„Jetzt will ich unsere Berge sauber halten!“ Mit diesen Worten wird ein zwölfjähriges Mädchen aus Bhutan zitiert. Aus einem Land also, in dem der Klimawandel ganz besonders drastische Folgen haben könnte, wo aber der Umwelt- und Klimaschutz bislang nur eine untergeordnete Rolle spielt. Dies zumindest ist einem Bericht des Kinderhilfswerks Unicef zu entnehmen.
Klimabildung in Buthan
Deshalb wurde im Buthan ein Projekt „Klimabildung“ gestartet. Unicef Buthan wird dabei auch maßgeblich von der Habermaass-Stiftung unterstützt, die ihren Sitz in Bad Rodach (Landkreis Coburg) hat. Die Stiftung wurde 2019 von Klaus Habermaas gegründet, der lange Zeit auch an der Spitze der heutigen Habermaass-Firmenfamilie stand.
Erklärtes „Fernziel“ der Stiftung ist „eine bessere Welt“. Eine Welt, in der sich Kinder frei und sorglos entwickeln können und in der Mensch und Natur ihren Gleichklang finden. Der vollständige Name lautet deshalb auch: „Stiftung für Natur und Kinder – Klaus Habermaass“.
Eigenen Angaben zufolge verfügt die Stiftung über ein Kapital von 10,2 Millionen Euro. Zehn Millionen Euro stammen demnach aus dem privaten Vermögen von Klaus Habermaas und seien nicht dem Kapital des Unternehmens entzogen worden, wie er selbst betont. Birgit Dietz, die Schwester von Klaus Habermaass, hat weitere 200.000 Euro eingelegt.
Bildungsprojekt in Buthan
Die Habermaass-Stiftung engagiert sich in vielen heimischen Schulen und Kitas sowie auch in Buthan. Das buddhistische Königreich am östlichen Rand des Himalajas gilt als eines der wenigen Länder weltweit, das klimaneutral ist – rund 72 Prozent der Landesfläche sind bewaldet. Doch Gletschersee‑Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutsche würden zunehmen, wie es in einer Pressemeldung der Habermaass-Stiftung heißt. Diese Entwicklungen würden die Infrastruktur sowie die Sicherheit und den Alltag von Kindern bedrohen. Hinzu komme laut einer Unicef-Studie, dass das Bildungssystem in Buthan nicht ausreichend auf den Klimawandel vorbereitet sei – deshalb setze genau hier das Projekt „Klimabildung“ an.
Mit Unterstützung von Unicef seien die neuen Leitlinien zur nationalen Bildungspolitik 2024 verabschiedet worden, wie die Habermaass-Stiftung berichtet. Darauf aufbauend habe das Bildungsministerium Lehrpläne überprüft und Klimabildung verbindlich integriert: in Naturwissenschaften (Klassen 4–8), Biologie (Klassen 9–12) und Geografie (Klassen 7–12). Zusätzlich sei ein eigens entwickelter Leitfaden für Umwelt‑ und Klimabildung in der frühen Kindheit (3–6 Jahre) entstanden, der Werte, Wissen und kulturell passende Praxis fördere.
Klimaschutzmaßnahmen in Buthan
Mit der Einführung des sogenannten Upshift‑Programms in 70 Schulen (2024/2025) konnten demnach 4.500 Kinder und Jugendliche erreicht werden; insgesamt habe man 350 Projektideen zu lokalen Klimaschutzmaßnahmen entwickelt. 70 Initiativen seien bereits umgesetzt worden – von CO₂‑Reduktion über Abfallmanagement bis Wasserschutz.
Ein Lehrer berichtet, dass die Kinder zu „Beobachtern ihrer eigenen Umwelt“ geworden seien. Das sei wichtig. Denn: „Wenn sie die schwarzen Felsen auf Gangchhen Tag sehen – einem Berg, der früher immer schneebedeckt war – verstehen sie, was Klimawandel wirklich bedeutet.“ Sie würden jetzt zum Beispiel dazu angehalten, ihren Müll zu sammeln und Recycling zu praktizieren.
Wie es in der Pressemeldung abschließend heißt, wolle die Habermaass-Stiftung das Projekt 2026 fortsetzen. Geplant sei, die erreichten Strukturen weiter zu verstetigen, zusätzliche Schulen zu erreichen und die praxisnahe Klimabildung – von der frühen Kindheit bis zur Oberstufe – weiter auszubauen. Dabei stünden die Qualifizierung von Lehrkräften, die Nutzung erneuerbarer Energien an Schulen sowie die Stärkung von Schüler‑Initiativen im Mittelpunkt.
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