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Fünfeinhalb Jahre Bauzeit
Neustadt: Arnold-Gymnasium nach Sanierung eingeweiht
Gehen gerne in Arnold Gymnasium und sind begeistert vom Ergebnis der Baumaßnahmen : von Emma Lenort, Lina Lang, und Clarissa Lenker (von links) Michael Stelzner
Gehen gerne in Arnold Gymnasium und sind begeistert vom Ergebnis der Baumaßnahmen : von Emma Lenort, Lina Lang, und Clarissa Lenker (von links) Michael Stelzner // 
Die Chemielehrerin Maria Hillmann führte den Ehrengästen verschiedene sehr beeindruckende Experimente vor Michael Stelzner
Die Chemielehrerin Maria Hillmann führte den Ehrengästen verschiedene sehr beeindruckende Experimente vor Michael Stelzner // 
Neustadt – 14,3 Millionen Euro kostete die Generalsanierung des Arnold-Gymnasiums. 583 Schülerinnen und Schüler werden dort unterrichtet.

Neustadt – Die Generalsanierung des Arnold Gymnasium in Neustadt ist nach rund 5 1⁄2 Jahr endlich abgeschlossen. Dafür wurden rund 14,3 Millionen Euro ausgegeben. Dafür ist das Gymnasium ein wahres Schmuckstück geworden und die Sanierung habe sich mehr als nur gelohnt. Denn sowohl die Lehrkräfte, aber auch die 583 Schülerinnen und Schüler, die nicht nur aus der Puppenstadt kommen, fühlen sich in den 24 Klassenzimmer und 10 Kurräumen sehr wohl, wie bei der festlichen Einweihungsfeier in der Pausenhalle von allen Seiten zu hören war. Darunter waren auch die Schülerinnen Emma Lenort, Lina Lang und Clarissa Lenker, die in den Klassenzimmern verschiedene sehr eindrucksvolle Exprimente vorführten. Sie gehen gerne ins Arnold Gymnasium um dort in die modernen Klassenzimmer, alle sind ausgestattet mit einer Digitalen Tafel und hell und freundlich, mit dem ein oder anderen Farbtupfer, eingerichtet. Dort macht das Lernen zusammen mit den Lehrkräften einfach Spaß, deshalb gehen wir gerne ins Arnold-Gymnasium, wie die drei jungen Frauen betonen. Auch die neue Mensa und den neu gestalteten Pausenhof, mit seinen zahlreichen Sportmöglichkeiten, sowie die hoch modernen Klassenzimmer und Kursräume heben die drei Schülerinnen besonders hervor.

Erster Bauabschnitt: der Alpha-Bau

Der Beschluss für eine Sanierung wurde im Kreistag im Juli 2019 gefasst. Mit dem Bauarbeiten wurde im Mai 2021 begonnen. Dafür gab es drei Bauabschnitte. Im Alpha-Bau, der 580 m2 umfasst, wurden mit dem Teilumbau bei laufenden Schulbetrieb begonnen, der im Jahr 2022 abgeschlossen wurde. In dieser Bauphase wurden eine Brandmeldeanlage und ein Aufzug eingebaut, um eine barrierefreie Anbindung an Beta-Bau herzustellen. Die Musikräume sind in den Gamma-Bau umgezogen. Außerdem wurde in dieser Bauphase die Heizungsanlage für den gesamten Schulcampus ausgetauscht

Zweiter Bauabschnitt: der Beta-Bau

Im zweiten Bauabschnitt erfolgte die Generalsanierung des Beta-Baus, die bis Mitte 2024 andauerte. In dieser Zeit wurde der 3.030 m2 große Gebäude entkernt und die Dächer und Fassaden komplett erneuert, wie auch die die Innenausstattung und die Haustechnik. Auch der Schallschutz wurde modernisiert, sowie die Funktionalität und der Komfort. Während den Umbaumaßnahmen fand der Unterricht in einer Containeranlage statt.

Dritter Bauabschnitt: der Gamma-Bau

Im dritten und letzten Bauabschnitt der Generalsanierung, wurden die 990 m2 des Gamma Bau einer energetischen Sanierung unterzogen . Außerdem wurden die Erneuerung der Wärme- und Rauchabzugsanalgen komplett erneuert. Im Erdgeschoss wurden zwei neue Kunsterziehungssäle umgebaut. Außerdem wurde die Haustechnik erneuert und die Inneneinrichtung modernisiert.

