Viele haben sehnsüchtig darauf gewartet – Schnee in der Rhön! Auf zwei Brettern fühlt sich aber nicht jeder wohl und manchmal reicht auch die Schneehöhe nicht. Am Freitagmorgen begann es nun auch in den unteren Lagen kräftig zu schneien. Dann kann es auch dort klappen mit dem Rodeln – auf dem Holzschlitten oder im Plastik-Bob. Wir haben vier schöne Rodelpisten ausgewählt. Ebenfalls nutzbar ist der Rodelhang direkt unterhalb des Klosters Kreuzberg, allerdings ist die Strecke im Bereich der Baustelle gesperrt.
Beliebt und belebt: Der Rothang am Kreuzbergsattel
Der Rothang am Kreuzbergsattel, bekannt durch seine drei Kreuze, zählt zu den bekanntesten Rodel-Pisten der Rhön. Aber die Schlitten-Strecke ist auch wirklich ein großer Spaß. Nicht nur, weil sie mit einem steilen Anfang für Tempo-Rekorde sorgt. Auch die herrliche Lage mit Blick zum Arnsberg oder hinüber zu Osterburg und Himmeldunk ist ein optischer Genuss.
Und: Das Berggasthaus Roth ist für die Stärkung mit Gerichten aus der Rhöner Küche, Burgern oder für eine Aufwärm-Pause bei einem Glas Glühwein nicht weit entfernt.
Parkplätze: Unterhalb des Rodelgeländes (sind schnell überfüllt)
Infos: Schneetelefon Bischofsheim (09772) 212
Im Windbeutel-Paradies: Rodeln an der Thüringer Hütte
Weit geht der Blick hinunter ins Streutal, links erhascht man einen Blick auf die Rother Kuppe: Auch die Rodel-Strecke an der Thüringer Hütte bietet Landschaftsgenuss und Wintervergnügen für die ganze Familie. Entsprechend beliebt ist die Strecke. Wer mag, kann sein Gefährt auch Richtung Ilmenberg ziehen, um von dort aus zu starten. Der Skibetrieb dort wurde dort schon vor einigen Jahren eingestellt.
Wenn vor allem die kleinen Rodelfreunde vom Hinunterrasen und vom Schlittenhochziehen hungrig geworden sind, dann empfiehlt sich ein allseits bekannter Geheimtipp: Die Windbeutel an der Thüringer Hütte geben verbrauchte Kalorien wieder zurück.
Parkplätze: an der Thüringer Hütte (für Gäste) und im Bereich der Franziskuskapelle
Infos: thueringer-huette.com
Beim Frankenapostel: Rodelspaß in Kilianshof
Der Franken-Apostel Kilian thront als Steinfigur unweit der Piste: Er sollte also seine schützende Hand über das Rodelvergnügen in dem kleinsten der Rhöner Walddörfer halten. Nicht nur Einheimische, auch Kenner von außerhalb kommen bei entsprechender Schneelage gerne nach Kilianshof zum Schlittenfahren. Die Abstände lassen sich hier gut einhalten, der Kreuzberg mit dem Sendemast ist immer in Sichtweite.
Etwas zur Stärkung sollte man sich mitbringen, in die Bischofsheimer Gastronomie ist es aber auch nicht weit.
Parkplätze: Entlang der Ortszufahrt nach Kilianshof
Geheimtipp aus Ginolfs: Schlitten-Gaudi am Leitenberg
Beim Ginolfser Weideabtrieb im Herbst ziehen über 1000 Schafe ins Tal. Doch im Winter dient der Leitenberg als Bühne auch für Rodelfans. Bei entsprechender Schneelage ist das auch in diesem Winter möglich. Der Berg wird bei Bedarf vom Ginolfser Skiclub planiert. Insbesondere die Kleinsten genießen auf dem Gelände die rasante Abfahrt.
Parkmöglichkeiten: Entlang der Straße
Tipps fürs sichere Rodeln in der Rhön
Rodeln ist die Urform aller Wintersportarten. Jeder kann Rodeln und mit einfachen Tricks schnell gut darin werden. Aber man sollte sich nicht überschätzen.
Ein guter Rodel sollte stabil sein und aus flexiblen Lenkholmen und einem Lenkseil bestehen. Dies garantiert maximale Kontrolle während der Abfahrt. Die Kufen sind idealerweise mit Stahlschienen beschlagen. Robuste und wasserdichte Wintersportkleidung, Handschuhe und Helm schützen vor Kälte, Wind und Verletzungen. Eine Skibrille sorgt für Durchblick bei schlechter Sicht, festes Schuhwerk mit Profil für Grip und Kontrolle.
Die Technik: Auf den Rodel setzen, Lenkriemen in eine Hand nehmen, Beine nach vorn strecken und seitlich an die Hörner drücken. Die freie Hand greift nach hinten seitlich an den Holm. Sichere Fahrer können sich auch auf den Rücken legen, um den Fahrtwind zu minimieren. Jedoch nie in Bauchlage rodeln, da sonst der Schlitten nicht richtig kontrolliert werden kann.












