Der Gemeinderat hat den Forstwirtschaftsplan für 2026 einstimmig beschlossen. Vorgesehen sind 615 Festmeter Holzeinschlag. Zugleich wurde deutlich, dass die im Plan ausgewiesenen Einnahmen und Ausgaben noch nicht alle internen Kosten enthalten. Revierleiterin Miriam Sautter und Abteilungsleiter Bastian Betz vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten stellten die Bilanz für 2025 und die Planung vor. Im vergangenen Jahr wurden 258 Festmeter eingeschlagen, das entsprach laut Sitzungsprotokoll einer Massenerfüllung von 75 Prozent. Einnahmen von 52.140 Euro standen Ausgaben von 48.246 Euro gegenüber. Das rechnerische Plus betrug 3894 Euro. Für 2026 sind im Jahresbetriebsplan Einnahmen von 37.513 Euro und Ausgaben von 20.773 Euro angesetzt. Die Differenz von 16.740 Euro ist allerdings noch kein endgültiger Überschuss: Personalkosten, Verwaltung, Steuern, Versicherungen und weitere interne Verrechnungen fehlen in der Rechnung. Gemeinderat Martin Thürmer rechnete deshalb damit, dass nach vollständiger Abrechnung bestenfalls eine schwarze Null bleibe.
Zustand der Wälder
Neben dem Holzeinschlag ging es um den Zustand der Bestände. Schäden an Buche, Kiefer und Eiche machten nach Darstellung der Forstleute Gegenmaßnahmen nötig. Ziel sei ein klimastabiler Mischwald, unter anderem mit trockenheitstoleranteren Herkünften heimischer Arten und ergänzenden Baumarten. Auch das Wasserrückhaltevermögen des Waldes solle geprüft und, wo möglich, verbessert werden. Sebastian Greubel und Philipp Wieber regten an, dürre Bäume stärker zu nutzen und für deren Einschlag die Gemeindearbeiter einzusetzen. Für 2027 ist erneut mindestens ein Waldbegang vorgesehen. Künftig soll der Rat über die laufende Forstplanung bereits im ersten Quartal des jeweiligen Jahres entscheiden.
Ferienbetreuung
Auch die Kosten der Ferienbetreuung für Grundschulkinder beschäftigten den Rat. Je nach Zahl der Kinder in einer Betreuungswoche müssten Eltern zwischen 260 und 585 Euro zahlen. Für vier angemeldete Ramsthaler Kinder belaufen sich die Betriebskosten insgesamt auf 4666 Euro. Eine Begrenzung des Elternbeitrags auf 100 Euro pro Kind und Woche hätte die Gemeinde mit 3066 Euro bezuschussen müssen. Der Rat lehnte eine Kostenübernahme einstimmig ab; die Beiträge tragen damit weiterhin die Eltern.
Bei der sanierten Schulturnhalle an der Einhard-Grundschule liegt die aktuelle Kostenschätzung für den schulischen Anteil bei rund 3,16 Millionen Euro. Zusammen mit dem Anteil des Marktes Euerdorf von knapp 397.000 Euro ergeben sich voraussichtliche Gesamtkosten von rund 3,56 Millionen Euro. Nach Abzug der erwarteten Förderung von 1,344 Millionen Euro verbleiben für die beteiligten Gemeinden rund 1,817 Millionen Euro. Auf Ramsthal entfallen 435.675 Euro – rund 76.493 Euro mehr als in der ursprünglichen Kostenschätzung. Der Rat nahm die Zahlen zur Kenntnis.
Wasserspiel am Spielplatz
Ob das frühere Wasserspiel am Spielplatz in der Leo-Günder-Straße wieder in Betrieb geht, ist weiter offen. Das vorliegende Angebot für Pumpe und Wasserverteilung beträgt 6.439 Euro; möglicherweise kommen etwa 4.000 Euro für einen Straßenschieber hinzu. Im Rat wurden sowohl die Nutzung von Trinkwasser als auch die Kosten hinterfragt. Die Verwaltung soll weitere
Für den Parkplatz am Raßthaler Weg wählte der Rat einstimmig das Pflaster „Planaro Muschelkalk“ für 24,95 Euro je Quadratmeter. Vorgesehen ist eine Fläche von etwa 200 Quadratmetern.
Bekanntgegeben wurden außerdem Aufträge für eine digitale Zeiterfassung (6.693,39 Euro einmalig plus 52,91 Euro monatlich) und die Heimat-Info-App (1950 Euro netto plus 99 Euro monatlich). Die defekte Entsorgungsstation am Festplatz soll für 4859,96 Euro ersetzt werden.
Debatte über Wohnungen
Für Gesprächsstoff sorgte in der Gemeinderatssitzung eine Immobilienanzeige von Wolf-Haus auf ImmoScout. Wie Markus Lomb im Gemeinderat berichtete, werden darin Eigentumswohnungen im Baugebiet „Am Wengert II“ angeboten; vorgesehen seien auch Gemeinschaftsflächen. Die Grundstücke hatte die Gemeinde dem Unternehmen für ein pflegeorientiertes Vorhaben reserviert. Damit stellt sich für den Rat die Frage, ob diese Reservierung noch zum ursprünglichen Zweck passt, wenn auf den Flächen nun Wohnungen ohne gesicherte Pflegebetreuung entstehen könnten. Bürgermeister Rainer Morper erklärte, Wolf-Haus habe bislang keinen Betreiber für das geplante Seniorenangebot gefunden. Nach dem öffentlichen Sitzungsprotokoll soll in einer der nächsten Sitzungen beraten werden, ob die Plätze weiterhin reserviert bleiben. Für den Seniorenausschuss weist Bernhard Gößmann-Schmitt auf einen Info-Nachmittag am 25. November mit den Pflegelotsen hin. Details zu Zeit und Ort werden folgen.











