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Spannende Klangwelten
Mystische Melodien bei den Sommerkonzerten
Sommerkonzerte am Gymnasium
Gekonnt in Szene gesetzt: Die Stücke der Bigband der Klassen 7 bis 13. // Doris Bauer
Sommerkonzerte am Gymnasium
Frech-fröhlicher Einstieg mit dem Unterstufenchor der Klassen 5 und 6. // Doris Bauer
Sommerkonzerte am Gymnasium
Haben es rhythmisch voll drauf: Die Percussion-Gruppe der Klassen 5 bis 7. // Doris Bauer
Sommerkonzerte am Gymnasium
Cooler Sound mit der Unterstufenbigband der Klassen 5 bis 7. // Doris Bauer
Sommerkonzerte am Gymnasium
Gekonnt gruselig präsentierte sich das Saxophon-Quartett. // Doris Bauer
Sommerkonzerte am Gymnasium
Stimmgewaltig: Der Kammerchor der Klassen 10 bis 13. // Doris Bauer
Sommerkonzerte am Gymnasium
Gekonnt in Szene gesetzt: Die Stücke der Bigband der Klassen 7 bis 13. // Doris Bauer
Sommerkonzerte am Gymnasium
Genial und mitreißend: „Thriller“ der Oberstufenbigband - inklusive tanzender Zombies. // Doris Bauer
Sommerkonzerte am Gymnasium
Überraschten rockig: Killer Queen mit der Band „EastWest“. // Doris Bauer
Sommerkonzerte am Gymnasium
Eindrucksvoll virtuos: Moritz Warmuth am Marimbaphon. // Doris Bauer
Sommerkonzerte am Gymnasium
Überzeugten restlos: der Schulchor der Klassen 7 bis 13. // Doris Bauer
Sommerkonzerte am Gymnasium
Anne Granich und Roman Brauer führten souverän, kurzweilig und mit augenzwinkerndem Humor durch das Musikprogramm und schufen eine lockere, unterhaltsame Atmosphäre. // Doris Bauer
Hammelburg – Das Frobenius-Gymnasium präsentiert bei den Sommerkonzerten mystische Klängen und spannende Themen.

Sommerkonzerte verbindet man meist mit Leichtigkeit, Sonne und beschwingten Melodien. Das Frobenius-Gymnasium ging in diesem Jahr bewusst einen anderen Weg und landete damit einen Volltreffer. Unter dem Motto „Schattenklänge“ entführten rund 140 Musiker und Techniker ihr Publikum in geheimnisvolle Klangwelten voller Spannung, Mystik und überraschender musikalischer Wendungen. Beide Konzerte in der Aula waren bis auf den letzten Platz besetzt, und am Ende belohnte das begeisterte Publikum die Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus.

Die Idee zum ungewöhnlichen Konzertthema entstand nach einem Besuch des Musical-Thrillers „Jekyll & Hyde“ im Meininger Theater. Die Geschichte um den Arzt Dr. Henry Jekyll, der mit einem Selbstversuch seine dunkle Seite entfesselt, faszinierte so sehr, dass daraus das Konzept für den gesamten Konzertabend entstand.

Licht und Schatten als musikalische Reise

Rund um diese musikalische Reise zwischen Licht und Schatten entwickelten die Ensembles ein abwechslungsreiches Programm, das den roten Faden eindrucksvoll aufgriff. Schon die Gestaltung der Bühne stimmte das Publikum auf die geheimnisvolle Atmosphäre des Abends ein. Überlebensgroße Banner mit eindrucksvollen Schattenmotiven griffen das Motto „Schattenklänge“ auf und schufen einen passenden visuellen Rahmen.

Es erklangen keine gefälligen Ohrwürmer oder leicht mitsingbaren Sommerhits. Stattdessen lebte das Konzert von spannungsgeladenen Rhythmen, ungewöhnlichen Harmonien und atmosphärischen Klangfarben. Mal geheimnisvoll, mal düster, dann wieder kraftvoll oder überraschend humorvoll - musikalische Gegensätze, die den besonderen Reiz des Abends ausmachten. Trotz des hochsommerlichen Wetters sorgten die „Schattenklänge“ keineswegs für kühle Stimmung in der Aula, sondern fesselten das Publikum vom ersten bis zum letzten Ton.

