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Projekt stärkt Abwehr
ILS Bayreuth wird erweitert – Mehr Sicherheit für alle
Die Integrierte Leitstelle in Bayreuth wird erweitert.  (Symbolbild)
Die Integrierte Leitstelle in Bayreuth wird erweitert. (Symbolbild) // Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Bayreuth – Startschuss für ILS-Erweiterung: Ein Projekt stärkt die Gefahrenabwehr in Bayreuth. BRK und Feuerwehr investieren in eine sichere Zukunft.
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Mit dem offiziellen Startschuss für die Baumaßnahmen zur Erweiterung der Integrierten Leitstelle (ILS) Bayreuth/Kulmbach wird in Bayreuth ein klares Zeichen für die Zukunft der Gefahrenabwehr in der Region gesetzt, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Nun gab es den symbolische Auftakt für den Erweiterungsbau an der bestehenden ILS an der Bayreuther Feuerwache. Die ersten Vorarbeiten haben bereits begonnen.

„Nervenzentrum“ von 10.000 Einsatzkräften in Bayreuth und Kulmbach

In einer kleinen Feierstunde begrüßte der Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth und Vorsitzende des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Bayreuth/Kulmbach, Thomas Ebersberger (CSU), die Teilnehmenden und dankte allen, die den Erweiterungsbau vorbereitet und geplant haben.

Ebersberger betonte, dass die neuen Räumlichkeiten für die gesetzlich verpflichtenden Aufgaben erforderlich seien und den aktuellen technischen Standards entsprechen müssten, um die schnelle Alarmierung weiterhin zuverlässig umsetzen zu können. Der Erweiterungsbau wird direkt an das bestehende Gebäude angeschlossen. Ziel sei es, die Gesamtkosten von fünf Millionen Euro nicht zu überschreiten – im Idealfall sogar zu unterschreiten. Im Vergleich zu anderen Bauprojekten von Integrierten Leitstellen handele es sich um eine kostengünstige und zugleich nachhaltige Lösung.

Warum die Erweiterung der ILS Bayreuth/Kulmbach notwendig ist

„Ein finanzierbares Konzept für das Nervenzentrum der rund 10.000 Einsatzkräfte in den Landkreisen Bayreuth und Kulmbach sowie der Stadt Bayreuth“, so Markus Ruckdeschel der Geschäftsführer des BRK-Kreisverbands Bayreuth, des Betreibers der ILS Bayreuth/Kulmbach.

Ruckdeschel erläuterte die Hintergründe und Details des Bauvorhabens. Die Integrierte Leitstelle ist seit 16 Jahren im bestehenden Gebäude untergebracht. Bereits bei der Planung im Jahr 2009 wurde mit Weitblick eine spätere Erweiterung berücksichtigt.

Markus Ruckdeschel: Anforderungen haben sich weiterentwickelt

Die Erweiterung der Integrierten Leitstelle sei notwendig geworden, da sich in den vergangenen Jahren sowohl die funktionellen Anforderungen deutlich weiterentwickelt hätten als auch die Sicherheitsstandards kontinuierlich gestiegen seien. All dies und zunehmend hybride Gefahrenlagen erforderten eine moderne, technisch und organisatorisch angepasste Leitstellenstruktur, um Einsätze weiterhin zuverlässig, schnell und sicher koordinieren zu können.

Neben der Schaffung zusätzlicher, zeitgemäßer Arbeitsplätze für Disponentinnen und Disponenten sowie für Telefonistinnen und Telefonisten ist vorgesehen, auch die im Zuge der Einführung des TETRA-Digitalfunks im Jahr 2015 eingerichtete Taktisch-Technische Betriebsstelle (TTB) wieder vollständig in das Gebäude der Integrierten Leitstelle zu integrieren.

Mehr Platz für moderne Alarmierungstechnik in Bayreuth

Die Taktisch-Technische Betriebsstelle betreut zentral für die Landkreise Bayreuth und Kulmbach sowie für die Stadt Bayreuth die gesamte Alarmierungs- und Funktechnik und ist dabei unter anderem für rund 5000 Pager, etwa 350 Sirenen sowie rund 5000 Funkgeräte der Feuerwehren und Hilfsorganisationen verantwortlich.

Darüber hinaus wird im Rahmen der Baumaßnahmen die redundante Erschließung der Leitstelle weiter ausgebaut, um höchste Ausfallsicherheit zu gewährleisten.

Erinnerungskultur: Gedenkort wird in Bayreuth integriert

Die bisherige Fläche der Integrierten Leitstelle von knapp 670 Quadratmetern wird im Rahmen des Erweiterungsbaus um rund 700 Quadratmeter vergrößert. Künftig stehen damit insgesamt 975 Quadratmeter für die Integrierte Leitstelle (ILS) und die Taktisch-Technische Betriebsstelle (TTB) sowie weitere 225 Quadratmeter für den Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) zur Verfügung. Bewusst beibehalten wird die enge räumliche Nähe von ZRF, ILS und TTB, um Synergieeffekte weiterhin optimal zu nutzen und schnelle Abstimmungswege sicherzustellen.

Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist die geplante Einrichtung einer Erinnerungsstelle mit historischen Dokumenten und Schautafeln. Diese soll an das ehemalige KZ-Außenlager erinnern, auf dessen Gelände sich die heutige Leitstelle befindet.

Start der Bauarbeiten in Bayreuth

Künftig wird dieser Ort auch für Besucherinnen und Besucher zugänglich sein. Damit verbindet der Erweiterungsbau moderne Gefahrenabwehr mit verantwortungsvoller Erinnerungskultur an die dunkelsten Zeiten der Geschichte.

Mit dem symbolischen Kick-off beginnt nun die sichtbare Phase des Erweiterungsbaus. Die Rodungsarbeiten sind bereits angelaufen, der Anbau an die bestehende Integrierte Leitstelle an der Bayreuther Feuerwache folgt im nächsten Schritt.

Mit dem Erweiterungsbau stärke der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, gemeinsam mit dem BRK-Kreisverband Bayreuth, nachhaltig die Sicherheit in der Region – für eine leistungsfähige, moderne und zukunftssichere Alarmierung von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Bayreuth und Kulmbach, so die Pressemitteilung abschließend.

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