Der Trägerverein Waldkindergarten Ramsthal blickte bei seiner gut besuchten Mitgliederversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Seit seiner Gründung im Jahr 2020 setzt sich der Verein für den Waldkindergarten „Weinbergschneckle“ ein. Die Einrichtung ist mit 22 Kindern momentan voll belegt und die Nachfrage ist groß. Die Versammlung zeigte, wie viel Engagement von Verein, pädagogischem Team und Familien zusammenkommt, damit Kinder einen abwechslungsreichen Alltag in und mit der Natur erleben können.
Der zweite Vorsitzende Florian Wahler berichtete über die Entwicklung des Kindergartens und seiner Infrastruktur. Viele Einrichtungen wurden seit der Eröffnung in Eigenleistung des Vereins geschaffen. Derzeit wird ein Unterstand am vereinseigenen Naturlehrpfad fertiggestellt; außerdem ist eine Kugelbahn geplant. Der Verein möchte die vorhandenen Angebote erhalten und weiterentwickeln. Auch im Alltag übernehmen Mitglieder wichtige Aufgaben: Reinigungs- und Pflegearbeiten werden gemeinschaftlich organisiert und durchgeführt. Dieses praktische Engagement hält die Sach- und Verwaltungskosten niedrig und stärkt die Verbundenheit mit dem Kindergarten.
Ein deutliches Zeichen
Schatzmeisterin Lisa Neder erläuterte die Finanzlage. Rund 93 Prozent der Gesamtkosten entfallen auf das Personal – ein deutliches Zeichen dafür, welchen Stellenwert die qualifizierte Betreuung hat. Die Vereinsleitung sieht ausreichende Rücklagen. Zugleich steht mit der angekündigten Reform des Kindergartengesetzes eine finanzielle Veränderung bevor: Die bisherige Förderung des Freistaats Bayern von 100 Euro je Kindergartenplatz soll im kommenden Jahr entfallen, ob es eine andere Förderung geben wird, ist noch offen. Der Verein beschloss deshalb, die mögliche Mehrbelastung nicht vollständig an die Eltern weiterzugeben. Zunächst bis September 2027 übernimmt er 40 Euro aus Vereinsmitteln, sodass der Beitrag nur um 60 Euro auf 105 Euro steigt. Damit bleibt der Waldkindergarten nach Angaben des Vereins deutlich unter dem Beitragsniveau konventioneller Kindergärten. Kindergartenleiterin Stephanie Netzl stellte die vielfältigen Erlebnisse des vergangenen Jahres vor. Martinszug und Adventszeit gehörten ebenso dazu wie die Krötenrettung. Bei der Verkehrserziehung arbeiteten die Kinder mit dem gemeindlichen „Haus für Kinder“ zusammen.
Zusammenarbeit erleben
Besonders eindrücklich waren die Begegnungen mit den Helfern vor Ort, dem RKT-Rettungsdienst und der Ramsthaler Feuerwehr. Die Vorschulkinder erlebten außerdem die Zusammenarbeit mit der zweiten Klasse der Einhard-Schule als bereichernd. Solche Angebote verbinden spielerisches Lernen mit unmittelbaren Erfahrungen und Begegnungen in der Gemeinde. Der Waldkindergarten eröffnet Kindern besondere Möglichkeiten: Die Natur wird zum täglichen Erfahrungs- und Lernraum. Jahreszeiten, Tiere und Pflanzen können direkt beobachtet werden; Bewegung, Entdecken und gemeinsames Anpacken ergeben sich ganz selbstverständlich aus dem Aufenthalt im Freien. Die vorgestellten Aktivitäten zeigen, wie der Kindergarten diese Besonderheit mit gezielten Projekten und Begegnungen ergänzt. Der Vereinsvorsitzende Andreas Günder würdigte die positive Entwicklung, dankte der Gemeinde für ihre Unterstützung und hob das Engagement des Kindergarten- und Vereinsteams hervor. Auch die angestrebte erweiterte Zusammenarbeit mit dem Gemeindekindergarten begrüßte er ausdrücklich.











