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Einigung mit Bauernverband
Umstrittene P43-Stromleitung macht nächsten Schritt
Foto Main-Post - 10201077
Gegner der Stromleitung P43 gehen seit Jahren immer wieder auf die Barrikaden, wie hier im Kreis Main-Spessart. // Helmut Hussong (Archivbild)
Signet des Fränkischen Tags von Jürgen Haug-Peichl
Zeitlofs/Bergrheinfeld
Zeitlofs/Bergrheinfeld – Die geplante Fulda-Main-Leitung ist ein Zankapfel in der Region. Jetzt wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, die für betroffene Grundstücksbesitzer wichtig ist.

Die in der Bevölkerung seit Jahren umstrittene Stromleitung P43 („Fulda-Main-Leitung“) kommt einen weiteren Schritt voran. Die für das Vorhaben verantwortliche Tennet TSO GmbH hat eine Rahmenvereinbarung mit den Bauernverbänden in Bayern und Hessen unterzeichnet. Sie regelt, welche Entschädigung von P43 betroffene Grundstückseigentümer grundsätzlich erhalten.

Wie Tennet am Mittwoch weiter mitteilte, stellt die Vereinbarung „einen entscheidenden Fortschritt für das Projekt dar“. Sie ist gesetzlich vorgesehen und war deshalb auch Teil der Verhandlungen rund um die SuedLink-Stromautobahn, deren Bau in diesem Jahr in Mainfranken begonnen hat.

Was die P43-Stromleitung kennzeichnet

Im Gegensatz zu den unterirdischen SuedLink-Kabeln wird P43 bis auf wenige Ausnahmen Strommasten haben. Die 140 Kilometer lange Höchstspannungsleitung soll von Mecklar bei Bad Hersfeld in Hessen über Dipperz bei Fulda, Zeitlofs im Kreis Bad Kissingen und Karlstadt am Main zum Umspannwerk bei Bergrheinfeld (Lkr. Schweinfurt) führen.

P43 dient wie SuedLink und andere Projekte dieser Art zum Ausbau und damit zur Entlastung des Stromnetzes in Deutschland. Vor allem der stark gestiegene Anteil von Öko-Strom aus Sonne und Wind hat dazu geführt, dass dieses Netz nach Aussage der Netzbetreiber immer wieder an seine Grenzen stößt.

Was die P43-Rahmenvereinbarung festlegt

Im bayerischen Teil soll P43 laut Tennet 2031 in Betrieb gehen, in Hessen zwei Jahre früher. Kritiker vor allem im Raum Zeitlofs hatten die Leitung immer wieder als „Monstertrasse“ bezeichnet.

In der jetzt unterzeichneten Rahmenvereinbarung wird Tennet zufolge unter anderem festgelegt, dass jene privaten Grundstückseigentümer entschädigt werden, auf deren Boden ein P43-Strommast gebaut wird oder über deren Grund die 380-Kilovolt-Leitungen liegen werden. Einmalige Zahlungen erhalten auch jene, deren Grundstücke während der Bauarbeiten in Anspruch genommen oder beeinträchtigt werden. Grundlage sei jeweils der Verkehrswert der Immobilie.

Tennet einigt sich mit Bauernverband zur P43-Stromleitung
 // Main-Post

Tennet hat am Mittwoch angekündigt, den Betroffenen P43 und die Rahmenvereinbarung im Herbst auf Infoveranstaltungen zu erläutern. Für den Abschnitt in Mainfranken sind dafür diese Termine vorgesehen: 20. Oktober in Zeitlofs (Turnhalle), 21. Oktober in Karlstadt (Rathaus), 23. Oktober in Wartmannsroth (Feuerwehrhaus) und 24. Oktober in Waigolshausen bei Schweinfurt (Freizeitzentrum). Die Veranstaltungen finden jeweils von 17 bis 20 Uhr statt.

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