Mit der Unterzeichnung und dem Austausch von Patenschaftsurkunden haben die Gemeinde Fuchsstadt und die Unterstützungskompanie des Vereinte Nationen Ausbildungszentrums der Bundeswehr (VNAusbZBw) am Dienstag ihre Patenschaft offiziell besiegelt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bundeswehr verfolgten den Festakt auf dem Festplatz.
Den feierlichen Auftakt bildeten der Einzug der Freiwilligen Feuerwehr sowie Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, gemeinsam mit den Soldatinnen und Soldaten der Unterstützungskompanie. Musikalisch begleitet wurde der Zug von den Fuschter Musikanten.
Bürgermeister René Gerner begrüßte die Gäste, darunter Landrat Mario Götz, die Bürgermeister Heinrich Starrach (Elfershausen) und Armin Warmuth (Hammelburg), Altbürgermeister Peter Hart, die Fuchsstädter Rosenkönigin Marion Wahler, Oberst Werner Klaffus sowie Oberleutnant Robert Prediger. Auch Mitglieder des Gemeinderates, Fahnenabordnungen, Verwaltungsmitarbeiter und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Veranstaltung teil.
In seiner Ansprache hob Gerner die enge Verbundenheit der Region mit der Bundeswehr hervor. Die Streitkräfte seien ein wichtiger Arbeitgeber und seit vielen Jahren Teil des gesellschaftlichen Lebens. Zahlreiche Soldatinnen und Soldaten engagierten sich in Vereinen und bei Veranstaltungen vor Ort. Die neue Patenschaft solle diese gewachsenen Beziehungen weiter stärken. Als Grundlage der Partnerschaft nannte Gerner gegenseitiges Vertrauen und Respekt.
Auch Oberleutnant Robert Prediger betonte die Bedeutung der neuen Verbindung. Die Patenschaft sei ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit zwischen Gemeinde und Bundeswehr und stehe für Zusammenhalt sowie gegenseitige Unterstützung. Mit einem augenzwinkernden Vergleich zog er Parallelen zu einer Ehe: „Wir stehen zueinander – in guten wie in schlechten Zeiten.“
Zugleich stellte Prediger die Aufgaben der Unterstützungskompanie vor. Die rund 180 Soldatinnen und Soldaten bilden das logistische Rückgrat des Ausbildungszentrums in Hammelburg. Die Einheit stellt Personal, Fahrzeuge und die notwendige Infrastruktur für den Ausbildungsbetrieb bereit. Seit Oktober 2025 führt sie zudem die militärische Vorausbildung durch und bereitet Rekrutinnen und Rekruten auf ihren Dienst in der Bundeswehr vor.
Mit Blick auf die aktuelle sicherheitspolitische Lage verwies Prediger darauf, dass Frieden, Freiheit und Sicherheit keine Selbstverständlichkeiten seien. Deshalb seien eine leistungsfähige Bundeswehr und der Austausch mit der Bevölkerung von besonderer Bedeutung.
Höhepunkt des Festakts war die Unterzeichnung der Patenschaftsurkunden. Bürgermeister René Gerner und Oberleutnant Robert Prediger setzten ihre Unterschriften unter die Dokumente und tauschten diese anschließend aus. Damit wurde die Patenschaft offiziell besiegelt.
Im Anschluss nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, mit den Soldatinnen und Soldaten ins Gespräch zu kommen. Auf reges Interesse stießen die Informationsangebote der Bundeswehr. Zwei Militärfahrzeuge konnten aus nächster Nähe besichtigt werden, während an einem Informationsstand Einblicke in die Aufgabenbereiche und Karrieremöglichkeiten der Bundeswehr gegeben wurden. Ergänzt wurde das Programm durch Vorführungen aus dem Bereich der Sanitätsausbildung.
Für die Gäste standen Speisen vom Grill und Getränke bereit. Auch nach dem offiziellen Teil herrschte auf dem Festplatz reger Betrieb. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zur Besichtigung der ausgestellten Fahrzeuge. Ein später einsetzender Regenschauer tat der Veranstaltung keinen Abbruch.
Mit der Patenschaft wollen die Gemeinde Fuchsstadt und die Unterstützungskompanie des VNAusbZBw ihre bereits bestehenden Kontakte auf eine dauerhafte Grundlage stellen und die Zusammenarbeit weiter ausbauen. Die große Resonanz auf den Festakt machte deutlich, dass die neue Partnerschaft auf breites Interesse in der Bevölkerung stößt.




















