Bei einer Bäderlandtour durch den Landkreis besuchte Bayerns Staatssekretär Martin Schöffel (CSU) am Donnerstag das Staatsbad Bad Brückenau. Kurdirektorin Andrea Schallenkammer hatte den Landtagsabgeordneten und Staatssekretär des bayerischen Heimat- und Finanzministeriums zuvor eingeladen – und schwärmte dabei von „dem schönsten Staatsbad in Bayern“.
Im Rahmen einer Besichtigung von Wandelhalle und Kursaal informierte Schallenkammer ihren Gast in Begleitung von Landrat Thomas Bold (CSU) über die lange Historie und die neueren Entwicklungen in den Kuranlagen.
Staatsbad in gutem Zustand
Schöffel zeigte sich beeindruckt von der Organisation des Brückenauer Staatsbades, das als einziges der drei Bäder im Landkreis noch komplett durch den Freistaat Bayern geführt wird. Die Erfolge der vergangenen Jahre seien bemerkenswert. Alle Gebäude seien in einem guten Zustand, es gebe vielfältige Nutzungen und ein breitgefächertes gastronomisches Angebot.
Schallenkammer hob die Investitionsbereitschaft des Freistaates hervor, etwa bei den Sanierungsarbeiten an der Wandelhalle während der Pandemie oder beim Haus Hirsch, für dessen Übernahme bereits Interessensbekundungen vorlägen.
Keine Bewertung der Staatsbäder
Auf ein Ranking der Staatsbäder (Bad Brückenau, Bad Bocklet, Bad Kissingen) im Landkreis wollte sich Schöffel jedoch nicht einlassen. „Jedes der drei Staatsbäder hat sein eigenes, ganz besonderes Flair und seine Besonderheiten“, betonte er diplomatisch.
Kommunalfinanzen: Bayern steuert gegen
Bei seinem Spaziergang durch die malerischen Anlagen des Schlossparks kam Schöffel auf Nachfrage auf die schwierige Lage der Kommunen in Bayern zu sprechen. Diese sähen sich zunehmend in ihrer finanziellen Handlungsfähigkeit eingeschränkt.
Der Staatssekretär erklärte, dass die Gemeinden, Landkreise und Bezirke in den vergangenen Jahren viele Aufgaben des Bundes übernehmen mussten – darunter Integration und Ganztags-Kita-Garantie. Bayern steuere mit dem kommunalen Finanzausgleich gegen, der aktuell zwölf Milliarden Euro umfasse. Zusätzlich gebe der Freistaat mit 22 Milliarden Euro so viel wie noch nie aus dem Staatshaushalt in Form von Fördergeldern an die Kommunen weiter.
„Da war hauptsächlich die Bundespolitik verantwortlich“, schob Schöffel die Verantwortung für die kommunalen Finanzprobleme dem Bund zu.
Stadt Bad Brückenau nicht im Terminkalender
Ein Besuch der nur drei Kilometer entfernten Stadt Bad Brückenau, die von SPD-Mann Jan Marberg geführt wird, hatte übrigens keinen Einzug in den Terminkalender des Staatssekretärs gefunden.










