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Reform ungerecht?
Geroda: Keine Entlastung für Eltern
Geroda
Blick auf Geroda. // Heike Beudert (Archivbild)
Geroda – „Ungerecht“ findet der Marktgemeinderat Geroda die Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG), das zum 1. Januar 2027 in Kraft tritt.

Steffen Schneider, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau, erläuterte den Räten in der Marktgemeinderatssitzung die wichtigsten Inhalte und Änderungen. Die Grundidee lautet: „Geld folgt dem Kind“.

Grundsätzlich sei die Förderung durch die Reform vereinfacht worden, jedoch würden kleinere Einrichtungen wie der Kindergarten Abenteuerland Geroda Probleme durch Unterfinanzierung bekommen, hieß es.

Zwar werde Geroda in den ersten Jahren mehr Geld bekommen, laut Prognose werde sich aber weiterhin ein Defizit von durchschnittlich 28.000 Euro ergeben. Da könne man nicht von einer auskömmlichen Finanzierung sprechen, sagte Schneider.

Beiträge werden steigen

Da der direkte 100 Euro-Zuschuss an die Eltern entfällt und die Förderung direkt an die Kindergärten geht, werden die Elternbeiträge steigen.

Eine Entlastung der Eltern, die ab Januar dann den vollen Beitrag zahlen müssen, sei nicht zu rechtfertigen, sagte Bürgermeister Alexander Schneider. Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass die Beiträge verglichen mit benachbarten Gemeinden „äußerst niedrig sind“. Mit einer Gegenstimme beschloss das Gremium, durch den Wegfall des staatlichen Elternbeitragszuschusses keine Entlastung der Eltern durch die Gemeinde erfolgen wird.

„Was kommt auf uns zu?“, fragte Gemeinderat Holger Knauer. Doch diese Frage kann erst im nächsten Jahr beantwortet werden. Laut Steffen Schneider sollte an diesem Abend nur das neue System vorgestellt werden. Über die Anpassung wird im Februar/März beraten.

Der Anregung aus der Bürgermeisterdienstbesprechung im Juli, einen Biosphärenbeauftragten betroffener Gemeinden zu benennen, folgte jetzt auch die Gemeinde Geroda und wählte Gemeinderat Holger Knauer.

Rund 4300 Euro spendeten im Sommer Benutzer des Wohnmobilstellplatzes in Geroda. Der Marktgemeinderat beschloss, die Spende anzunehmen, da kein Verdacht einer Beeinflussung der Gemeinde durch die Spender vorliegt. Für den Bebauungsplan 1. Änderung Dorfwiesen war ein Aufstellungsbeschluss notwendig. Inhalt der Änderung ist die Umwandlung einer Spielplatzfläche in Bauland in der Gemarkung Platz.

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