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Zusammenarbeit beendet
3. Liga: Kein Schweinfurter Bier mehr bei den Schnüdeln
Wenn es im Schweinfurter Sachs-Stadion künftig etwas zu feiern gibt, wie bei FC-05-Trainer Victor Kleinhenz, fließt kein Schweinfurter, sondern Kulmbacher Bier.
Wenn es im Schweinfurter Sachs-Stadion künftig etwas zu feiern gibt, wie bei FC-05-Trainer Victor Kleinhenz, fließt kein Schweinfurter, sondern Kulmbacher Bier. // Archivfoto: Ryan Evans
Signet des Fränkischen Tags von Josef Schäfer
Schweinfurt – Am 8. August hält die 3. Liga Einzug ins Schweinfurter Sachs-Stadion. Wenn der Ball rollt, rinnt allerdings kein heimisches Roth-Bier mehr aus dem Zapfhahn.

Bier und Bratwurst gehören zum Fußball wie Tore und Jubel. Ab 8. August, wenn der aufgestiegene FC 05 Schweinfurt gegen Energie Cottbus in die 3. Liga startet, wird dort im Gegensatz zu den zurückliegenden Regionalliga-Spielzeiten kein Schweinfurter Bier mehr ausgeschenkt. Der Club hat die Zusammenarbeit mit der heimischen Roth-Brauerei beendet. In Zukunft kommt Kulmbacher Mönchshof-Bier aus dem Zapfhahn.

Auch Werbung erlaubt

„Die oberfränkische Traditionsmarke und der ambitionierte Drittligist freuen sich auf eine mehrjährige Partnerschaft“, heißt es in einer Mitteilung, die die Fußball-GmbH des FC 05 und die Kulmbacher Brauerei AG verschickt haben. Die Brauerei darf demnach auf dem Stadiongelände nicht nur ihre Produkte verkaufen, sondern Werbung, Aktionen und Präsentationen durchführen.

Die oberfränkische Brauerei ist Teil der Schörghuber Unternehmensgruppe, zu der unter anderem auch die Marke Würzburger Hofbräu gehört. Man habe in gemeinsamen Gesprächen viele Schnittmengen festgestellt, wird FC-Geschäftsführer und Vereinspräsident Markus Wolf in der Pressemitteilung zitiert.

Der Mönchshof-Vertriebschef Michael Dorner bekräftigt dort, dass man stolz darauf sei, nach dem Aufstieg als „historischen Meilenstein“ den weiteren Weg mitgehen zu können.

Zerknirschte Reaktion

Weniger enthusiastisch fällt dagegen das Fazit der Schweinfurter Roth-Brauerei aus, deren Vertrag nicht fortgeführt worden ist. Große Zerknirschtheit versprüht ein Kommentar auf der Roth-Facebook-Seite, der dort eine große Diskussion ausgelöst hat.

Man habe in zehn Jahren Zusammenarbeit mit dem FC 05 Höhen und Tiefen gemeinsam durchlebt. Das Familienunternehmen verweist darauf, 2014 nach dem Aus des damaligen Brauhauses kurzfristig eingesprungen und verlässlich gewesen zu sein: „Wir haben geliefert, wenn es notwendig war, und wir haben auch in schwierigen Zeiten unser Wort gehalten.“ Die Unterstützung sei stets verbindlich, transparent und von echter regionaler Verbundenheit geprägt gewesen.

Fragen offen

Der Wechsel zur Kulmbacher Gruppe lasse Fragen offen, heißt es im Facebook-Kommentar von Roth weiter. Die Brauerei mutmaßt, dass man wirtschaftliche Erwägungen „über gewachsene und loyale Beziehungen“ gestellt habe.

Weiterführende Erläuterungen wollen seitens des FC weder Geschäftsführer Markus Wolf noch die Pressestelle geben. Und auch die Geschäftsführung der Roth-Brauerei wollte gegenüber der Redaktion nichts weiter dazu sagen.

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