In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses hatte Bürgermeister Michael Kastl (CSU) erst eine schlechte Nachricht, obwohl doch der Titel aus Münnerstädter Sicht einen guten Klang hat: Die Staatsregierung hat die Teilnahme der Stadt am Projekt „LANDSTADT BESTAND, eine Initiative für innovative Stadtentwicklung“ nicht bewilligt.
Eine nähere Begründung erfolgte nicht, jedoch lässt sich aus der kurzen Erklärung des Bürgermeisters herauslesen, dass wohl ein Regionalproporz eine Rolle gespielt haben könnte, denn „eine andere Kommune in der Region hatte sich auch beworben“.
Außerdem besitzt Münnerstadt schon die Option zur Förderung von LANDSTADT BAYERN für das Treibhausprojekt. Der Ausschuss nahm die Entscheidung ohne Aussprache zur Kenntnis.
„Vorläufigen Haushaltsführung“ im nichtöffentlichen Teil
Entscheidungen zur „vorläufigen Haushaltsführung“ hat der Ausschuss vom öffentlichen in den nichtöffentlichen Teil verschoben, also die Notwendigkeit, trotz des noch nicht genehmigten Haushalts für 2025 Wege zu finden, um dringende Aufgaben erledigen. Auch das erfolgte ohne Aussprache.
Die Mitteilungen und Anfragen sind seit jeher die Stunde der Ortsreferenten bzw. Ortssprecherinnen. Für den Windheimer Stadtrat Klaus Schebler gab es in den letzten Tagen wegen des Brandes in der örtlichen Trafostation (wir berichteten) viel zu tun: „Ich kam erst nach 38 Stunden zum Schlafen“.
Weitere Trafostation
Er nutzte die Gelegenheit der Verwaltung und insbesondere der Feuerwehr für das schnelle und umsichtige Handeln zu danken. Nach einem Gespräch mit dem Stromversorger Bayern-Werk stellt sich für ihn heraus, dass es ein kleines Nachbargrundstück gibt, auf dem schnell eine weitere Trafostation errichtet werden kann.
Die Ausgebrannte am alten Platz ist bereits durch ein neues Bauwerk ersetzt. Mit zwei Verteilerstationen kann die Versorgung von Windheim, insbesondere das Senioren-Pflegeheim „Haus der Familie“ besser abgesichert werden.
Außerdem stellte sich durch die Notsituation im Dorf wieder das Problem der Mobilfunkerreichbarkeit. Klaus Schebler: „Herr Bürgermeister, das sollte die Verwaltung schnell angehen“, nämlich Trafostation und Mobilfunkmast zusammen planen.
Firma PYUR kündigt Verträge
Stadtrat Arno Schlembachaus Großwenkheim wurde informiert, dass die Firma PYUR (Internetverkabelung) in Großwenkheim die Verträge kündigt. „Inzwischen hat es auch mich erwischt“, so der Ortsreferent. Es gibt dort auch die Telekom mit einem eigenen Kabelnetz.
Ausgangspunkt der aktuellen Problematik war im letzten Jahr der Brand eines Wohnhauses, bei dem der überall in Großwenkheim noch großflächig vorhandene Dachständer für Strom- und Internetkabel zerstört wurde. Damit war auch in dem Stadtteil die Erdverkabelung ein vorrangiges Thema geworden.
Ein Problem zur falschen Zeit
Das Problem ist laut Bürgermeister Kastl komplex und natürlich aus seiner Sicht zur falschen Zeit entstanden. Die Stadt hat die Glasfaserverlegung in die Erde durch Förderprogramme auf den Weg gebracht, mit der Ausnahme von Großwenkheim, weil der Ort zwei Kabelanbieter hat. (Wir berichteten mehrfach). Jetzt stellt sich die Situation neu und ob es einen Weg in die aktuelle Förderung gibt, scheint zweifelhaft.
Die Verwaltung wird sich kundig machen. Und weil erst zwanzig Minuten des öffentlichen Teils vorbei waren, bekam auch noch Ines-Ulrike Rudolph das Wort, um ausführlich den Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern den „Treibhaus-Sommer“ ans Herz zu legen. Höhepunkt ihrer Ausführungen war der Wunsch von jungen Nutzenden „Die Halle ganzjährig als Indoor-Spielfläche“ zur Verfügung zu stellen. Es wird auch gelächelt im Kommunalparlament.














