Verzaubernde Tänze, humorvolle Bütten und viel Helau: Bei den Prunksitzungen der Öwerdöllwer Fosenochts Gemeinschaft (ÖFG) war vergangenes Wochenende so einiges geboten. Gut gelaunt und mit einem Lächeln im Gesicht verließen die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer am Ende des Abends die Mehrzweckhalle in Oberthulba.
Ein Einblick in die Prunksitzung der ÖFG Oberthulba
Nach der schwungvollen Eröffnung durch die Präsidentengarde folgte ein Auftritt der Hüttls, die sich mit einer Variation der Fernsehsendung Herzblatt direkt zu Beginn des Abends auf die Suche nach einem neuen Sitzungspräsidenten machten.
Denn: Nach unzähligen Jahren auf der Bühne verkündeten die beiden vorherigen Amtsinhaber im vergangnen Jahr, dass sie ihren Posten niederlegen werden. Bernd Waldner war seit 2001 Sitzungspräsident für die ÖFG. Seit 2010 moderierte er dann im Duo mit Jürgen Meder.
Der Abend in Bildern:
Von ABBA bis Dorfklatsch: Das Programm in Oberhulba
Nach einer kurzweiligen Darbietung mit musikalischen Untermalungen wurden die Hüttls - bestehend aus Christoph, Thomas und Matthias Hüttl sowie Kevin Voll und Beate Hein – schließlich fündig. Matthias Hüttl gewinnt die Show und wird neuer Sitzungspräsident der ÖFG Oberthulba. Mit viel Witz und Humor führte er gemeinsam mit seinem Stellvertreter Klaus Greubel durch den Abend.
Nachdem die kleinsten Tänzerinnen des Vereins – die Konfettis – dem Publikum ihre Helden des Alltags (Feuerwehr) vorgestellt hatten, ging es mit den Little Heroes zurück in die 70er Jahre und die Glanzzeit von ABBA. Anschließend nahmen die Mini Diamanten mit auf eine Reise durch die USA.
In der ersten Bütt des Abends erzählte Mathilda Hüttl alias Post-Thildi dem Publikum allerhand Tratsch aus dem Dorf. Denn: „Jeder der hier 'vorbeiläft' wird von mir konfrontiert, dass ich auch weiß, was im Dorf so passiert“, erzählt die 14-Jährige.
Auch Josef (88), Bernd (55) und Maximilian Waldner (11) zogen das Publikum mit ihrem Sketch in den Bann. Mit Humor analysierten sie die Verständnisprobleme zwischen den verschiedenen Generationen. Dabei blieben natürlich auch die Jüngsten nicht verschont: „Ihr führt euch ja auf wie die Viecher im Schlachthof kurz vor der Erlösung“, kritisierte Josef Waldner den Musikstil seines Enkels. „Ihr scharrt mit die Füß' wie die Hühner aufm Mist“, vollendet er schließlich.
Weiteren Dorfklatsch gab es zum Ende der ersten Halbzeit von den Tratschweibern Bawett (Eva Marx) und Luis (Edel Gray) zu hören. Mit Themen wie der Bundeswehr, dem Mehrgenerationenspielplatz, einem Automaten an der Apotheke und dem neuen Fitnesstudio in Oberhulba brachten sie das Publikum zum Lachen. Und: Auch die Zukunft des Edeka-Gebäudes trieb die beiden um. „Ich habe gehört da kommt ein Öko-Puff rein“, mutmaßten sie. Was das sein soll? „Sex mit Frauen aus der Region, für die Region“, erklärten sie schließlich lachend.
So schön war die zweite Halbzeit
Auch die zweite Halbzeit, eröffnet von der Jugendmarschtanzgarde, stand der ersten in nichts nach. Der Jugendsketch (Katharina und Liliana Urakow) nahm mit zu Loriot – der Fernsehabend und Tanzmariechen Mathilda Hüttl sorgte mit ihren Rädern, Spagaten sowie Drehungen für staunende Gesichter.
Wie seine Rednerinnen und Redner zuvor hatte ebenfalls Albin Friedrich mit so einigen Problemen zu kämpfen. Als Rentner auf der Suche nach der großen Liebe kam er auf die Bühne, die er schließlich erfolglos – nämlich immer noch ohne Frau – wieder verlassen musste. Ziemlich zum Ende der Sitzung trafen sich schließlich Moni und Christioph Hüttel rein zufällig in der Mehrzweckhalle. Gemeinsam überlegten sie fieberhaft, wie eine gute Bütt aussehen könnte. Nach kurzer Zeit waren sie sich dann aber doch einig: „Bütt machen wir heuer kenne.“
Tänzerisch wurde die zweite Halbzeit von einem Auftritt der Showgiganten zu ihrem Thema Chaos im Olymp und den Dynamix mit ihrem Tanz zu Varieté abgerundet.
Doch damit noch nicht genug: Für drei Mitglieder des Vereins gab es an diesem Abend eine ganz besondere Überraschung. Josef Waldner wurde vom Fastnacht-Verband-Franken der Till von Franken verliehen, die ÖFG erhielt anlässlich ihres 50. Geburstags ebenfalls ein Präsent. Klaus und Barbara Greubel erhielten vom Verein den Till der ÖFG.















