwildflecken nicht nur ein Leitspruch, sondern gelebte Praxis ist, wurde bei der jüngsten Jahresversammlung eindrucksvoll deutlich. In einem umfassenden Rückblick zog Kommandant Marius Stranzik Bilanz über ein Jahr, das von Einsatzbereitschaft, intensiver Ausbildung und einem hohen Verantwortungsbewusstsein geprägt war.

Bereits zur Begrüßung der anwesenden Mitglieder, Gäste und Ehrengäste machte Stranzik deutlich, welchen Stellenwert die Werkfeuerwehr innerhalb des Unternehmens und darüber hinaus besitzt. Sie sei ein unverzichtbarer Bestandteil der betrieblichen Sicherheitsstruktur und zugleich ein wichtiger Partner im Gefüge der Feuerwehren in der Marktgemeinde Wildflecken.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Jahresbericht für das Jahr 2025. Insgesamt 21 Einsätze verzeichnete die Werkfeuerwehr im abgelaufenen Jahr, darunter auch ein Schwelbrand. Bemerkenswert dabei: Bei keinem der Einsätze kam es zu Schäden. Sämtliche Situationen konnten frühzeitig unter Kontrolle gebracht und erfolgreich abgearbeitet werden. Ein Umstand, der nicht zuletzt auf die hohe Professionalität, die schnelle Reaktionsfähigkeit und die exzellente Orts- und Anlagenkenntnis der Einsatzkräfte zurückzuführen ist.

Zentrales Element ist die Prävention

„Unser Ziel ist es, Gefahren zu erkennen, bevor sie zu Schäden werden“, betonte Stranzik. Dass dies gelungen sei, habe nicht nur Sachwerte geschützt, sondern vor allem dazu beigetragen, die Lieferbereitschaft und den reibungslosen Betrieb des Unternehmens jederzeit sicherzustellen.

Ein zentrales Element der Arbeit der Werkfeuerwehr ist die Prävention. So wurden im vergangenen Jahr unter anderem Brandschutzschulungen für die Pförtner durchgeführt, um auch an sensiblen Schnittstellen des Unternehmens ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Zudem fanden mehrere Brandschutzhelferausbildungen statt, die das Sicherheitsnetz innerhalb des Betriebs weiter verdichteten.

Nussbaum gepflanzt

Darüber hinaus engagierte sich die Werkfeuerwehr auch über den reinen Einsatzdienst hinaus. Im Rahmen der Baumpflanz-Challenge wurde ein Nussbaum gepflanzt – ein symbolisches Zeichen für Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Zukunftsverantwortung. Ebenso nahm die Wehr am „Blaulichtfunkeln“ in Wildflecken teil und zeigte damit Präsenz im öffentlichen Leben der Gemeinde. Technische Unterstützung leistete die Werkfeuerwehr zudem beim Ausschneiden von Bäumen mit der Drehleiter – ein weiteres Beispiel für die vielseitigen Aufgaben, die weit über den klassischen Brandschutz hinausgehen.

Die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Mitglieder nahm auch 2025 einen breiten Raum ein. Neben Schulungen zum Digitalfunk besuchten die Einsatzkräfte Seminare zur Krisenvorsorge sowie einen Fachvortrag zur Elektromobilität – ein Themenfeld, das angesichts neuer Antriebstechnologien und veränderter Brandrisiken zunehmend an Bedeutung gewinnt. Ein Atemschutzworkshop in Wildflecken rundete das anspruchsvolle Fortbildungsprogramm ab.

Viele Stunden geleistet

Insgesamt leistete die Werkfeuerwehr im vergangenen Jahr beeindruckende 664 Stunden für Übungen, Schulungen und weitere Fortbildungen. Hinzu kommen weitere 148 Stunden für Einsätze. Zehn Übungen wurden durchgeführt, um Abläufe zu festigen und auf mögliche Szenarien vorbereitet zu sein. Stranzik appellierte in diesem Zusammenhang an einen weiterhin regen Übungsbetrieb, da Routine und Sicherheit nur durch regelmäßiges Training erreicht werden könnten.

Brandschutzpläne optimieren

Auch der Ausblick auf das kommende Jahr zeigte, dass Stillstand für die Werkfeuerwehr keine Option ist. So sollen die Brandschutzpläne nicht nur am Hauptstandort, sondern auch in den Außenwerken optimiert werden. Zudem ist für 2026 eine gemeinsame Begehung mit den Nachbarwehren geplant, um die Zusammenarbeit weiter zu stärken und Einsatzkonzepte abzustimmen. Ein Familienfest soll ebenfalls wieder stattfinden – als Dank an die Angehörigen und zur Pflege der Kameradschaft.

In seinen Grußworten unterstrich Herbert Nowak aus der Geschäftsleitung die immense Bedeutung der Werkfeuerwehr für das Unternehmen. Sicherheit sei keine abstrakte Größe, sondern im Ernstfall gehe es immer um Menschen. Die Werkfeuerwehr kenne die Anlagen, Maschinen, Gebäude und das Gelände wie kaum jemand sonst – ein unschätzbarer Vorteil, wenn jede Minute zählt.

Reale Gefahr durch Naturkatastrophen

Zugleich wies Nowak darauf hin, dass die Bedrohungslage nicht allein auf Brände beschränkt sei. Auch Stürme, Hochwasser und andere Naturkatastrophen stellten eine reale Gefahr für die Region dar. Umso wichtiger sei eine schlagkräftige, gut ausgebildete Einheit, die flexibel auf unterschiedliche Szenarien reagieren könne.

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Illek, der in wenigen Wochen aus seinem Amt ausscheidet, zeigte sich sichtlich erfreut, zum Ende seiner Amtszeit doch noch die Gelegenheit gehabt zu haben, die Werkfeuerwehr Paul & Co persönlich zu besuchen.

Er lobte das außerordentliche Engagement der Einsatzkräfte und stellte dieses in einen größeren Zusammenhang: Nicht nur bei Paul & Co, sondern in allen Feuerwehren der Marktgemeinde Wildflecken werde mit großem Einsatz für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gearbeitet. Auch Kreisbrandmeister Bastian Markert fand anerkennende Worte. Im gesamten Landkreis gebe es lediglich zwei Werkfeuerwehren – ein Umstand, der die besondere Stellung der Einheit in Oberwildflecken unterstreiche. Das spezielle Einsatzgebiet erfordere ein hohes Maß an Fachwissen und Ortskenntnis. Im Schadensfall übernehme die Werkfeuerwehr eine wichtige Führungsrolle gegenüber den umliegenden Wehren.

Markert verwies zudem auf die fortschreitende Digitalisierung im Feuerwehrwesen und gab einen umfassenden Ausblick auf die Schulungen und Termine des laufenden Jahres. Die Anforderungen würden weiter steigen, umso wichtiger sei eine vorausschauende Ausbildung.

Garant für Sicherheit

Die Jahresversammlung machte eindrucksvoll deutlich, dass die Werkfeuerwehr Paul & Co weit mehr ist als eine Pflichtaufgabe. Sie ist ein Garant für Sicherheit, ein starkes Team innerhalb des Unternehmens und ein verlässlicher Partner für die gesamte Region. Mit Engagement, Fachkompetenz und Weitblick sorgt sie dafür, dass Schäden abgewendet, Menschen geschützt und die Zukunft des Standorts Oberwildflecken gesichert werden.

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