Wohnhausbrand
Frau nach Feuer in kritischem Zustand
Der Rauch  drang durch die geborstenen Fenster ins Freie.
Der Rauch drang durch die geborstenen Fenster ins Freie.
Foto: Michael Stelzner
Neustadt bei Coburg – Bei einem Feuer in Neustadt bei Coburg retten die Einsatzkräfte eine leblose Frau aus ihrem Schlafzimmer. So lief der Rettungseinsatz.

Um das Leben einer 81-Jährigen bangen die Feuerwehren und die Rettungsdienste nach einem Wohnungsbrand am Sonntagmorgen in der Sonneberger Straße in Neustadt bei Coburg. Die Seniorin wurde von der Feuerwehren leblos aus ihrem total verrauchten Schlafzimmer im ersten Stock gerettet. Dem Rettungsdienst gelang es, die Frau noch im Krankenwagen wiederzubeleben. „Ihr Zustand gilt jedoch weiterhin als kritisch“, teilte gestern Nachmittag Matthias Potzel von der Pressestelle des Polizeipräsidiums von Oberfranken mit.

Überall nur Rauch

So viel ist bislang bekannt: Aus unklarer Ursache gerieten Sonntagmorgen Teile eines Wohngebäudes in Vollbrand. Während ein Bewohner sich selbst ins Freie retten konnte, mussten die Einsatzkräfte die leblose 81-Jährige aus dem ersten Obergeschoss retten.

In der Sonneberger Straße  standen die  Einsatzfahrzeuge.
In der Sonneberger Straße standen die Einsatzfahrzeuge.
Foto: Michael Stelzner

Gegen 10.30 Uhr ging die Meldung des Gebäudebrandes bei der Integrierten Leitstelle in Ebersdorf bei Coburg ein und eine Vielzahl an Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei eilte zum Brandort.

Die technische Ausrüstung der Einsatz- und Rettungskräfte.
Die technische Ausrüstung der Einsatz- und Rettungskräfte.
Foto: Michael Stelzner

Als die Feuerwehr den Brandort erreichte, waren viele Fenster des Gebäudes aufgrund der großen Hitzeeinwirkung bereits geborsten. Der Rauch hatte sich bereits in der Bergstraße und bis hinunter in die Sonneberger Straße ausgebreitet.

Schaden im sechsstelligen Bereich

Schnell brachte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle, trotzdem war das mehrstöckige Gebäude von giftigen schwarzen Rauchschwaden durchzogen. Den Einsatzkräften gelang es nur mit Hilfe ihres schweren Atemschutzes, in die Räume vorzudringen. „Dabei wurde den Atemschutzträgern alles abverlangt“, sagte Kreisbrandinspektor Stefan Zapf (Rödental), der ebenso wie Kreisbrandmeister Stefan Püls (Bad Rodach) an der Unglücksstelle war.

Auch die Drehleiter der Neustadter Feuerwehr kam zum Einsatz.
Auch die Drehleiter der Neustadter Feuerwehr kam zum Einsatz.
Foto: Michael Stelzner

Der Bewohner, der sich selbst ins Freie retten konnte, kam mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Über den Zustand der 81-Jährigen gab es bis zum Abend keine weiteren Informationen. Weitere Personen befanden sich zu dieser Zeit nicht im Haus. Am Gebäude selbst entstand hoher Sachschaden.

Fix und fertig: Für die Atemschutzgeräteträger war der Einsatz enorm anstrengend.
Fix und fertig: Für die Atemschutzgeräteträger war der Einsatz enorm anstrengend.
Foto: Michael Stelzner

Nach ersten Schätzungen dürfte dieser im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen. Den ganzen Sonntag über waren Brandfahnder der Kriminalpolizei Coburg vor Ort und suchten nach der Brandursache.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften

An den Lösch-, Bergungs- und Rettungsarbeiten waren rund 150 Einsatzkräfte beteiligt – unter anderem kamen diese von den Feuerwehren aus Neustadt, Wildenheid, Haarbrücken und Rödental sowie von den verschiedenen Rettungsdiensten.