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Vollsperrung bis Ende 2026
Straße bei Weißenbach gesperrt: Umleitung über Rupboden
Der Bagger steht bereit: Am 16. März starten die Arbeiten an der KG 31 bei Weißenbach.
Der Bagger steht bereit: Am 16. März starten die Arbeiten an der KG 31 bei Weißenbach. // Marion Eckert
Weißenbach – Ab 16. März wird die Kreisstraße zwischen Weißenbach und Roßbach ausgebaut. Was der Landkreis Bad Kissingen plant und was auf die Anlieger und Verkehrsteilnehmer zukommt.

Das große Schild am Straßenrand deutet es schon an: Die Kreisstraße KG 31 zwischen Weißenbach und Roßbach wird bis Ende 2026 vollgesperrt. Der Grund: Der Landkreis Bad Kissingen saniert diese 1,2 Kilometer lange Strecke. Die Umleitung führt über Rupboden. Baubeginn ist am Montag, 16. März.

Das Schild kündigt es an: Ab 16. März ist die KG 31 bei Weißenbach gesperrt
Das Schild kündigt es an: Ab 16. März ist die KG 31 bei Weißenbach gesperrt. // Marion Eckert

Fünf Kilometer Umweg

Eine Vollsperrung sei aus technischer Sicht unumgänglich, erklärt Steffen Kiesel von der Tiefbauverwaltung am Landratsamt.

„Bei einem halbseitigen Ausbau wäre die Bauzeit um ein Drittel länger, und die Qualität würde leiden, weil wir immer wieder neu ansetzen müssten."

Die rund fünf Kilometer lange Umleitung über Rupboden hält Kiesel für „vertretbar". Das Verkehrsaufkommen auf der KG 31 sei nicht sehr hoch.

Dennoch müssen Anlieger und regelmäßige Nutzer der Strecke mit Einschränkungen rechnen. Kiesel gibt sich zuversichtlich: „Ich gehe davon aus, dass wir schneller fertig sind. Es ist keine schwierige Baustelle." Mit etwas Glück bleibe die Straße nicht bis kurz vor Weihnachten gesperrt, das hänge auch von der Witterung ab.

Die vergessene Autobahn und eine Gasleitung

Ein besonderes Merkmal der Strecke: Die Route der nie gebauten Autobahn 46, auch „vergessene Autobahn" genannt, quert die Kreisstraße. Kiesel und der stellvertretende Bürgermeister des Markts Zeitlofs, Volker Roth, geben aber Entwarnung. „Es wird kein Bauwerk tangiert", sagt Kiesel. Strecke und Bauwerke stehen zwar unter Denkmalschutz, die Erneuerung der Kreisstraße sei aber kein Problem.

Mehr Aufwand bereitet dagegen eine Hochdruckgasleitung, die die Kreisstraße ebenfalls quert. Sie sei eine echte Behinderung im Baufeld.

Straße, Wasser, Strom  

Das Vorhaben ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Bad Kissingen, des Marktes Zeitlofs und der Osthessen Netz. Die Kombination von Straßenbau und Leitungserneuerung habe sich bewährt, betont Landrat Thomas Bold.

Sie gaben den Startschuss für die Sanierung der KG 31 (von links): Volker Roth (2. Bürgermeister Markt Zeitlofs), Landrat Thomas Bold, Innenstaatssekretär Sandro Kirchner und Bernhard Stolz (Bauunternehmen Stolz).
Sie gaben den Startschuss für die Sanierung der KG 31 (von links): Volker Roth (2. Bürgermeister Markt Zeitlofs), Landrat Thomas Bold, Innenstaatssekretär Sandro Kirchner und Bernhard Stolz (Bauunternehmen Stolz). // Marion Eckert

„Mit dem Ausbau verbessern wir die Verkehrssicherheit deutlich. Gleichzeitig schließen wir eine wichtige Lücke im Kreisstraßennetz."

Die Kreisstraße entspreche in mehreren Punkten nicht mehr den heutigen Anforderungen: Die Fahrbahn ist zwischen fünf und 5,50 Metern breit, die Bankette sind teilweise sehr schmal, Entwässerungsgräben fehlen, und einzelne Kurvenradien entsprechen nicht mehr den aktuellen Standards.

Die Straße wird auf sechs Meter Breite ausgebaut - als Vollausbau mit 31 Zentimeter Frostschutzschicht, 10 Zentimeter Asphalttragschicht und 4 Zentimeter Asphaltdeckschicht.

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2,47 Millionen Euro Gesamtkosten

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,47 Millionen Euro. Der Landkreis trägt davon etwa 2,2 Millionen Euro für den Straßenbau. Eine Förderung nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro ist beantragt.

Der Markt Zeitlofs investiert rund 261.000 Euro in die neue Wasserleitung, für die eine Förderung von rund 183.000 Euro beantragt ist.

Die Osthessen Netz beteiligt sich mit rund 10.000 Euro an Arbeiten an der Stromversorgung.

Synergien nutzen, Kosten sparen

Volker Roth betont ausdrücklich, dass die Förderquote von 70 Prozent ausschließlich für den Leitungsbau gilt und nicht für andere Maßnahmen im Rahmen der neuen Wasserversorgung. Der Leitungsbau sei dringend notwendig, um das Projekt Wasserversorgung voranzubringen. Dass beides, Straßen- und Leitungsbau, gleichzeitig erledigt werden könne, sei wichtig, um Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen.

Innenstaatssekretär Sandro Kirchner lobte das gemeinsame Engagement von Landrat, Kreistag und Landratsamt. Gerade im ländlichen Raum sei eine gute Straßeninfrastruktur unverzichtbar. „Hier fährt keine U-Bahn und keine S-Bahn – wir sind auf das Auto angewiesen", so Kirchner. Der Freistaat unterstützt die Maßnahme mit rund 1,6 Millionen Euro, aufgeteilt auf Straßenbau und Leitungsbau.

Nächster Ausbauabschnitt folgt 2027

Mit dem aktuellen Bauabschnitt ist es nicht getan: Bereits in Planung ist der nächste Ausbauabschnitt der KG 31 zwischen Weißenbach und Detter. Er soll voraussichtlich 2027 folgen.

 

 

 

 

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