Das neue Bühnenbild steht schon und die letzten Proben laufen: Am Freitag, 30. Januar, und Samstag, 31. Januar, geht's in der bunt geschmückten Henneberghalle wieder rund, wenn die Akteure der „Verflixten Sieben“ alle Närrinnen und Narren aus Steinach und der weiten Region jeweils um 19:07 Uhr zu ihren Büttenabenden mit dem Motto „Bella ciao – Stänich helau“ begrüßen.
Der Vorverkauf beginnt am Samstag, 10. Januar, von 8 Uhr bis 11 Uhr im alten Pfarrhaus (Marktplatz 5), danach gibt es die Tickets jeweils mittwochs von 19 bis 21 Uhr und samstags von 11 Uhr bis 13 Uhr bei der Schreinerei Dünisch (Eckartspfad 3). Über das diesjährige Motto, das zu erwartende Programm und die „Verflixte Sieben“ sprachen wir vorab mit Sitzungspräsident Andreas Alles (39).
Herr Alles, mal unter uns: An welche Dorfschönheit in Steinach haben Sie denn bei „Bella, ciao“ gedacht?
An keine bestimmte, wirklich. In Steinach sind doch alle Mädels schön. Aber im Ernst: „Bella ciao“ reimt sich eben gut auf „Stänich helau“.
Wie kamen Sie auf ihr diesjähriges Motto?
Das Motto wurde schon in vergangenen Jahren bei unseren Planungen vorgeschlagen. Diesmal setzen wir es endlich um. Wir werden unseren Gästen das italienische Flair in die Henneberghalle bringen, damit sie sich wie im Italien-Urlaub fühlen. Das Italien-Motto hat ja auch viel zu bieten: Ob in der Küche, auf dem Bühnenbild oder gesangsmäßig – für unser Programm ist es in seiner Vielfalt wie geschaffen und wir haben im Programm viele Ideen umgesetzt.
Gibt es denn neue Nummern oder neue Mitwirkende?
Heuer kommt erstmals ein Duo aus Schmalwasser von unserem Partner-Heimatverein mit einem Sketch. Ob unsere Steinacher die „Fremdsprache“ verstehen, wird sich zeigen. Außerdem werden einige bereits bekannte Aktive in neuer Formation mit Debütanten auftreten. Was mich besonders freut: Nach langjähriger Pause werden wir mit der neunjährigen Mathilde Steinert endlich wieder ein vereinseigenes Tanzmariechen auf der Bühne haben. Für Augenschmaus wird unsere Marschtanzgarde sorgen, die wir auf zehn Tänzerinnen vergrößern konnten. Und als besondere Gäste haben wir am Freitag „Die wilden Poppenläuer“ und das Männerballett Poppelauer sowie am Samstag die gemischte Tanzgarde Stangenroth und das Männerballett aus Mittelstreu.
Wird es denn wieder einen Stargast geben?
Nein, auf einen Stargast haben wir bewusst verzichtet. Wir wollten unser Programm lieber straffen. Außerdem haben wir doch in unseren eigenen Reihen hervorragende Nachwuchstalente und fünf vereinseigene Tanzgruppen.
Was haben Sie denn sonst noch Interessantes zu berichten?
Die Bühnencrew um Gerhard Dünisch hat sich wieder einmal selbst übertroffen und ein hinterleuchtetes Italien-Bühnenbild in 3D-Optik geschaffen. Auch das Foyer und die Bar werden dem Thema angepasst. Übrigens hat unsere neue Bar die altgediente „Schwortebretterbar“ abgelöst. Alle Investitionen – Bühne, Bar, fünf neue Gardekostüme und die Vereinsbezuschussung der Tanzgruppen – sind nur dank spendabler Sponsoren möglich, bei denen ich mich bedanke. Auch die Gemeinde hat für unsere Bütt gespendet und auf unsere Bitte eine neue Großleinwand an der Bühne installiert, die wir für unseren „Außenreport“ gut gebrauchen können.
Veranstalter der beiden Büttenabende in Steinach ist die „Verflixte Sieben“. Wer steckt eigentlich dahinter?
Die „Verflixte Sieben“ ist die Faschingsmarke unseres Heimatvereins Steinach. Die Akteure sind deshalb auch überwiegend Vereinsmitglieder. Aber eine so große Veranstaltung wäre ohne tatkräftige Unterstützung anderer Vereine und engagierter Dorfbewohner gar nicht möglich. Es ist überhaupt erstaunlich, wie die Bütt-Gemeinschaft in vergangenen Jahren gewachsen und immer professioneller geworden ist.
Seit wann sind Sie eigentlich Sitzungspräsident?
Seitdem wir den Stänicher Büttenabend im Jahr 2016 vom Rauchclub Blaue Wolke übernommen haben.
Dann feiert die „Verflixte Sieben in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen?
Ja, wir haben heuer zehnjähriges Bestehen. Das wird aber nicht gefeiert. Wir wollen erst 2027 unser elfjähriges Bütt-Jubiläum feiern. Schließlich gehört es doch zum Fasching einfach dazu, etwas aus der Norm zu fallen. Erste Ideen zum Programm 2027 gibt es übrigens schon. Das Publikum darf also gespannt sein, was sie im nächsten Fasching zu erwarten haben.
Die Fragen stellte Sigismund von Dobschütz
Hinweis: Noch sind es knapp drei Wochen bis zu den beiden Büttenabenden. Einen kleinen Appetithappen gibt es schon vorab: Die Steinacher Lorena May und Frank Schmitt sind als zänkisches Ehepaar „Elfriede & Ludwich“ am 23. Januar ab 20:15 Uhr im Bayerischen Fernsehen in der Sendung „Franken Helau – Die Rhön dreht am Rad“ zu erleben.
Veranstaltungshinweis: „Bella ciao – Stänich Helau“, Büttenabende der „Verflixten Sieben“, am Freitag, 30. Januar, und Samstag, 31. Januar), jeweils ab 19:07 Uhr in der Henneberghalle in Steinach; Einlass und Küche ab 18 Uhr. Preis pro Ticket: 14 Euro. Vorverkauf: Samstag, 10. Januar, 8 bis 11 Uhr, Vereinsheim altes Pfarrhaus (Marktplatz 5), danach mittwochs von 19 bis 21 Uhr und samstags 11 bis 13 Uhr, Schreinerei Dünisch (Eckartspfad 3).









