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Klärschlammkonzept
Schondraer sagen Nein
Der Gemeinderat Schondra will sich nicht am Klärschlammkonzept der Rhönallianz beteiligen. Werden nun die eigenen Kläreinrichtungen ausgebaut?
Der Gemeinderat Schondra will sich nicht am Klärschlammkonzept der Rhönallianz beteiligen. Werden nun die eigenen Kläreinrichtungen ausgebaut? // Archiv/Steffen Standke
Schondra – Der Marktgemeinderat hat eine wichtige Entscheidung getroffen. Geld spielt dabei eine Rolle. Für Kinder und Jugendliche gibt es gute Neuigkeiten.

Der Marktgemeinderat Schondra hat eine wichtige Entscheidung zum Klärschlamm getroffen. Stellvertretender Bürgermeister Jochen Henz (FWS) informierte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung über eine Reihe nichtöffentlicher Beschlüsse. So hat sich der Gemeinderat nach eingehender Beratung gegen das gemeinsame Klärschlammkonzept der Rhönallianz entschieden, da die vorgestellte Lösung für den Markt wirtschaftlich nicht darstellbar ist.

Schondra wäre laut einer Machbarkeitsstudie mit 234.000 Euro bei einer gemeinsamen Schlammverwertung in Trübenbrunn dabei – ein im Vergleich zu anderen Mitgliedsgemeinden hoher Betrag. Grund: beträchtliche Abwässer der Rastanlagen Rhön-Ost und -West, die derzeit noch in der Kläranlage in Schönderling zusammenfließen.

Geld für Skaterplatz

Erfreut zeigten sich die Mitglieder des Marktgemeinderats darüber, dass ihr Antrag zur Förderung der Anlage eines Skaterplatzes als Kleinprojekt aus dem Regionalbudget 2023 genehmigt wurde. Wie der Sitzungsleiter, 2. Bürgermeister Jochen Henz (FWS), informierte, habe er den Auftrag für die Skateranlage aus Gründen der Dringlichkeit bereits vergeben.

Hintergrund ist, dass als frühester Liefertermin September 2023 angegeben wurde. Die Abrechnung der Maßnahme muss aber bis zum 20. September erfolgt sein, damit der Markt Schondra die Förderung erhalten kann. Mit dem Lieferanten habe er bereits vereinbart, dass die Lieferung der Anlage bis spätestens 35. KW / 2023 erfolgen wird. Der Marktgemeinderat genehmigte die Auftragsvergabe nachträglich. Die Kosten liegen bei rund 18.000 Euro.

Der Feuerwehrverein Schondra beantragte eine Bezuschussung der Reparatur der Vereinsfahre inklusive Totenbanner und legte dazu ein entsprechendes Angebot in Höhe von brutto 3968 Euro vor. Nach eingehender Beratung beschloss der Marktgemeinderat, die Renovierung der Vereinsfahne inklusive Totenbanner mit einem Zuschuss von zehn Prozent zu unterstützen. Vor der Auszahlung an den Feuerwehrverein Schondra müssen entsprechende Rechnungen vorgelegt werden.

Mistplatz mit Dach

In Singenrain soll an einem bestehenden Scheunengebäude ein überdachter Mistplatz angebaut werden. Das geplante Bauvorhaben befindet sich im Außenbereich. Die Zufahrt ist gesichert; eine Erschließung mit Wasser und Kanal ist nicht erforderlich. Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag, vorbehaltlich einer Privilegierung, die durch das Landratsamt zu prüfen ist, zu.

FSV gegen Umbau des Sportheims

Der FSV Schönderling teilt dem Marktgemeinderat mit, dass er sich gegen einen großen Umbau des Sportheims entschieden hat. Grund hierfür ist die wirtschaftliche Lage des Vereines. Der Vorstand geht davon aus, dass die Kosten für den Umbau, trotz Zuschüssen des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) und des Marktes Schondra nicht vom Verein getragen werden können.

Nach einer Beratung einigte man sich darauf, dass alle Beschlüsse der Marktgemeinde Schondra bezüglich einer Kostenübernahme beziehungsweise Förderung in Bezug auf das FSV-Heim/Dorfgemeinschaftshaus aufgehoben werden. Dieser Beschluss gilt jedoch nicht für bereits durchgeführte Zahlungen.

Urnengräber in Singenrain

Auf dem Friedhof in Singenrain soll ein Urnenfeld angelegt werden. Der Marktgemeinderat beschloss daher, den in einem vorgelegten Lageplan gekennzeichneten Bereich für die Anlage von Urnengräbern zu widmen. Die Festlegungen in der Friedhofssatzung hinsichtlich der Gestaltung der Grabdenkmäler sowie die weiteren Festsetzungen werden Gegenstand eines gesonderten Beschlusses.

2. Bürgermeister Henz gab dem Gremium anschließend das Schreiben des Landratsamtes zum Vorschlag von Jugendschöffen bekannt.

Marktgemeinderatsmitglied Andreas Martin macht auf das vergangene Starkregenereignis am 13. März aufmerksam. In diesem Zusammenhang sei sehr viel Wasser an der Einmündung der alten Schildecker Straße aufgetreten. Dem 2. Bürgermeister ist dieses Problem bekannt. Es werden Maßnahmen zur künftigen Prävention in die Wege geleitet.

Neue Geräte für Spielplätze

Für die folgenden gemeindlichen Gebäude wurde im ersten Schritt die Möglichkeit zur Fremdeinspeisung von Strom beauftragt, so dass eine Notstromversorgung möglich ist: Wasserversorgung Brunnen, Kläranlage und Bauhof mit FFW Schondra.

Die Spielplätze in Schönderling und Singenrain bekommen neue Spielgeräte. Für die Grundschule Schondra wurden Sprungkästen angeschafft.

Nach Ostern beginnen im Friedhof in Schönderling die Arbeiten zur Anlage des Urnengräberfeldes, die voraussichtlich bis Pfingsten dauern.

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