In den vergangenen zwölf Monaten hielten sich die Geburten und die Sterbefälle (je drei) in dem 384 Einwohner zählenden Ortsteil Reith die Waage. Bürgermeister Matthias Hüttl ging in der gut besuchten Bürgerversammlung im Sportheim auf das Förderprogramm zur Revitalisierung der Alt- und Innenorte ein. Das Programm sei bis 31. Dezember 2027 verlängert und gilt für Anwesen die mindestens 50 Jahre alt sind und einen Leerstand von zwölf Monaten aufweisen.
Hüttl stellte mit Daniela Spahn und Kerstin Neder die beiden Seniorenbeauftragten vor und ging lobend auf den gut besuchten Senioren-Nachmittag ein, für den zum ersten Mal nicht persönlich eingeladen worden sei. „Für die persönliche Einladung kommen schnell um die 1800 Briefe zusammen“, so Hüttl. Er lud schon für 2027 zum Senioren-Nachmittag nach Thulba ein.
An 1148 Gesamtberatungen und 229 Hausbesuchen sei der Bedarf der beiden Pflegelotsen Kerstin Meder und Kathrin Wehner gut ersichtlich. Sie helfen dabei, sich im Pflege-Dschungel zurechtzufinden.
Notfallvorrat anlegen
Ohne Ängste schüren zu wollen, empfahl der Bürgermeister, sich in Zeiten wie sie sich gerade darstellten, doch einen Notfallvorrat anzulegen und Wasser, einige Grundnahrungsmittel, Medikamente, Taschenlampe samt Batterien oder auch wichtige Dokumente griffbereit zu haben. Wichtige Notfallkontakte seien Feuerwehr, Rettungsdienste, die Polizei und auch die Gemeinde Oberthulba. Von einer Gefahrenlage erfahren die Bürger über Warn-Apps, Sirenen, Radio & Fernsehen oder auch über die Gemeinde-Website.
An durchgeführten Maßnahmen benannte Hüttl die neue Pflasterfläche am Feuerwehrhaus und den Bau eines Glockengestells für die alte Feuerwehrglocke – die Maßnahme sei über das Regionalbudget gelaufen.
Von einer Bürgerin wurde erneut das immer wieder auftretende Verkehrsproblem durch Lkw „Am Engersbrunn“ vorgebracht. Bürgermeister Hüttl wies in diesem Zusammenhang auf die durchgeführte Verkehrsschau hin. Dabei sei man übereingekommen neue Schilder mit Tonnagebeschränkung 3,5 Tonnen anzubringen. Mit Hindernissen wie Steinen im Grünstreifen müsse man dagegen vorsichtig sein, es gelte freie Durchfahrt beispielsweise für Müllautos, Rettungsdienst oder Anlieferungen für Anlieger. „Schilder bringen oft nichts, vielmehr muss das Lkw-Navi mit Google abgeglichen werden“. Dies könne aber nicht von privat erledigt, sondern müsse von der Gemeinde in Auftrag gegeben werden, so die genervten Anlieger. „Wir haben die Hoffnung dieses Problem in naher Zukunft in den Griff zu bekommen“, sagte Hüttl.
Vermüllung an manchen Stellen
Themen der Versammlung waren auch die Vermüllung an manchen Stellen im Gewerbegebiet, dass man fürs Feuerwehrauto nach über zehn Jahren neue Reifen benötige oder was mit der für den Autobahnbrückenbau errichteten Betonmischanlage passiere.
Was Zweck und Vorteil einer Mitgliedschaft in der Energie GmbH sei, wollte ein Bürger wissen. Die Gemeinde könne in Sachen Energie nicht alles leisten, man sehe in der Energie GmbH Fachleute für erneuerbare Energien, Wissensträger und Planer, so Hüttl. In diesem Zusammenhang kam noch die Frage nach Kosten für Windräder, mögliche Standorte und ob die Gemeinde verpflichtet sei Windräder errichten zu lassen. Bei dem Thema gebe es noch viele Fragezeichen und man befinde sich erst am Anfang, antwortete der Bürgermeister.
Abschließend brachte Ortsbeauftragter Roland Grom den zentral gelegenen alten Schulgarten als neuen Treffpunkt für die Reither Bürger ins Gespräch. Es sei ein schönes heimeliges Fleckchen mit großen Bäumen darauf. Er betonte, dass bisher nichts geplant sei und er es hier und heute zur Diskussion stellen wolle. Wenn eine gemeinsam getroffene Entscheidung positiv ausfalle, wolle man das Projekt mit „Herz und Verstand“ angehen.











