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Immobilie in Hammelburg
Schloss Saaleck: Suche nach Investor „leider gescheitert“
Schloss Saaleck
Das Restaurant und Hotel von Schloss Saaleck in Hammelburg stehen seit Ende 2021 leer. // Wolfgang Dünnebier
Hammelburg – Die Zukunft von Schloss Saaleck bleibt weiter ungewiss. Obwohl die Hotelgruppe Grand Metropolitan Hotels ihr Interesse bekundet hat, sind die Bemühungen gescheitert. Die neusten Entwicklungen.

Wo Anfang des Jahres noch Hoffnung aufkam, gibt es jetzt schlechte Nachrichten: Die Zukunft von Schloss Saaleck bleibt weiterhin ungewiss. Der Vertrag mit dem Berater-Büro Volz und Partner aus Saarbrücken lief am 30. Juni aus – und das ohne Erfolg.

„Innerhalb dieser Laufzeit konnte – trotz intensiver Bemühungen – kein passender Pächter/Investor gewonnen werden“, teilt die Verwaltung in Hammelburg mit. Wie es nun weitergeht? Neue Erkenntnisse gebe es derzeit noch keine. Aber: „Das Büro Volz und Partner GbR hat aber signalisiert, dass es sich auch weiterhin mit der Suche nach einem geeigneten Pächter/Investor beschäftigen wird.“

Pächtersuche für Schloss Saaleck – die Vorgeschichte

Im Jahr 1964 erwarb die Stadt Hammelburg die Immobilie mitsamt Weingut; die städtischen Weinanlagen wurden dann 2011 an die Winzerfamilie Lange verkauft. Seit Anfang des Jahres betreibt Felix Karollus den ehemaligen Pferdestall des Schlosses als Eventlocation. Der Thulbaer möchte Hochzeitspaaren, Familien und Firmen in der historischen Anlage oberhalb von Hammelburg Gelegenheit zum Feiern bieten. Restaurant und Hotel stehen allerdings seit Abschied der langjährigen Pächter Ende 2021 leer.

2023 erhielt das Büro Volz und Partner aus Saarbrücken deshalb den Auftrag, Markt und Standort zu analysieren, ein Betriebskonzept und eine Wirtschaftlichkeitsprognose zu erstellen sowie nach möglichen Pächtern und Investoren zu suchen. Anfang des Jahres gab es dann gute Neuigkeiten: Die Hotelgruppe Grand Metropolitan Hotels hat mündlich bei einem Gespräch in der Stadtverwaltung sowie einer anschließenden Ortsbesichtigung und schriftlich in einem „Letter of intent“ ihr Interesse bekundet, als Pächter die Bewirtschaftung der Immobilie zu übernehmen.

„Wir sehen eine Chance am Standort. Wir sehen eine Chance, das auch nachhaltig zu betreiben, sowohl im ökologischen als auch im ökonomischen Sinne“, äußerte sich Wilhelm Weber, Leiter der Unternehmensentwicklung von Grand Metropolitan im Januar dieses Jahres. Für Schloss Saaleck habe sich das Unternehmen die Marke „Castlewood Hotels & Resorts“ vorgestellt. Das seien oftmals Häuser mit familiärem Touch, die übernommen und einer massiven Renovation unterworfen werden. „Sie sind in der Regel sehr naturnah und es sind traditionelle Häuser“, erklärte der Experte.

Kein Investor für die Immobilie gefunden

Das Manko an der Sache: die Finanzierung. „Wir übernehmen löffelfertig einen Betrieb oder eine Immobilie, die betrieben werden kann und auch darf.“ Um die Burg wirtschaftlich betreiben zu können, benötige es allerdings mindestens 100 Zimmer. Neben Umbau und Sanierung müsse die Immobilie also höchstwahrscheinlich auch noch um einen Neubau erweitert werden. Die Kosten für die notwendigen Arbeiten lägen bei der Stadt.

„Dass die Stadt Hammelburg das alleine nicht stemmen kann, darüber sind wir uns alle im klaren“, verdeutlichte Armin Warmuth (CSU) damals. Es sei ein Prozess, der nicht von heute auf morgen umzusetzen sei, sondern an den man sich langsam herantasten müsse. „Ich denke, wir haben einen Betreiber und wir wissen, es braucht mehr Bettenkapazität. Ohne zusätzliche Kapazität wird es nicht durchzuführen sein“, fasste Warmuth Anfang des Jahres zusammen.

Nun muss die Stadtverwaltung allerdings folgendes mitteilen: „Die Grand Metropolitan Gruppe hätte das Schloss lediglich gepachtet und betrieben. Voraussetzung war aber, dass ein Investor gefunden wird. Das ist leider gescheitert.“ 

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