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Einblick bei der Bundeswehr
Das war der Tag der Infanterie in Hammelburg
Tag der Infanterie bei der Bundeswehr in Hammelburg
Tag der Infanterie bei der Bundeswehr in Hammelburg // Josef Lamber (Josef Lamber)
Hammelburg – Die Infanterieschule in Hammelburg bot interessante Einblicke. In den Standort soll in den nächsten Jahren in Milliardenhöhe investiert werden.

An die 500 geladene Gäste, überwiegend Soldatinnen und Soldaten aus dem In- und Ausland, Reservisten und Ehemalige, waren beim 27. Tag der Infanterie bei der Bundeswehr in Hammelburg zu Gast. Die Infanterieschule präsentierte sich dabei mit Vorführungen, Ausstellungen und Schießwettkämpfen.

Familien bekommen Einblick in Kasernenleben

Für die breite Öffentlichkeit war die Kaserne zwar nicht geöffnet, dennoch hatte die Veranstaltung etwas von einem Tag der offenen Tür – wie es ihn zu früheren Zeiten noch gab bei der Bundeswehr.

Gäste wie auch in Hammelburg stationierte Militärs schlenderten über das Gelände, verschafften sich einen Eindruck von den verschiedenen Exponaten, nahmen an Vorführungen teil und tauschten sich an den Essens- und Getränkeständen gelöst über dieses und jenes aus. Viele Soldatinnen und Soldaten nutzten die Gelegenheit auch, ihren Familienangehörigen einen Einblick ins Kasernenleben zu verschaffen.

Tag der Infanterie bei der Bundeswehr in Hammelburg
Tag der Infanterie bei der Bundeswehr in Hammelburg // Josef Lamber (Josef Lamber)

Die, die gekommen waren, bekamen viel zu sehen. Auf der Industrieausstellung präsentierten Partnerfirmen der Bundeswehr ihre Produkte: von neuester Drohnentechnologie über Fahrzeuge, Waffen und andere Ausrüstung bis zu modernsten Militäranzügen.

Zahlreiche Unternehmen präsentieren ihre Produkte

Das Spektrum der Unternehmen ist dabei größer geworden, wie Presseoffizier Thomas Heinl erklärt: „Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage in der Welt entdecken viele Firmen die Dual-Use-Funktion für sich.“

Das bedeutet, dass Produkte oder Technologien für zivile wie auch militärische Zwecke verwendet werden können. „Für die Streitkräfte ist erhöhter Bedarf vorhanden“, so Heinl weiter. Das gelte für sämtliche Bereiche der Ausstattung. „Das führt dazu, dass neue Geschäftsfelder für einzelne, bisher rüstungsfremde Unternehmen erschlossen werden.“

Ein Airbus A400M überflog das Lager im Tiefflug
Ein Airbus A400M überflog das Lager im Tiefflug // Josef Lamber (Josef Lamber)

Für Unterhaltung sorgten in Hammelburg verschiedene Vorführungen. So simulierte die Aufklärungskompanie des Seebataillons das Eindringen in ein Schiff, Minentaucher zogen entsprechende Attrappen aus dem Wasserbecken im Bundeswehr-Freibad und der Diensthundezug der Fallschirmjäger präsentierte, dass man es sich mit einem Militärhund besser nicht verscherzen sollte.

Auch ein Transportflugzeug, ein Airbus A400M, rauschte im Tiefflug über das Lager. „Das Flugzeug ist quasi Nachfolger der Transall. Es wird zum Transport von Mensch und Material verwendet, unter anderem werden damit auch Fallschirmspringer transportiert“, so Thomas Heinl.

-	Ein Bundeswehrhund im simulierten Einsatz.
- Ein Bundeswehrhund im simulierten Einsatz. // Josef Lamber (Josef Lamber)

Der Bundeswehr-Standort in Hammelburg befindet sich derzeit in einem gewissen Wandel. Nachdem der langjährige Brigadegeneral Michael Matz sich Anfang des Jahres in den Ruhestand verabschiedet hat, wird die Infanterieschule inzwischen von Andreas Steinhaus geleitet.

Millionen werden investiert

Auch baulich tut sich einiges. Rund 42 Millionen Euro wurden in neue Unterkunftsgebäude investiert, die ersten davon befinden sich aktuell im Probebetrieb. „Die Gebäude sind in Modulbauweise errichtet. Wenn sie im Testbetrieb alle Anforderungen erfüllen, können sie relativ einfach reproduziert werden“, erklärt Heinl.

Hallenschießanlage wird fertiggestellt

Für die nächsten Jahre sind an den Standorten der Bundeswehr in Hammelburg und Wildflecken Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro vorgesehen. Das Geld soll in die Infrastruktur fließen. In Hammelburg wird in Kürze eine neue Hallenschießanlage fertiggestellt. „Diese bietet erweiterte Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Schießausbildung, unabhängig von äußeren Bedingungen“, so Heinl.

Geplant seien zudem ein neues Wirtschaftsgebäude mit Truppenküche sowie ein neuer Hörsaal.

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