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Staatsbad Bad Brückenau
Historischer Pavillon erhält frischen Glanz
Die Generalsanierung im Haus Hirsch im Staatsbad Bad Brückenau hat begonnen: Im Schlosspark versucht die Kurverwaltung so wenig wie möglich die Ruhe der Besucher stören.
Die Generalsanierung im Haus Hirsch im Staatsbad Bad Brückenau hat begonnen: Im Schlosspark versucht die Kurverwaltung so wenig wie möglich die Ruhe der Besucher stören. // Julia Raab
Foto aus dem Jahr 2025: Die Arbeiter wandeln versteckt hinter einem Fotovorhang des Gebäudes. Das Haus Hirsch wird generalsaniert.
Foto aus dem Jahr 2025: Die Arbeiter wandeln versteckt hinter einem Fotovorhang des Gebäudes. Das Haus Hirsch wird generalsaniert. // Julia Raab
Staatsbad Brückenau – Ein Fotovorhang verwandelt das Haus Hirsch im Staatsbad in ein Kunstwerk nach dem Vorbild berühmter Gebäude. Was hinter dem Vorhang passiert.

Aktuell sorgt eine Immobilie im Schlosspark im Staatsbad für einiges an Aufsehen. „Ich werde oft darauf angesprochen", sagt Andrea Schallenkammer, Kurdirektorin im Staatsbad Bad Brückenau. Gemeint ist das Gebäude Haus Hirsch, prominent und mitten im Park gelegen. Es trägt einen Fotovorhang des Hauses und verdeckt so die Sanierung zumindest etwas in der ruhigen Umgebung. 

Im Schlosspark im Staatsbad Bad brückenau gut versteckt hinter einer Fotoleinwand: Die Generalsanierung des Gebäudes Haus Hirsch dauert noch bis Ende des Jahres.
Im Schlosspark im Staatsbad Bad Brückenau gut versteckt hinter einer Fotoleinwand: Die Generalsanierung des Gebäudes Haus Hirsch dauert noch bis Ende des Jahres. // Julia Raab

Nach berühmten Vorbildern wie beispielsweise Big Ben oder Brandenburger Tor, die während Bauarbeiten in der Vergangenheit mit Fotovorhängen versehen waren um enttäuschten Touristen entgegenzukommen, fand Schallenkammer die Idee für das Gebäude mitten im Schlosspark passend. 

Letztes Gebäude aus Gründerjahr

Der barocke Pavillon wurde 1747 im Gründungsjahr des Bades erreichtet. Es ist noch das einzige von damals sechs Gebäude im Ensemble, das noch original aus diesem Jahr stammt. In den 1980er Jahren wurde es bereits saniert, „jetzt ist aber eine Generalsanierung fällig", erklärt Schallenkammer. Das bedeutet, dass vom Dach über Elektronik, Wasser, Böden, Decken und Wände alles erneuert werden müsse. 

Foto aus dem Jahr 2025: Die Substanz des Gebäudes Haus Hirsch im Staatsbad Bad Brückenau ist marode und wird in Abstimmung mit dem Denkmalschutz saniert.
Foto aus dem Jahr 2025: Die Substanz des Gebäudes Haus Hirsch im Staatsbad Bad Brückenau ist marode und wird in Abstimmung mit dem Denkmalschutz saniert. // Julia Raab

Die Fenster wurden bereits vor einigen Jahren erneuert und benötigen, laut dem verantwortlichen Architekt Stefan Richter, lediglich einen neuen Anstrich. In enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz wird das Gebäude auf einen neuen Stand gebracht. „Es soll natürlich so viel wie möglich erhalten bleiben", sagt Schallenkammer. 

Feuchtigkeit und Schädlinge zerstören Gauben

Aktuell ist das Dach abgedeckt. Hier zum Vorschein kamen durch Feuchtigkeit und Schädlinge beschädigte Dachgauben. Daher müsse der Dachstuhl jetzt ausgetauscht und verstärkt werden. „Bei solch einem alten Gebäude kann es immer zu Überraschungen kommen", weiß Schallenkammer aus Erfahrung. Zum Einsatz kommen natürliche Materialien, ähnlich wie bei der Sanierung der benachbarten Villa Schwan. 

Foto aus dem Jahr 2025: Die Arbeiter wandeln versteckt hinter einem Fotovorhang des Gebäudes. Das Haus Hirsch im Schlosspark vom Staatsbad Bad Brückenau soll bis Ende November generalisiert werden.
Foto aus dem Jahr 2025: Die Arbeiter wandeln versteckt hinter einem Fotovorhang des Gebäudes. Das Haus Hirsch im Schlosspark vom Staatsbad Bad Brückenau soll bis Ende November generalisiert werden. // Julia Raab

Bis vor einem Jahr war das Gebäude noch verpachtet. „Die Generalsanierung ist aber nur ohne Mieter möglich", erklärt die Kurdirektorin. Seitdem arbeite die Kurverwaltung gemeinsam mit Denkmalschutz und Architekturbüro an dem Plan für das Gebäude.

Interessenten für barocken Pavillon vorhanden

Der Pavillon im Schlosspark selbst hat schon einiges hinter sich: Neben Mietwohnungen war bereits ein Kosmetiksalon und die Kurseelsorge ansässig. Vor Jahrzehnten beherbergte das Haus unter anderem eine Sparkassenfiliale und eine Apotheke. 

Foto aus dem Jahr 2025: Die Arbeiter wandeln versteckt hinter einem Fotovorhang des Gebäudes.
Foto aus dem Jahr 2025: Die Arbeiter wandeln versteckt hinter einem Fotovorhang des Gebäudes. // Julia Raab

Der barocke Bau soll zukünftig zwei Appartements, Tagungsräume im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss, eine Teeküche und Sanitäranlagen beinhalten. Schon jetzt schreibt die Kurverwaltung das Objekt zur Verpachtung ab Dezember aus. „Es gibt Interessenten", verrät Schallenkammer. Fest stehe aber noch nichts. 

700.000 Euro Kosten für Sanierung

Bis Ende November - so ist es zum jetzigen Zeitpunkt geplant - sollen die Bauarbeiten fertig sein. Die Generalsanierung kostet rund 700.000 Euro. Laut Exposee auf der Internetseite des Staatsbades soll die zukünftige Pacht 2.000 Euro netto betragen. 

 

 

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