Schwer gewerkelt wurde in den vergangenen Monaten ehrenamtlich in Kothen. Und das hat vermutlich mit der 900-Jahr-Feier in dem Mottener Ortsteil zu tun, die nächstes Jahr ansteht. Nach der Kirchhoftreppe, die in Eigeninitiative renoviert wurde und den Hinweistafeln für den „Historischen Dorfspaziergang Kothen“ – ein ehrenamtliches Projekt mit Unterstützung der Gemeinde und Brückenauer Rhönallianz – war für dieses Projekt nun ordentlich Muskelkraft gefordert.
Drei Tage Arbeit
Initiiert von Manuel Weller und Jürgen Scherner sowie unter der Federführung von Berthold Bug wurde die einsturzgefährdete Schneidmühl-Brücke ehrenamtlich saniert. Drei Tage dauerten die Arbeiten. Gemeinsam mit den Initiatoren trugen Markus Klein, Özkan Ögretmen, Tobias Kraus, Sebastian Bug, Manuel und Franz Vogler, und Alexander Bug, unterstützt von einem Kleinbagger, zunächst Sandsteine ab. Die wurden gereinigt und anschließend wieder gesetzt und fest vermörtelt.
Um künftig ein Abkippen zu verhindern, achtete man vor allem darauf, sie von hinten abzufangen, so Manuel Weller. „Die Brücke wurde nicht nur instand gesetzt, sondern auch in ihr historisches Gefüge eingebracht.“
Historische Besonderheit in Kothen
Mit dem historischen Gefüge meint der 36-Jährige das „Kreuz-Pödi“, eine ringförmige Wegebebauung und historische Besonderheit in Kothen. Es ist ein Überbleibsel eines komplexen Wegesystems, das vermutlich im 19. Jahrhundert entstand. Zu finden ist es bereits in den Kartierungen der Bayerischen Uraufnahmen. Diese topographische Landesvermessung des Königreichs Bayern wurde auf Anordnung von König Maximilian I. Joseph zwischen 1808 und 1864 gemacht, wie man auf der Info-Tafel zum Kothener Kreuz-Pödi nachlesen kann.
An der Schneidmühl-Brücke wurde mit dem abgefaulten Geländer noch ein weiteres Sicherheitsproblem abgebaut. Ein neues ist bereits installiert.
Kosten übernimmt die Gemeinde
Gerade ist dieses Projekt abgeschlossen, und schon steht das nächste fest, so Manuel Weller. Ab der Schneidmühle soll der Rest des „Pödis“ bis zur Kleinen Sinn – im Übrigen kompletter Gemeindegrund – erneuert werden. Selbstverständlich ehrenamtlich. Die Kosten für das Material und die Maschinen übernimmt die Gemeinde. Dann kann wieder über das komplette „Kreuz-Pödi“ gelaufen werden, der „Hauptschlagader“ in Kothen, wie sie Weller nennt.













