0
Aus dem Gemeinderat
Wärmeplanung, Schloss und Defibrillator
Bauabschnitt 1 am Schloss  in Ebenhausen abgechlossen
Am Schloss Ebenhausen steht nun der zweite Bauabschnitt an. Für die gelungene Sanierung des ersten Flügels hatten die Bauherren 2025 den „Förderpreis der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz“ erhalten. // Hans-Peter Hepp
Bauabschnitt 1 am Schloss  in Ebenhausen abgechlossen
Das Wappen über dem Eingang ist wieder wie neu. // Hans-Peter Hepp
Oerlenbach – Der Gemeinderat freut sich über die neuen Hausärzte für Oerlenbach und genehmigt Bauanträge ohne Gegenstimmen.

„Weil wir schneller bei den Menschen sind, können wir die beste Erstversorgung leisten!“ Frank Weitz stellte die AED (steht für automatisierter externer Defibrillator)-Gruppen in der Gemeinde Oerlenbach bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vor. Jeweils 15 Personen sind für die beiden Kombis Ebenhausen/Oerlenbach und Rottershausen/Eltingshausen für die Einsätze bestens ausgebildet. Die Idee dahinter überzeugt. Im Extremfall ist die verunfallte Person praktisch leblos und seine Umgebung in (verständlicher) Aufregung. Da können die Helfer zum nächsten gelegenen AED gelangen und schnell vor Ort eingreifen. Jede Minute, das berichtet Franz Weitz, zählt. Die AED-Gruppen könne man nicht mit den „First Respondern“ gleichsetzen, meinte der Fachmann aus der Reihe der Ebenhäuser Feuerwehr. Bürgermeister Nico Rogge (CSU) lobte das Engagement der freiwilligen Ersthelfer.

Zweiter Bauabschnitt und Förderpreis

Oerlenbach hat nun wieder einen Hausarzt, besser gesagt sogar zwei. Rogge erinnerte an die neue Lösung; die Gemeinde hatte dies bereits in den Medien veröffentlicht. Jetzt – in der Startphase – gebe es wenige Sprechstunden, die Nachfrage wird dies auf Dauer für den Ort lösen. Rogge dankte auch den anderen Praxen, die während der Vakanz Oerlenbacher Bürger versorgten.

Ohne Gegenstimmen passierten alle Bauanträge das Gremium. Am Schloss Ebenhausen steht der zweite Bauabschnitt an. Schüttbau und Remise sollen zu Wohnzwecken umgebaut und ertüchtigt werden. Das Schloss hatte in diesem Jahr für die gelungene Sanierung des ersten Flügels bereits den „Förderpreis der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz“ erhalten. Der Innenhof des ehemaligen Prachtbaus soll auch künftig für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Außerdem wird in der Heglerstraße ein Lagerraum höher, und es entsteht eine neue Lagerhalle in der Ebenhäuser Straße. Etwaige Prüfungen durch das Landratsamt für die Bauanträge stehen aber noch aus.

Wärmeplanung für die Ortsteile

Oerlenbach kann sich der Förderung bei der kommunalen Wärmeplanung sicher sein. Als eine der ersten hatte die Kommune ihren Antrag gestellt. Nun skizzierten Tobias Eckardt (Bayernwerk) und Sebastian Stöhr (Institut für nachhaltige Energieversorgung) die ersten Erkenntnisse für das Gemeindegebiet.

Auf den Grafiken, Karten und Übersichten war die bisherigen Wärme- und Energieversorgung für die vier Ortsteile zu sehen und erste Ideen deutlich geworden. So können sich die beiden Fachleute eine Nahwärmeversorgung im Bereich Hegler-Werke und Bundespolizei vorstellen. Zum künftigen Mix für Energie und Wärme zählen unter anderem Solarthermie-Anlagen auf Privathäusern, das Flächen-PV-Areal in der Nähe der Autobahn und die Windkrafterzeuger.

Sirene auf der Turnhalle

Keinen Einspruch erhebt Oerlenbach gegen Pläne der Stadt Bad Kissingen im Bereich der „ehemaligen Kaserne“. Das Rathaus war als Nachbargemeinde angefragt worden. Weil die Brücke am Weidenweg in Rottershausen unbedingt saniert werden muss, hat der Gemeinderat jetzt den Planungsauftrag vergeben. Rund 20.000 Euro kostet die Ingenieursleistung, im Umfeld werden zudem kleinere Sanierungsaufgaben in Angriff genommen.

Ebenhausen erhält eine neue, zusätzliche Sirene auf der Turnhalle, so sollen künftig alle Einwohner den Alarm hören können. Weniger Bürokratie und die gleichen Fördersummen: So schaut es künftig bei den Investitionszuschüssen für die Kindergärten aus. Langwierige Anträge und ebenso intensive Prüfungen bei den anfallenden Kosten wird es nicht mehr geben. Die Fördersummen sind durch die Zahl der Kinder gedeckelt, große Baumaßnahmen fallen nicht in diese Kategorie.

„Für repräsentative Zwecke“, so steht es in der Tagesordnung, erhält die Freiwillige Feuerwehr Oerlenbach nun neue Wetterjacken. Als Beispiel nannte Rathauschef Nico Rogge Aufgaben der Feuerwehr am Volkstrauertag.

So geht es weiter mit dem Ratshausaufzug

Zweimal stand das Isek, das städtebauliche Förderprogramm für Oerlenbach, auf der Agenda. Dabei ging es um den nächsten Schritt für den Ratshausaufzug und um den Projektfonds. Beides steht seit einiger Zeit fest, die notwendigen Zahlen gehen jetzt an die Regierung von Unterfranken.

Die offizielle Eröffnung lässt noch auf sich warten, die letzten Arbeiten am und im neuen Feuerwehrgerätehaus in Ebenhausen sollen aber bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Vielleicht, so regte es der Bürgermeister an, können man das neue Konstrukt – eine Kombination aus Feuerwehrhaus und Treffpunkt für die Bürger – im Umfeld der alljährlichen Versammlung der Floriansjünger zum Jahresstart (Dreikönigstag) einweihen.

Inhalt teilen
  • kopiert!