Update (11. Januar, 13.45 Uhr):
Auf dem Grundstück am Ahorner Berg soll Wohn- und Arbeitsraum entstehen. Zuletzt hatte es den Anschein, dass nur wenig vorangeht. Inzwischen hat sich der private Bauherr, die Divaco Immobilien Gruppe, gegenüber unserer Redaktion zum aktuellen Stand des Bauvorhabens geäußert.
Wie der Bereichsleiter Immobilien, Thorsten Altmeyer, mitteilt, seien die Tiefbauarbeiten für die Tiefgarage im Bauabschnitt 1 nahezu abgeschlossen. Die Arbeiten an den notwendigen Stützwänden wurden witterungsbedingt noch nicht ausgeführt, sollen jedoch erfolgen, wenn das Wetter es zulässt. „Aktuell sind wir in Verhandlungen mit den Firmen zur Beauftragung der Bauarbeiten.“
Fertigstellung für 2026 geplant
Anfang 2023 hatte die Firma mit den Tiefbauarbeiten begonnen. Ein zeitintensiver Arbeitsschritt seien die Entsorgungsarbeiten gewesen, da es keine passende Deponie in der Nähe gebe. Außerdem habe es umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung der Umgebung und der Baugrube gegeben und Arbeiten am Wasseranschluss. „Der Zeitplan wird rollierend angepasst“, sagt Altmeyer. Ähnlich wie andere Bauprojekte bleibt auch das am Ahorner Berg von aktuellen Krisen nicht unberührt.
„Die aktuell angespannte Gemengelage – darunter steigende Baukosten und Kreditzinsen, Unsicherheiten bei Förderprogrammen – hemmen das geplante Tempo vielerorts bei unseren Bauvorhaben“, erläutert Altmeyer. Anvisiertes Ziel für die Fertigstellung des ersten und zweiten Bauabschnitts in Ahorn sei Mitte 2026. Wann die Arbeiten fortgesetzt werden, sei von der Witterung abgängig und von der Beauftragung der Baufirmen.
Das Bauvorhaben am „Ahorner Berg“ sei ein Leuchtturmprojekt für Divaco Immo – mit der Verzahnung Wohnen und Gewerbe, an einem sehr guten Standort. „Wir befinden uns bereits in Abstimmung mit potenziellen Gewerbemietern und Arztpraxen“, sagt Altmeyer.
Ursprünglicher Artikel:
Wasser sammelt sich in großen Pfützen in der Baugrube. Was aktuell eher an ein verlassenes Freibad erinnert, soll eigentlich unter dem Motto „Wohnen und Arbeiten am Ahorner Berg“ mal in Wohn- und Gewerberaum verwandelt werden. Der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt war bereits im Oktober 2022. Im Februar 2023 gab der private Bauherr, die Divaco Immobilien Gruppe, bekannt, dass das Grundstück vollständig geräumt und bereit sei für die Tiefbauarbeiten. Seitdem ist fast ein Jahr vergangen – mit augenscheinlich wenig Fortschritt, wie unschwer zu erkennen ist. Herrscht einfach Winterpause? Gibt es Probleme in der Lieferkette? Oder ist das der normale Ablauf eines Großprojektes?
Auf dem etwa 7.000 m² großen Grundstück, das die Divaco Immobilen Gruppe gekauft hat, sollen im ersten Bauabschnitt vier sogenannte Punkthäuser mit Schwerpunkt Familienwohnen und Gewerbe entstehen. Im zweiten Bauabschnitt sollten fünf Reihenhäuser und ein Bürogebäude folgen. Für die Vergabe der Gewerbe in der Bauphase – das hätten die neuen Bauherren versichert – würden örtliche Firmen priorisiert, sagte Ahorns Bürgermeister Martin Finzel im Dezember 2022.
Spatenstich Oktober 2022
Zum Spatenstich im Oktober 2022 zeigte sich Martin Finzel froh über das Vorhaben und sagte: „Wohnen und Arbeiten wird nicht auf der grünen Wiese realisiert, sondern in einer innerörtlichen Entwicklungsfläche.“ Diese Freude scheint anzuhalten, denn auf Nachfrage betont Finzel zuletzt, dass man sich sehr darüber freue, dass mit dem Bauprojekt eine innerörtliche Brache zukunftsorientiert entwickelt wird. „Die gemischte Nutzung aus Wohnen und Arbeiten ergänzt die städtebaulichen Ziele unserer Gemeinde in hervorragender Weise.“
Bei Fragen nach dem Stand des Bauprojektes und dem Zeitplan hält er sich jedoch bedeckt und verweist auf den privaten Bauherrn: „Die Zeitplanung und auch die des Ablaufes beziehungsweise der internen Projektsteuerung obliegt diesem.“ Er weist auch auf die grundsätzlichen Entwicklungen in der Baubranche hin und die „immer multipleren Krisen“, die eine immer sorgsamere Planung und Umsetzung erforderlich machten.
Darüber hinaus sehe man auch bei öffentlichen Bauvorhaben Schwierigkeiten in Bezug auf Lieferketten und die Verfügbarkeit von Fachplanern und -firmen. Grundsätzlich befinde man sich in einem guten Austausch mit der Divaco Immobilien Gruppe, sagt Finzel.
Kein Statement der Bauherren
Genau diesen Austausch mit den Bauherren hat unsere Redaktion ebenfalls gesucht – allerdings ohne Erfolg, trotz mehrfacher Nachfrage. Bisher kam von der Divaco Immobilien Gruppe, die ihren Sitz in Langenburg in Baden-Württemberg hat, keine Reaktion auf die Fragen nach dem aktuellen Stand des Bauvorhabens.
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