Fasching
Die Vorfreude auf die Prunksitzungen groß
Auf den Bildern sieht man Sitzungspräsident Bernd Waldner mit den beiden Marschtanzgarden des Vereins bei der Eröffnung der Prunksitzung 2019.
Auf den Bildern sieht man Sitzungspräsident Bernd Waldner mit den beiden Marschtanzgarden des Vereins bei der Eröffnung der Prunksitzung 2019.
Peter Hausmayer
F-Signet von Milena Meder Fränkischer Tag
Oberthulba – Auch in Oberthulba bei der Öwerdöllwer Fosenochts Gemeinschaft laufen die Vorbereitungen für die Prunksitzungen bereits auf Hochtouren.

Ganz ohne Probleme startete der Faschingsverein aus Oberthulba nicht in die kommende Session. Die Freude ist trotzdem groß, denn in diesem Jahr erwartet die Narren ein ganz besonderes Highlight.

Prunksitzungen, Faschingsumzüge, Rathausstürme – auf all das mussten die Narren in den letzten beiden Jahren verzichten. Die fünfte Jahreszeit legte eine Zwangspause ein. In diesem Jahr ist die Freude bei allen groß: Die Faschingssession kann endlich wieder ohne Einschränkungen stattfinden.

Wiedereinstieg nicht einfach

Auch in Oberthulba bei der Öwerdöllwer Fosenochts Gemeinschaft (kurz: ÖFG) laufen die Vorbereitungen für die Prunksitzungen bereits auf Hochtouren. Die Erleichterung, dass die Veranstaltungen wieder durchgeführt werden dürfen, wurde allerdings von einigen Problemen überschattet.

„Es war schwierig, die Leute wieder aus ihrem Coronaschlaf rauszuholen“, erzählt erster Vorsitzender und Sitzungspräsident Bernd Waldner. Einmal raus, fällt der Wiedereinstieg vielen schwer. In den Corona-Jahren war vor allem die Mitgliederzahl bei den Tanzgarden der ÖFG überschaubar, denn ohne Auftritte fehlte vielen Tänzerinnen die Motivation. Mittlerweile habe sich dieses Problem allerdings gelöst.

Büttenredner gesucht

„Wir haben es geschafft die eigenen Leute, aber auch das Publikum wieder für den Fasching zu begeistern“, freut sich Waldner. Lediglich bei den Büttenrednern mangelte es noch recht lange an Auftritten. Viele der Stammredner seien zwar wieder bei den Prunksitzungen am 27. und 28. Januar dabei, einige haben ihre Zeit auf der Bühne jedoch für beendet erklärt. „Es war allerdings auch vor der Pandemie schon so, dass wir Redner ab und an ersetzen mussten“, betont der Vorsitzende. Inzwischen sei aber auch dieses Problem gelöst, das Programm kann also wie gewohnt stattfinden.

Familiensitzung

Ersetzt werden die fehlenden Bütten unter anderen durch einen Beitrag vom Nachwuchs des Vereins. Und: Auch in diesem Jahr ist es der ÖFG wieder gelungen, eine Sitzung für die gesamte Familie zu organisieren. Auftreten werden hier unter anderem einige Garden sowie Kinder in der Bütt, anschließend findet ein Kinderfasching statt.

„Die Familiensitzung am 29. Januar war tatsächlich am längsten unklar“, erinnert sich Waldner. Lange habe sich niemand bereit erklärt die Organisation und das Proben zu übernehmen. Mit Marlena Greubel und Leonie Kling ist aber auch dieses Problem nun gelöst.

Reise nach Österreich

Zusätzlich zu den eigene Prunksitzungen und Gastbesuchen erwartet den Verein in diesem Jahr noch ein ganz besonderes Highlight. Seit Anfang der 90er Jahre pflegt die ÖFG eine Freundschaft mit dem österreichischen Faschingsverein aus Bad Vöslau – der 1. Bad Vöslauer Faschingsgilde.

„In diesem Jahr dürfen wir unsere Freunde aus Österreich endlich wieder besuchen“, freut sich der Sitzungspräsident. Bereits am 11. Februar geht die Reise los. Zu verdanken hat die ÖFG das ihrem ehemaligen Sitzungspräsidenten Gerhard Adam.

Denn: Der Kommerzialrat der Firma Pressel, mit Hauptsitz in Bad Vöslau, hat damals für sein Unternehmen einen Standort in Deutschland gesucht und sich schließlich zwischen Oberthulba und Schlimpfhof niedergelassen. Bei der Einweihung des Gebäudes habe die ÖFG mit ihrer Garde dort getanzt, woraus sich eine bis heute anhaltende Freundschaft gebildet hat. „Durch Corona ist es jetzt leider schon fünf Jahre her, dass wir dort waren“, berichtet der Sitzungspräsident. Die Vorfreude auf den Besuch ist also riesig.

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