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BBZ Münnerstadt
Bewegender Abschied von Georg Gißler und Christian Zintl
BBZ Münnerstadt
Viele wollten sich von Georg Gißler (4.vonl inks) und Christian Zintl (3. von rechts) persönlich verabschieden. Jochen Lembach (4.von rechts) wurde ins Amt als Schulleiter eingeführt. Unser Bild zeigt außerdem Rudolf Hoffmann (vorne, von links), Sabine Dittmar, Mario Götz sowie (rechts) Sonja Scholz und Susanne Weizendörfer, dahinter Leo Pfennig, die Schülervertretung und die Personalvertretung. // Hartmut Hessel
Münnerstadt – Emotionale Abschiede am BBZ Münnerstadt: Schulleiter und Stellvertreter beginnen ihren Ruhestand nach langjährigem Engagement.
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Schulleiter Georg Gißler und sein Stellvertreter Christian Zintl sind mit einer bewegenden Verabschiedung am Berufsbildungszentrum in Münnerstadt (BBZ) in den Ruhestand entlassen worden. Gelobt wurden „der Geist von Münnerstadt“, wie es die ehemalige Schülerin Sabine Dittmar (MdB, SPD)  formulierte, und „die hohe Akzeptanz an der pädagogischen Basis“, wie es Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer erklärte.

Rudolf Hoffmann und Domkapitular Clemens Bieber, die beiden Vertreter der Caritas, deren Schulen-gGmbH das neue BBZ zusammen mit dem Landkreis Bad Kissingen entwickelt hat und Teilhaber mit zwei von sechs Schulen unter dem BBZ-Dach ist,  lobten, dass die Bildungsanstalt unter den zwei scheidenden Chefs „die verschiedenen Schulen als Einheit nach Innen und Außen zusammengehalten hat“.

Zwischen Kammermusik, Klaviersolo und Chorgesang zeigte sich, welch prägende Menschen in den letzten Jahren das BBZ geleitet haben. Das konnte man an der großen Schar der Ehrengäste erkennen. Neben dem Hausherrn, Landrat Mario Götz, und Domkapitular Clemens Bieber für die Caritas, sowie Regierungspräsidentin Susanne Weizendörfer und Drittem Bürgermeister Leo Pfennig waren auch die ehemalige Schulleiterin Astrid Kron und Schulleiter Harry Koch zugegen.

Elmar Wiessner vertrat den Förderverein. Die vielen Vertreterinnen und Vertreter von Partnereinrichtungen und -firmen, die für die Praktikums- und Ausbildungsstellen sorgen, waren ebenfalls gekommen.     Und natürlich die große Patchwork-Schulfamilie, die die –  manchmal als Ausnahmeschule bezeichnete Bildungseinrichtung – so besonders macht.

Sehr moderne Schule

Landrat Mario Götz, weniger als 90 Tage im Amt, spürt trotzdem bereits das gute Klima der landkreiseigenen Schule: „Es ist die Menschlichkeit, die Kollegialität und wirklich das Lachen, das einem begegnet“, sagte er.  Mario Götz brachte seinen Vorgänger Thomas Bold in Erinnerung, von dem er die Details zur Entwicklung des neuen Schulbaus erfahren habe und der die sehr tatkräftige, umsichtige und freundliche Mitarbeit der beiden Schulleiter hervorgehoben habe.

„Die modernste Schule im Landkreis Bad Kissingen, nach dem Stand der Technik und vor allem, weil es bei der Planung vorrangig um die jungen Menschen und ihre Möglichkeiten ging, ist jetzt Vorbild für andere Schulen“, so der Landrat.

Praxis und Abwechslung

Sandra Neubauer und Johann Heinrich, die Sprecher der lernenden Menschen, die einen gradlinigen oder auch queeren Weg als Ältere in das Berufsbildungszentrum gefunden haben, charakterisieren Georg Gisler und Christian Zintl in ihren Gemeinsamkeiten, und doch meinten sie, „ dass es nichts Gegensätzlicheres gibt“ als die beiden Ruheständler.

Der Unterricht sei praxisnah und abwechslungsreich, die Schule biete viele Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln. „Und wenn wir diese Eigenschaften einer Obstsorte zuordnen müssten, wäre das der Mürschter Apfel!“   Als Geschenk der Schülerinnen und Schüler standen  passend zwei Apfelbäume auf der Bühne.

Eine szenische Lesung zum Wirken von Georg Gißler und Christian Zintl trugen vier Vertreterinnen des Personalrats vor. Auch sie lobten die Schulfamilie, für die Zintls Aufstieg vom Schüler zum Kollegen bis hin zur stellvertretenden BBZ-Leitung sinnbildlich sei.   „Sie haben als Familienoberhäupter der Schule Orientierung gegeben. Es war die Gelassenheit, ihr Humor und die Gabe, den Menschen nie aus den Augen zu verlieren, was sie auszeichnet.“

Reibungsloser Übergang

Mit Jochen Lembach gibt es einen reibungslosen  Übergang am Berufsbildungszentrum.  Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer zeichnete seinen Lebensweg nach: So  startete er mit einer Ausbildung im Einzelhandel in einem Kaufhaus. Dort wurde er dann Ausbildungsleiter und erwarb auch den Handelsfachwirt. Mitte der Neunziger begann Jochen Lembach ein Studium in Erlangen zum Diplom-Handelslehrer. Nach dem ersten Staatsexamen ging der Weg über das kaufmännische Berufsbildungszentrum Würzburg wieder nach Bad Neustadt an die Fachoberschule zurück.

 Nach dem zweiten Staatsexamen 2002 erfolgte der Ruf an die Berufsschule Bad Kissingen. Dort wurde Jochen Lembach Betreuer für die Referendare und später auch weiteres Mitglied der Schulleitung. 2024, inzwischen zum Studiendirektor ernannt, wechselte der ehemalige Kaufmanns-Azubi ans BBZ in Münnerstadt als stellvertretender Schulleiter.

 Lebendiges Miteinander

Der neue Schulleiter sagte in seiner Antrittsrede: „Diese Schule ist kein gewöhnlicher Lernort. Sechs Schulen – staatliche Berufsfachschulen für Kinderpflege, Sozialpflege, sowie Ernährung und Versorgung, die Berufsfachschule für Pflege sowie unter der Trägerschaft der Caritas die Fachakademie für Sozialpädagogik und die Fachschule für Heilerziehungspflege – gibt es nicht so oft.

... Es ist ein lebendiges Miteinander, bei der sich täglich unterschiedliche Professionen, Perspektiven und Erfahrungen begegnen“. Und weiter: „... besonders der inklusive Gedanke, der unser BBZ prägt ... das gemeinsam an dem Ziel arbeitet, junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, beeindruckt mich“. 

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