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Abschluss der Alphorntage
ChaChaCha und Feierabend-Blues auf Brückenauer Marktplatz
Alphorntage Bad Brückenau
Auf dem Bad Brückenauer Marktplatz fand das Abschlusskonzert der Alphorntage statt. // Klaus Werner
Alphorntage Bad Brückenau
Einzigartig ist der Klang, den die Alphornbläser ihrem Instrument entlocken. // Klaus Werner
Alphorntage Bad Brückenau
Ein Alphorn-Konzert fand auf dem Bad Brückenauer Marktplatz statt. // Klaus Werner
Alphorntage Bad Brückenau
Ein Alphorn-Konzert fand auf dem Bad Brückenauer Marktplatz statt. // Klaus Werner
Alphorntage Bad Brückenau
Ein Alphorn-Konzert fand auf dem Bad Brückenauer Marktplatz statt. // Klaus Werner
Bad Brückenau – Mit teilweise ungewöhnlichem Programm sorgten 27 Spielerinnen und Spieler auf dem Marktplatz für Begeisterung. Dabei sind die Töne ihres Instruments auf die Naturtonreihe beschränkt.
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„Das Alphorn ist eigentlich ein ausgehöhlter Baumstamm“ – so lapidar erklärte Berthold Schick das imposante Instrument im Rahmen des Abschlusskonzerts der Althorntage auf dem Marktplatz von Bad Brückenau.

Dass es mit seinem eingeschränkten, aber besonderen Klang die Menschen begeistern kann, bewiesen die rund zwei Dutzend Alphornbläser mit klassischen wie auch modernen Stücken – die zahlreichen Besucher bedankten sich nicht nur mit Applaus, sondern auch mit einem Geldschein für den Spendenhut.

Geografischer Mittelpunkt

Die Liebe zu diesem imposanten Naturinstrument lockte 27 Alphornspielerinnen und -spieler nach Bad Brückenau, wo sie von Montag bis Donnerstag unter der Leitung des Allgäuers Berthold Schick an ihrem Können feilten und neue Stücke einstudierten. Die Kurstadt an der Sinn war somit geografischer Mittelpunkt für die Teilnehmenden aus der Schweiz im Süden und aus Büsum im nördlichen Deutschland, die mit ihren zerlegbaren Instrumenten und viel Lokalkolorit anreisten. Im Rahmen der Workshops fanden ein Kirchenkonzert, ein Auftritt auf Schloss Aschach und das Abschlusskonzert statt.

Die Alphonrbläser begeisterten  mit traditionellen Naturklängen, Polkas, Walzer und modernen Rhythmen wie dem „Alphorn-ChaChaCha“ oder den „Feierabend-Blues“ das Publikum. Zwischen den einzelnen Stücken informierte Dozent Berthold Schick, der auch als Komponist und Dirigent aktiv ist, die zahlreichen Gäste über die Besonderheiten des Instruments. Weil es weithin hörbar ist, war es einst ein Mittel, um Alarm zu schlagen, und wurde in der Schweiz auch für „Mitteilungen“ von Berg zu Berg oder für Hochzeitseinladungen genutzt.

Fichten-, Linden-, Erlen- oder Kiefernholz

Gefertigt wird es aus Fichten-, Linden-, Erlen- oder Kiefernholz, wobei einst die natürliche Krümmung des Schalltrichters durch den Wuchs der Bäume an einem Berghang erreicht wurde. Neuere Modelle aus Kunststoff, teils über 3D-Drucker gefertigt, gibt es, aber Holz als Grundmaterial überwiege noch. Üblicherweise sind die dreiteiligen Instrumente zwischen 2,80 und vier Meter lang, je nach dem gewünschten Grundton. Bei den Bad Brückenauer Alphorntagen waren die Instrumente 3,60 Meter lang, mit dem F als Grundton.

Da weder die Länge des Instrumentes einstellbar ist, es keine Klappen, Züge oder Ventile hat, sind die zu spielenden Töne auf die Naturtonreihe beschränkt. Das man damit nicht nur beschwingte Melodiefolgen präsentieren, sondern auch Menschen begeistern kann, bewiesen die 24 Instrumentalisten auch beim Abschlusskonzert auf dem Marktplatz von Bad Brückenau. 

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