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Dankesworte und Erinnerungen
Abschied von Pfarrer Thomas Keßler: Ein Leben als Navigator
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Stellvertretender Landrat Bruno Altrichter überbrachte Thomas Keßler die Grüße von Landrat Thomas Habermann und sprach das gute Miteinander an. // Hanns Friedrich
Herschfeld
Herschfeld – Der Abschied von Pfarrer Thomas Keßler in der Herschfelder Kirche war von zahlreichen Dankesworten und Erinnerungen an seine vielfältigen Aufgaben geprägt.

Bis auf den letzten Platz besetzt war die Herschfelder Kirche beim Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Thomas Keßler. Viele Priester, darunter Weihbischof Paul, Generalvikar Jürgen Vorndran und Dekan Andreas Krefft standen mit ihm am Altar. Fahnenabordnungen der Vereine und Verbände waren ebenso zugegen, wie auch die Musiker der Pfarreiengemeinschaft.

In seiner Predigt ging Thomas Keßler auf das Navi ein, das heute selbstverständlich ist. Wie man auf ein solches Navi vertraut, so sollte man auch auf Gott vertrauen. Er erinnerte an den Auszug der Israeliten aus Ägypten, die 40 Jahre unterwegs waren. Da sei Gott ihr Navi gewesen, auf das sie vertrauten. Auch Abraham sei dem Ruf Gottes gefolgt und habe seine Zelte abgebrochen und letztendlich sei auch Jesus ein Wanderprediger gewesen.

In den letzten Jahren viele Herausforderungen gemeistert

Der scheidende Priester nannte aktuelle Herausforderungen der Kirche und der Kirchengemeinden durch den neuen Pastoralen Raum, die in den vergangenen fünf Jahren gemeistert wurden. Nun beginne für ihn, aber auch für die von ihm betreuten Kirchengemeinden ein neuer Wegeabschnitt. Dabei werde es sicher zu Veränderungen kommen: „Das ist auch gut so.“ Eine große Chance für die Zukunft sei es, zu wissen, dass man miteinander im Glauben unterwegs ist.

Bis auf den letzten Platz war die Kirche in Herschfeld beim Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Thomas Keßler besetzt. Mit ihm standen viele Priester und Diakone aus dem Pastoralen Raum Bad Neustadt am Altar.
Bis auf den letzten Platz war die Kirche in Herschfeld beim Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Thomas Keßler besetzt. Mit ihm standen viele Priester und Diakone aus dem Pastoralen Raum Bad Neustadt am Altar. // Hanns Friedrich

Generalvikar Jürgen Vorndran erinnerte an 42 Jahre priesterliches Wirken von Pfarrer Thomas Keßler und an die vielen Aufgaben, die Thomas Keßler im Bistum Würzburg übernommen hatte. Er sei immer seinem „inneren Navi“ gefolgt. Seine unglaubliche Energie habe er auch in der neuen Pfarrstelle Brendlorenzen eingebracht. Generalvikar Jürgen Vorndran dankte für diese Zeit und überbrachte gleichzeitig zum 70. Geburtstag auch die Glückwünsche von Bischof Franz Jung.

Kräftezehrendes Arbeitspensum

Dekan Andreas Krefft erinnerte an das segensreiche Wirken von Thomas Keßler in der Pfarreiengemeinschaft und die Aufgaben, die er im Pastoralen Raum Bad Neustadt übernommen hatte. „Du warst nicht nur Planer und Gestalter, sondern hast auch den Menschen zugehört.“ Zur neuen Aufgabe im Bereich Kreuzberg sagte der Dekan, dass es dort zwar gutes Bier gebe, in Bad Neustadt habe man aber auch sehr guten Wein: „Komme einfach immer wieder einmal zu uns.“

Günter Henneberger sprach für die Pfarreiengemeinschaft und erinnerte an die große Herausforderung, fünf Gemeinden „unter einen Hut zu bringen“. Darauf habe sich Pfarrer Keßler mit einem kräftezehrenden Arbeitspensum eingelassen. Vermissen werde man seine lebensnahen, oft mit Anekdoten und Humor gewürzten Predigten und die seelsorglichen Gespräche, die Trost und Zuversicht gaben. Als Erinnerung gab es ein Fotobuch und einen Stick mit bewegten Bildern und Tönen.

Pfarrer Keßler wird auch im Ruhestand in der Rhön bleiben

Der evangelische Dekan Karl Uwe Rasp sprach die ökumenische Verbundenheit an. Dazu hatte er als Geschenk das Buch von Kardinal Marx mit dem Titel „Kult“ dabei. Darin wird darauf verwiesen, dass das Christentum immer eine Bedeutung haben wird, auch in einer säkularen Gesellschaft.

Der Dekan überbrachte die Geburtstagsgrüße der evangelischen Kirchengemeinde. Einen Rosenstock und herzliche Glückwünsche zum Geburtstag gab es von Alexandra Katzenberger im Namen des Rates im Pastoralen Raum Bad Neustadt. Sie dankte für die Bereicherung in der Seelsorge in den vergangen Jahren.

Stellvertretender Landrat Bruno Altrichter sagte im Namen des Landkreises herzliche Glückwünsche zum Geburtstag und dankte dem Geistlichen für seine Zeit in der Pfarreiengemeinschaft St. Martin Brend. Die Vita Keßlers lese sich wie eine lebendige Erzählung mit vielen Aufgaben und Herausforderungen. Dankbar sei man für das fünfjährige Wirken in der Pfarreiengemeinschaft St. Martin Brend, aber auch dafür, dass Pfarrer Keßler auch im Ruhestand in der Rhön bleibt.

Vereine und Verbände waren mit Fahnenabordnungen zum Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Thomas Keßler nach Herschfeld gekommen
Vereine und Verbände waren mit Fahnenabordnungen zum Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Thomas Keßler nach Herschfeld gekommen // Hanns Friedrich

Bad Neustadts Bürgermeister Michael Werner überbrachte die Glückwünsche der Stadt Bad Neustadt und der Bevölkerung zum 70. Geburtstag von Thomas Keßler: „Sie waren fünf Jahre ein guter Navigator für Bad Neustadt.“ Das Stadtoberhaupt sagte vielen Dank für das gute Miteinander als Pfarrer und Mensch und fügte an: „Gerne unterschreibe ich Ihnen den Vertrag als Stadtführer und wünsche im Ruhestand Gesundheit, Gottes Segen und viele nette Menschen, die mit Ihnen gemeinsam den Weg weiter gehen.“

Geschenke und Dankesworte gab es abschließend von Oberministrantin Laura Wolf aus Brendlorenzen. Sie sprach für die Ministrantengemeinschaft der Pfarreiengemeinschaft St. Martin Brend. Die Ministranten überreichten unter anderem ein Kissen und einen Hut. Der sei für die Gartenarbeit. Dank sagten sie für das gute Miteinander. Pfarrer Keßler dankte für die wertschätzenden Worte und lud zur Begegnung vor der Herschfelder Kirche ein.

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