Im Jahr 2019 wurden die Kosten der Sanierung auf rund 13.084 Millionen geschätzt. Jetzt sind die Gesamtkosten rund 1 Million höher und betragen voraussichtlich 14.359 Millionen Euro Die Förderung für die Sanierung der Schulgebäude durch das Bayerischen Finanzausgleichsgesetz beträgt 8.01 Millionen Euro.

Musik-Combo eröffnet die Feier

Die Einweihung Feier wurde von der Musik-Combo des Arnold Gymnasium eröffnet, die von Oberstudienrätin Claudia Habram, geleitet wurde . Zu beginn spielten die Musiker das passende Lied „Vom Bob der Baumeister“. Dazu kamen die Musikerinnen und Musiker. passend mit Handwerkeroutfit und mit Werkzeug in die Pausenhalle

Am Rednerpult war es schon sichtbar, sowohl der Schulleiter Dr. Karl-Heinz Sänger, aber auch der Landrat Sebastian Straubel, sind sehr stolz auf die sehr gelungene Sanierung des Arnold Gymnasium.

Schulleiter: „Wir haben es geschafft“

„Wir haben es geschafft“ mit diesen Worten begrüßte der Schulleiter die zahlreichen Ehrengäste. Bei seinen Ausführungen stellte er heraus, dass der Landkreis nicht nur Sachaufwandsträger des Arnold-Gymnasium sei, sondern auch ein wichtiger Bildungspartner der Schule sei. Er ging näher auf die Sanierungsarbeiten ein, die 5 1⁄2 Jahre gedauert haben und sehr viel Geld gekostet haben. Man habe bei der Auswahl der Planer eine sehr gute Entscheidung getroffen, stelle der Schulleiter fest, davon zeugt das Ergebnis der Sanierung. Viele Schulen beneiden das Arnold-Gymnasium um diesen tollen Schulcampus, wusste Sänger. Die Maßnahme dieser Größe könne ein Landkreis nicht alleine stemmen, deshalb ist man über den Zuschuss des Landes Bayern sehr froh.

Denn zusammen mit der neuen Turnhalle, die auch von angrenzenden Realschule genutzt wird, wurden insgesamt rund 17. Millionen Euro in den gesamten Schulcampus investiert. Es wurde ein regelrechtes Mamut Projekt, das jetzt zum Abschluss gebracht wurde Das Arnold-Gymnasium leiste einen wichtigen Beitrag um die Heimat zu stärken und die jungen Menschen in der Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten und auf das Leben vorzubereiten und nicht nur ein Vermittler von Bildung sei. Der Schulleiter lobte weiterhin die Stadt Neustadt als sehr verlässlichen Partner. Er machte aber auch darauf aufmerksam, dass noch ein größere Maßnahme aussteht. Einige Klassenzimmer im Alpha Gebäude müssen von der alten Beamertechnik auf moderne Digitale Tafeln umgerüstet werden. „Ja wir schaffen das“ da ist sich der Schulleiter sicher

Landrat würdigt Gemeinschaftsleistung

Landrat Sebastian Straubel sprach von einem großen Tag für Stadt Neustadt und dem gesamten Landkreis Coburg. Der Beschluss vor der Generalsanierung sei noch vor der Corona-Krise , sowie vor dem russischen Angriff auf die Ukraine beschlossen worden. Beides habe zu Turbolenzen auf den Rohstoff- und Baustoffmärkten geführt und damit zur Verteuerung. „Was hier geschaffen wurde, steht beispielhaft für unserer Selbstverständnis als Landkreis Coburg“, wie der Landrat im Hinblick auf Auszeichnung „Bildungsregion“, die man zusammen mit der Stadt Coburg, bekam, betonte.

Eine solche Auszeichnung müsse man Leben erfüllen , mit guten Ideen, überzeugenden Konzepten und ganz konkreten Investitionen. Gute Bildung brauche gute Rahmenbedingungen. Dazu gehörten moderne und zeitgemäße Schulgebäude. Er ging auf die einzelnen Bauabschnitte näher ein. Langweilig sei es bei diesem Projekt, aufgrund der Corona-Pandemie und Lockdowns nie gewesen, wusste der Landrat. Er sprach von zahlreichen Herausforderungen und dramatischen Rahmenbedingungen. Von einer starken Gemeinschaftsleistung sprach Straubel, worin er auch die Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrkräfte und weitere Angestellte des Arnold-Gymnasium und das eigene Haus einbezog. Dem Architektenteam sei in hervorragender Weise gelungen, einen Ort zu schaffen wo sich junge Menschen wohlfühlen und gerne lernen. Dazu habe auch die baugleitende“ Arbeitsgruppe Sanierung Arnoldgymnasium /Realschule, wesentlich beigetragen.

