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Energie-Coaching
Wie wird in Zukunft im Markt Oberthulba geheizt?
Markt Oberthulba
Der Erdgasanteil am Wärmebedarf im Markt Oberthulba beträgt rund 15 Prozent, davon etwa die Hälfte gewerblich. (Symbolfoto) // Sina Schuldt (dpa)
Oberthulba – Die Gemeinde hat in einem Energie-Coaching mehrere Faktoren untersuchen lassen. Das kam raus beim kommunalen Energiemanagement und der kommunalen Wärmeplanung.

Im vergangenen Jahr beteiligte sich der Markt Oberthulba an einem Energiecoaching - einem Förderprogramm der Regierung von Unterfranken. Neben Potentialanalyse und kommunalem Energiemanagement verwendete man übrige Stunden auf die Einschätzung zur kommunalen Wärmeplanung.

„Dies war eine gute Vorbereitung für die nun anstehende Beratung und Beschlussfassung über die kommunale Wärmeplanung im Markt Oberthulba“, sagte Geschäftsführerin Nicole Wehner in der jüngsten Sitzung, die in Abwesenheit des Bürgermeisters vom 2. Bürgermeister Jürgen Kolb geleitet wurde.

In zwei der acht Ortsteile komme das vereinfachte Verfahren, in sechs Ortsteilen gar das verkürzte Verfahren für die Wärmeplanung zum Tragen. In Hetzlos, Schlimpfhof, Hassenbach und Frankenbrunn liege eine lockere Bebauung vor, der geringe Erdgasverbrauch diene fast ausschließlich für Wohnzwecke.

Hoher Erdgasverbrauch

Im Ortsteil Oberthulba zählt man viele Anschlussnehmer und absolut gesehen einen hohen Erdgasverbrauch. Der Erdgasanteil am Wärmebedarf beträgt rund 15 Prozent, davon etwa die Hälfte gewerblich. In Reith liegt der relative Anteil bei 16 Prozent, davon etwa 75 Prozent gewerblich.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze sind alle Kommunen verpflichtet, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen, für den Markt Oberthulba ist sie spätestens bis zum 30. Juni 2028 vorzulegen.

Für die Erstellung erhalte die Gemeinde Konnexitätszahlungen in Höhe von 41.000 Euro, ein Planungskonvoi zusammen mit Nachbargemeinden werde nicht gebildet, so Wehner. Die Wärmeplanung wird mit fachlicher Unterstützung eines externen Planungsbüros erfolgen, die Verwaltung wurde angewiesen einen Planer zu beauftragen, die Kosten dafür sind im Haushaltsplan 2027 einzuplanen.

Planungssicherheit für die Bürger

„Die Grundlagenuntersuchung ist durchaus sinnvoll, auch mit einem Negativergebnis erhalten die Bürger Planungssicherheit für eine zukunftsfähige Aufstellung“, beantwortete Wehner die Frage von Gemeinderätin Kerstin Neder, was dies den Bürgern bringe. Gleichzeitig wies Wehner darauf hin, dass das Thema den Gemeinderat in nächster Zeit noch öfter beschäftige und sie bat das Gremium, die Erwartungen dazu nicht zu hoch zu schrauben. Lange Wege für den Energietransport über die acht Ortsteile würden hier zu schaffen machen, „ich kann mir schon vorstellen, wie es ausgeht, es wird wohl keine Überraschungen geben“, brachte Alexander Muth ein.

Zu entscheiden hatte das Gremium noch über einen Antrag auf Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang an die gemeindliche Wasserversorgung für ein Grundstück in der Gemarkung Thulba. Vom Anschlusszwang kann befreit werden, wenn die Benutzung aus besonderen Gründen auch unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Gemeinwohls nicht zumutbar ist. Die Erschließung mit einer Leitung sei hier unwirtschaftlich, die Wasserversorgung diene nur dem Tränken der Tiere und die Anzeige zur Brunnenbohrung liege dem Landratsamt bereits vor, so der Antragsteller.

Brunnen fürs Vieh

Der Brunnen soll dem Tränken von Vieh (maximal 150 Bullenmastrinder) dienen, die maximale Entnahmemenge beläuft sich auf rund 3650 Kubikmeter jährlich. Bei einer Enthaltung wegen persönlicher Beteiligung stimmte das Gremium der Teilbefreiung des Grundstücks an die gemeindliche Wasserversorgungsanlage zum Tränken von Vieh widerruflich zu.

Simone Kreile erläuterte noch einmal den bereits vorbesprochenen Bauantrag zum Ersatzneubau eines Einfamilienwohnhauses mit energetischer Sanierung des Bestandes, sowie Errichtung eines Anbaus und Carports in Wittershausen, Garitzer Straße. Das bestehende Wohngebäude wird hierbei um ein weiteres Geschoss (Keller/Garage und zwei Wohngeschosse) ergänzt. „Wieder ein Leerstand weniger“, lobte Elmar Sell das Engagement des Bauherrn, der Marktgemeinderat gab sein Einverständnis.

Wann stehen die Bürgerversammlungen an?

Abschließend veröffentlichte Jürgen Kolb die Termine für vier Bürgerversammlungen, alle im Oktober. Thulba, Sportheim am 6., Oberthulba, Pfarrsaal am 7., Reith, Sportheim am 20. Und Wittershausen, Feuerwehrhaus am 21., Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.

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