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Euerdorf in digitaler Welt
Welche App darf es sein?
Gemeinderat Euerdorf online
Auf die Webseite der Gemeinde greifen die vorgestellten Apps zu. Außerdem gibt es PIN-Wände und Kalender und die Vereine können ihr Angebot präsentieren. // Hilmar Ruppert
Gemeinderat Euerdorf
Der Sportverein Wirmsthal erhält für die Pflege des Wohnmobilstellplatzes unweit des Sportgeländes eine jährliche Entschädigung in Höhe von 500 Euro. // Hilmar Ruppert
Euerdorf – Von Pocketdorf bis Heimat-Info: Der Gemeinderat Euerdorf informiert sich über Vor- und Nachteile.

„Wir haben jetzt sehr viel Information über Apps bekommen und die muss nun erst einmal eingeordnet werden“, sagte Bürgermeisterin Heike Vogt nach der Präsentation von gleich drei sozialen Netzwerken in der Gemeinderatssitzung. Einen direkten Auftritt hatten Janine Krappmann und Tine Büdel von der Regionalentwicklung Landratsamt Bad Kissingen mit der Community App „Pocketdorf“, über Videokonferenz stellten Christopher Pfuhl die „Orts-App-Euerdorf“ und Dominik Schweiker die „Heimat-Info-App“ vor.

Alle Präsentationen sahen das Netzwerk als einen geschützten Raum, aber auch als ein mächtiges Tool um Informationen zu streuen. Die Apps beinhalten PIN-Wände, um auf einen Blick zu sehen was in der Gemeinde passiert. Durch einen einfachen Zugang sollen Hemmnisse abgebaut und ein Einstieg in die digitale Welt geboten werden.

Daneben gibt es einen Kalender und die Vereine können ihren Auftritt präsentieren. In ihren Präsentationen gingen die Anbieter auf die Anzahl ihrer Kunden ein und hoben die Vorzüge ihrer App hervor. Es sei dabei durchaus schon möglich, dass die KI nur aus Stichpunkten einen Artikel inklusive Foto zu einer Veranstaltung erstellt.

Bei einer App hat das Administratorenteam zu jeder einzelnen Veröffentlichung das letzte Wort. Zwischen den vorgestellten Apps stellte das Gremium durchaus aber auch Unterschiede fest, über anfallende Kosten wurde im nichtöffentlichen Teil gesprochen. Einhellig herrschte zum Thema die Meinung vor, dass sich doch alle vier Mitgliedsgemeinden der VG auf eine App einigen sollten, um es so für die Verwaltung einfacher zu gestalten.

Zuschuss für Vereine

Auf der Tagesordnung stand auch ein neuer Grundsatzbeschluss zur Förderung der örtlichen Vereine. In der letzten Amtsperiode hatte sich das Gremium darauf verständigt, den Vereinen auf Antrag eine generelle Förderung von 20 Prozent zu bewilligen. Diese Regelung war auf die Amtsperiode 2020 bis 2026 beschränkt.

Auch in der neuen Amtsperiode bis 2032 können Vereine eine Förderung von 20 Prozent ihrer nachgewiesenen Kosten erhalten. Für die Gewährung von Zuschüssen bis 900 Euro ist im Einzelfall die Bürgermeisterin zuständig, einen Investitionszuschuss von mehr als 2000 Euro sollen die Vereine im Vorfeld beim Gemeinderat anzeigen. „Jeder Verein hat auch Einnahmen und es muss nicht für jede Ausgabe eine gemeindliche Förderung beantragt werden“, so Michael Röder zum Thema. Der neue Grundsatzbeschluss wurde vom Gremium mit 9:2 Stimmen angenommen.

Der Rat traf auch die finale Entscheidung über die Aufwandsentschädigung an den Sportverein Wirmsthal für die Betreuung des Wohnmobilstellplatzes in Wirmsthal. Nach den Worten von Guntram Gock werde der Platz auch deshalb so gut angenommen, weil die Nutzung auf Spendenbasis läuft. Stundenmäßig sei der Einsatz schwierig zu planen, auch die Mäharbeiten würden nach Bedarf erfolgen. Der Marktgemeinderat stimmte einer jährlichen Aufwandsentschädigung für den Sportverein Wirmsthal in Höhe von 500 Euro zu.

Kinder bald auch im Dach

Keine Einwände erhob man gegen das geplante Bauvorhaben zur Umnutzung des Dachraums zum Gruppenraum und Anbau einer Fluchttreppe am gemeindlichen Kindergarten.

Abschließend sprach sich Edgar Röder positiv über die Teilnahme des Marktes Euerdorf am Projekt „Licht aus – Sterne an“ aus. Durch die Abschaltung der Straßenlaternen falle jedoch der unterschiedliche Leuchtmitteleinsatz auf den Privatgrundstücken besonders auf. Den Sicherheitsaspekt, der durch Beleuchtung entsteht und an den sich die Bürger mittlerweile gewöhnt hätten, dürfe man aber nicht außer acht lassen, so 2. Bürgermeister Michael Röder und Gemeinderätin Kathrin Klingspies.

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