Fit für die Zukunft

„Das Arnold-Gymnasium ist fit für die Zukunft“ stellte das Landkreisoberhaupt fest. Zusammen mit der Einfachturnhalle, die von der Realschule, aber auch vom Gymnasium genutzt wird, die rund 3, 7 Millionen gekostet hat, wurden vom Freistaat rund 9,515 Millionen investiert. Gerade im ländlichen Raum sei man darauf angewiesen, dass Kinder und Jugendliche bestmögliche Bedingungen vorfinden. Denn gute Bildung darf nicht vom Wohnort oder vom Geldbeutel abhängen. Denn unsere Kinder heute, gestalten die Zukunft von morgen, so der Landrat. Das Landkreisoberhaupt ist sich sehr sicher, dass viele kommende Schulgenerationen, die im Arnold-Gymnasium lernen und ihre Talente entdecken, aber auch Freundschaften schließen ihren Weg ins Leben finde werden.

Staatssekretär lobt die Förderung

Der Staatssekretär aus dem Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, Martin Schöffel, lobte in seinen Ausführungen das tolle Schulumfeld und den weitläufigen parkähnliches Campus. Die Schule sei ein wichtiger Lebensabschnitt. Es sei schon optimal das der Freistaat soviel Geld in eine Schule investieren kann, einige Bundesländer können das nicht, stellte der Staatssekretär fest. Er ging auf den Doppelhaushalt ein. Außerdem habe man zusätzlich 1900 Stellen geschaffen. Er ging auf langjährige Tradition des Arnold-Gymnasiums ein, das vor kurzem 100 jährige Jubiläum gefeiert wurde und rief die die verschiedenen Baumaßnahmen der vergangenen Jahre in Erinnerung. So wurde die Schule ständig vom Freistaat gefördert, jetzt mit rund 10 Millionen Euro.

Oberbürgermeister: ein großer Tag

Der Oberbürgermeister der Stadt Neustadt Dominik W. Heike , sprach von einem großen Tag für Neustadt. Dem ehemaligen „Arnoldiener“ ging auf die verschiedene Meilensteine der Schulgeschichte ein. Er rief die nicht einfachen Bedingungen zum Lernen der letzten Jahre, während der Sanierung, in Erinnerung. . Im Arnold-Gymnasium herrsche eine Gemeinschaft die Zusammenhält und Herausforderungen annimmt und die Zukunft aktiv gestaltet, stellte Heike fest. Das Arnold Gymnasium ist eine vielfältige Schule die heute modern und Barrierefrei ist. Sie habe eine große Bedeutung für die Bildung in der Stadt, wie Heike betonte. Die Schule werde Ansprüchen der Zeit gerecht, stellte Heike fest.

Architekt erklärt die Sanierung

Der Architekt Christoph Gatz ging in seinen Ausführungen auf den Unterschied zwischen Neubau und der Sanierung der insgesamt 4600 m2 der drei großen Gebäude ein . Die Vorlage war keinen Neubau zu erstellen. Man hatte ein Auge auf das Notwendige. Besonders das Ideenkonzept der Schule sei eine große Hilfe bei den Planungen gewesen, stellte Gatz fest.. Der Architekt ist sehr stolz darauf, dass es trotz der widrigen Umstände, nur nur 1. Millionen teurer geworden ist, als die ursprüngliche Kostenschätzung

Im Namen der Kirchen sprach Pfarrer Eckhardt Fischer sprach die Glückwünsche zum neuen Gebäude aus.

Rundgang durch den Chemiesaal

Beim Anschließenden Rundgang ging es in den Chemiesaal, wo die Chemielehrerin Maria Hillmann verschiedene, sehr beeindruckende Experimente vorführte. Bei einem Experiment stellte sich auch der Staatssekretär Martin Schöffel zur Verfügung. Auf seiner Hand wurde ein Schaum entzündet.

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