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Bauernproteste
Coburger Landwirte blockieren Auffahrten
Coburger Landwirte protestieren auf der Lauterer Höhe.
Coburger Landwirte protestieren auf der Lauterer Höhe. // Michael Stelzner
Signet des Fränkischen Tags von Michael Stelzner
LKR Coburg – Der Protest der Bäuerinnen und Bauern setzt sich fort. Im ganzen Land wurden Autobahnauffahrten gesperrt. Im Coburger Land positionierten sich zahlreiche Fahrzeuge an Auffahrten zur A 73.

In der Region Coburg beteiligten sich  rund 100, teilweise mit Transparenten bestückte, Traktoren sowie einige Lkw und Pkw an der Protestaktion. Die Traktoren blockierten einige Autobahnauffahrten im Coburger Land in der Zeit von 9 bis 15 Uhr, jede Stunde für rund 15 bis 20 Minuten.

Die Zustimmung in der Bevölkerung für diese Aktion ist scheinbar sehr groß. Denn die Autofahrer sahen es, bis auf wenige Ausnahmen, gelassen und fuhren vorbei und hoben dabei den Daumen aus dem Fenster und fuhren einen Umweg.

Die Lkw-Fahrer hupten und stimmten so der Protestaktion beim Vorbeifahren zu. Aber auch Fußgänger, die auf Fahrradwegen vorbeiliefen, fanden die Aktion gut. „Es steht ja sonst keiner auf“, war von einem Passanten in Rödental zu hören.

Überall versorgten sich Landwirte am Tonnenfeuer mit warmem Kaffee, regionalem Leberkäse und Bratwürsten. Außerdem wurde eifrig über die Beschlüsse der Ampelregierung diskutiert, die als absolut indiskutabel und als große Schädigung für die bäuerlichen Betriebe empfunden werden.

Die Coburger Landwirte versorgen sich mit Bratwürsten.
Protest macht hungrig: Die Coburger Landwirte versorgen sich mit Bratwürsten. // Michael Stelzner

Protest in Untersiemau, Rödental und Ebersdorf

In Untersiemau beteiligten sich 11 Traktoren an dieser Aktion und sperrten jede Stunde für rund 20 Minuten lang die Auffahrten zur Bundesstraße 4 und zur B 289 in Richtung Autobahn. Einige Landwirte taten auch etwas für den Umweltschutz und sammelten den Abfall am Straßenrand ein, den Autofahrer achtlos aus dem Fenster geworfen hatten.

In Untersiemau versperren Traktoren die Auffahrt in Richtung Autobahn.
In Untersiemau versperren Traktoren die Auffahrt in Richtung Autobahn. // Michael Stelzner

In Nebel waren die 30 Traktoren in Rödental eingehüllt. Dort wurde die Auffahrt zur A73 stündlich mit den Treckern für rund 15 Minuten blockiert. Genauso wie auf der Lauterer Höhe, wo die Auffahrten zur A 73 und der Bundesstraße in Richtung Stadtautobahn blockiert wurden.

Demo im Nebel: die Proteste in Rödental.
Demo im Nebel: die Proteste in Rödental. // Michael Stelzner

In Ebersdorf durften die Landwirte die Autobahnauffahrt nicht versperren, da sich in unmittelbarer Nähe die Integrierte Leitstelle befindet, zudem gibt in diesem Bereich viele Falschfahrer, wie Landwirte mitteilten. Deshalb stellten sich die Bauern mit rund 20 Traktoren werbewirksam auf eine Brücke.

In Ebersdorf bei Coburg stellen sich die Bauern mit ihren Fahrzeugen auf eine Brücke.
In Ebersdorf bei Coburg stellen sich die Bauern mit ihren Fahrzeugen auf eine Brücke. // Michael Stelzner

Die Coburger Verkehrspolizei vermeldet nach Ende der Aktionen trotz der Verkehrsbehinderungen einen „nahezu reibungslosen Verlauf“. Zu Unfällen sei es nicht gekommen, da die Verkehrsteilnehmer „sehr umsichtig“ agierten. Nur in zwei Fällen äußerten Fahrer ihren Unmut. Bei Bad Staffelstein streckte ein Mann den Mittelfinger aus, ein anderer „wirkte unangebracht auf Teilnehmer ein, sodass er des Platzes verwiesen werden musste.“

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