Schon der Unterstufenchor setzte mit Auszügen aus dem Musical „Wicked“ einen schwungvollen und augenzwinkernden Auftakt. Es folgten kraftvolle Rhythmen der Percussionsgruppe, jazzige und gekonnte Klänge der Unterstufen-Bigband und das fein abgestimmte Saxophonensemble, das mit seinen geheimnisvoll verwobenen Melodien für Gänsehautmomente sorgte. Stimmgewaltig und mit viel Ausdruck präsentierte der Kammerchor Auszüge aus dem Musical „Little Shop of Horrors“ und brachte dabei die skurrile Mischung aus schwarzem Humor und geheimnisvoller Spannung auf die Bühne. Die Bigband der Klassen 7 bis 13 überzeugte mit großer Klangfülle und musikalischer Präzision.

Bigband präsentiert Thriller

Mit einer der Höhepunkte des Abends war Michael Jacksons „Thriller“, präsentiert von der Oberstufenbigband. Der markante, raumfüllende Sound, die düstere Stimmung mit eindrucksvoll auftretenden Zombies auf der Bühne verschmolzen zu einer mitreißenden Inszenierung, die das Publikum sichtlich in ihren Bann zog.

Großen Respekt zollte das Publikum Moritz Warmuth, der sich mit dem anspruchsvollen Marimbaphon-Solo „Dance of the Witches“ einer besonderen Herausforderung stellte und mit beeindruckender Sicherheit sowie viel Ausdruckskraft überzeugte. Die vierköpfige Band „EastWest“ brachte mit rockigen Klängen und energiegeladener Spielfreude zu „Killer Queen“ eine überraschende Note auf die Bühne. Der Schulchor der Klassen 7 bis 13 entfaltete mit Auszügen aus „Jekyll & Hyde“ große musikalische Wirkung: Ausdrucksstarke Chorszenen, bewegende Balladen und kraftvolle Ensembles ließen den spannungsvollen Wechsel zwischen Licht und Schatten eindrucksvoll hörbar werden.

Bereits nach den ersten Klängen des Konzerts sprang der Funke auf das Publikum über. Szenenapplaus, besonderer Beifall für Solisten und viele spontane Reaktionen zeigten, wie sehr die Darbietungen die Zuhörerinnen und Zuhörer erreichten. Charmant, sicher und mit feinem Humor führten Anne Granich und Roman Brauer durch das Programm. Auch optisch griff das Moderationsteam das Motto „Schattenklänge“ auf: Während Anne Granich in dunkler Kleidung ganz in die geheimnisvolle Atmosphäre des Abends eintauchte, setzte Roman Brauer mit hellen, farbenfrohen Akzenten immer wieder heitere Kontrapunkte.

Gemeinsames Engagement

Die Moderationstexte hatte Anne Granich selbst verfasst, unterstützt von StD Eva-Maria Conrad. „Es macht uns einfach Freude, gemeinsam auf der Bühne zu stehen und den Abend mitzugestalten“, erzählt die Schülerin. Seit der fünften Klasse sind Anne und Roman befreundet, engagieren sich gemeinsam in der Theater-AG und bilden inzwischen ein bestens eingespieltes Moderationsteam, das die musikalischen Beiträge mit informativen und humorvollen Übergängen verband.

Dass ein Konzert dieser Größenordnung gelingen konnte, war dem großen Engagement vieler Beteiligter zu verdanken. „140 Musiker und Techniker engagieren sich zusätzlich zum Schulunterricht freiwillig. Viele Lehrer unterstützen die Ensembles, aber auch alles, was drumherum organisiert werden muss. Eigentlich ist das schon ein großes Schulprojekt“, betonte Oberstudienrätin Ute Strehler, die die Gesamtleitung gemeinsam mit Studiendirektor Andreas Strehler innehatte.

Zahlreiche Lehrkräfte begleiteten die Ensembles nicht nur hinter den Kulissen, sondern standen auch gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern auf der Bühne, darunter auch Schulleiter Erich Dietrich.

Für die Bewirtung während der Pause sorgte die Fairtrade-Gruppe der Schule. Der Eintritt zu beiden Konzerten war frei, stattdessen wurden Spenden gesammelt, die unter anderem den Erdbebenopfern in Venezuela zugutekommen.

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