Spendenaktion
„Franken helfen Franken“ will Rasul unterstützen
Rasul will eines Tages wieder richtig laufen können. „Franken helfen Franken“ will das ermöglichen.
Rasul will eines Tages wieder richtig laufen können. „Franken helfen Franken“ will das ermöglichen.
Foto: Elena Mammadov
Dagmar Besand von Dagmar Besand Bayerische Rundschau
Thurnau – Damit der zwölfjährige Rasul laufen lernen kann, startet „Franken helfen Franken“ eine Spendenaktion.

Rasul ist ein fröhlicher und aufgeweckter Junge, ein guter Schüler mit Begeisterung für Computer. Doch der Zwölfjährige hat ein großes Handicap, das sein Leben schwer und kompliziert macht. Von Geburt an leidet Rasul an einer Spastischen Zerebralparese. Diese schädigt den Teil des Gehirns, der Bewegung und Muskelspannung steuert. Die Folgen sind Muskelsteife und Muskelschwäche. Rasul sitzt im Rollstuhl und braucht in allen Dingen Hilfe.

Rasul hat einen großen Wunsch

Eine Therapie, die nicht von den Krankenkassen bezahlt wird, hat dem Jungen in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte beschert. Die Behandlungen sind teuer, können Rasul jedoch helfen, seinen größten Wunsch zu erfüllen: Laufen lernen und im Bad ohne fremde Hilfe zurecht kommen! Die Bayerische Rundschau und der Spendenverein Franken helfen Franken der Mediengruppe Oberfranken möchten mit ihrer Advents-Spendenaktion dazu beitragen und die Familie finanziell unterstützen.

Entdeckt wurde Rasuls Behinderung nicht sofort. Er war ein Frühchen – drei Monate zu früh zur Welt gekommen. Mit 1100 Gramm Gewicht hatte er in seiner Entwicklung viel aufzuholen. „Deshalb dachten wir anfangs gar nicht an eine Behinderung, sondern glaubten, er brauche einfach nur etwas mehr Zeit“, erinnert sich seine Mutter Elena Mammadov.

Unglaublich großer Schock

Doch als Rasul ein Jahr alt war und sich deutliche Defizite zeigten, stellten Spezialisten in Erlangen die Diagnose. „Das war ein unglaublich großer Schock für uns!“ Bei Frühchen ist das Risiko einer Zerebralparese besonders hoch, da es bei ihnen häufig zu Sauerstoffmangel während oder kurz nach der Geburt kommt. Das war auch bei Baby Rasul der Fall.

Alles Menschenmögliche wollten die Eltern tun, um ihrem Kind trotzdem den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. Die Familie suchte Spezialisten auf und probierte verschiedene Therapien aus – solche, die als Krankenkassenleistung finanziert werden, und vieles, das sie privat bezahlen mussten.

Besondere Therapie

„Echte Fortschritte haben wir aber erst erzielt, als wir eine besondere Therapie entdeckt haben, die so nur im Hendi-Centrum in der Slowakei angeboten wird“, erzählt die Mutter. Das Besondere dabei ist die Intensität und Individualität der Rehabilitation. Mit Übungen in einem Spezialanzug mit Gummibändern werden Körperhaltung und Mobilität verbessert. „Bis zu fünf Stunden täglich und sechs Tage pro Woche kümmern sich dort drei Therapeuten um ein Kind.“

Rasul geht sehr gern in die Klinik „Das ist toll dort. Alle sind nett zu mir. Und es motiviert mich, wenn ich merke, dass ich mehr kann, als ich dachte.“

Erste Schritte in die Selbstständigkeit

Die Aufenthalte in der Klinik muss Elena Mammadov selbst bezahlen – seit dem frühen Unfalltod ihres Mannes eine große Herausforderung. Sie braucht viel Zeit für ihren Sohn, kann deshalb nur in Teilzeit berufstätig sein und muss lange sparen, bis sie 5000 Euro für zwei Wochen Therapie zusammen hat. Deshalb ist sie für jede Unterstützung dankbar, zum Beispiel seitens der Kiwanis, die letztes Jahr einen Klinikaufenthalt ermöglicht haben. „Es wäre wunderbar, wenn wir weitermachen könnten, weil das wirklich Erfolg hat.“

Wie groß dieser Erfolg ist, zeigt Rasul stolz, als er Besuch von der Rundschau-Redaktion kommt. Mit dem Rollator läuft er ein paar Schritte durchs Wohnzimmer. „Das war vor ein paar Jahren undenkbar“, sagt Elena Mammadov. „Da konnte er nicht mal aufrecht sitzen.“

Wie kann man Rasul helfen?

Spendenzweck Wir unterstützen mit unserer Adventsaktion die Weiterführung der Therapie für Rasul Mammadov. Die Junge aus Thurnau leidet an einer Spastischen Zerebralparese. Ein spezielles Therapieverfahren kann ihm helfen, laufen zu lernen.

Spendenverein Die Mediengruppe Oberfranken (mgo) erreicht über ihre lokalen Tageszeitungen wie der Bayerischen Rundschau sowie digitale Informations- und Service-Portale jeden Tag rund 600.000 Menschen. Außerdem ist die mgo als Multimediaunternehmen mit Tochterfirmen wie dem Marketing-Komplettdienstleister mgo360, den mgo Fachverlagen oder mgo Digital Ventures breit aufgestellt. Diese Vielfalt nutzt die Unternehmensgruppe, um mit dem Spendenverein „Franken helfen Franken“ seit 2009 Hilfsbedürftige in ganz Franken zu unterstützen. Alle Spenden gehen zu 100 Prozent an in Not geratene Menschen oder gemeinnützige Organisationen und Projekte in der Region. Die Verwaltungskosten übernimmt die mgo. Insgesamt wurde seit 2009 rund eine Million Euro vergeben.

Spendenkonto Mediengruppe Oberfranken – Franken helfen Franken e.V. Sparkasse Bamberg IBAN DE62 7705 0000 0302 1945 01 BIC BYLADEM1SKB; vermerken Sie als Spendenzweck bitte „Hilfe für Rasul“.

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