Bilanz
Seßlacher Alten- und Pflegeheim mit Überschuss
Das Alten- und Pflegeheim in der Seßlacher Altstadt: Die Einrichtung der Flender’schen Spitalstiftung erwirtschaftete 2022 einen Überschuss von knapp 40.000 Euro. Darüber freut sich der Stadtrat sehr.
Das Alten- und Pflegeheim in der Seßlacher Altstadt: Die Einrichtung der Flender’schen Spitalstiftung erwirtschaftete 2022 einen Überschuss von knapp 40.000 Euro. Darüber freut sich der Stadtrat sehr.
Bettina Knauth
F-Signet von Bettina Knauth Fränkischer Tag
Seßlach – Das ist erstaunlich: Die Flender’sche Spitalstiftung fährt mit ihrem Alten- und Pflegeheim in Seßlach ein Plus von 40.000 Euro ein.

Dass die laufenden Zahlen für das Alten- und Pflegeheim in der Seßlacher Altstadt nun erst dem Stadtrat vorgelegt werden konnten, wertete Bürgermeister Maximilian Neeb (FW) in der Sitzung am Dienstagabend als gutes Zeichen. „Die KDSE kümmerte sich erst um Kunden, bei denen es nicht so gut aussieht wie bei uns“, sagte Neeb. Worauf er anspielte: Die Einrichtung der Flender’schen Spitalstiftung erwirtschaftete 2022 einen Überschuss von knapp 40.000 Euro.

Die KDSE ist die Kirchliche Dienstleistungs- und Beratungsgesellschaft für Soziale Einrichtungen und erledigt die Abrechnungen für die Seßlacher Alten- und Pflegeeinrichtung beziehungsweise die Spitalstiftung. Kämmerin Sandra Geiger hatte die Zahlen der KDSE für die Stadtratssitzung aufbereitet.

Ob es im Alten- und Pflegeheim so gut weitergeht, hängt von vielen Faktoren ab

Ob sich die Kostenstruktur ändern wird, komme einem „Blick in die Glaskugel“ nahe, habe ihm Leiterin Diane Alka gesagt, berichtete der Bürgermeister. Er verwies auf die Neuverhandlung der Pflegesätze, die ebenso anstehe wie die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten. Wenigstens falle die Tilgung – dieses Jahr beträgt sie 55.000 Euro – letztmals 2024 an.

Wie Kämmerin Sandra Geiger sagte, könnte dafür die Zuführung zur Rücklage bis 2025 von jetzt 2100 Euro auf 57.000 Euro steigen. „Erfreulich ist, dass bereits im sechsten Jahr in Folge keine Betriebskostenzuschüsse seitens der Stadt Seßlach nötig sein werden und die Flender’sche Spitalstiftung weiterhin aus eigener Kraft bestehen kann“, sagte Geiger.

Bürgermeister Maximilian Neeb dankt der Hausleitung und den Mitarbeitern

Voraussichtlich bleibe es bei der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Stiftung. Dieser Erfolg liege vor allem an der guten Leitung und den engagierten Mitarbeitern, meinte Neeb und zollte allen ein „ganz großes Lob“: „Es ist heutzutage eine große Herausforderung, eine solche Einrichtung wirtschaftlich zu führen, und die erfreuliche Entwicklung ist zu großen Teilen auch dem Personal zuzuschreiben.“

Carsten Höllein (SPD) riet trotzdem dazu, bei Verhandlungen eher von einem pessimistischen Szenario auszugehen: „Alles andere wäre fatal.“ Die Haushaltssatzung wurde einstimmig genehmigt.

Zum Jahresabschluss in Seßlach gab es viele Ehrungen

An die kurze Sitzung im Rathaussaal schloss sich als Jahresabschluss ein Ehrungsmarathon im Kultursaal an, der erstmals nach zwei Jahren coronabedingter Pause wieder stattfand.

Musikalisch gestalteten Joana and the Soulmates den feierlichen Jahresabschluss.

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