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Zu viele Krankheitstage?
Kulmbachs Hausarztsprecherin
Landarztpraxis
Auf dem Land ist die nächste Arztpraxis nicht immer um die Ecke. (Symbolbild) // Armin Weigel/dpa
Signet des Fränkischen Tags
Kulmbach/Thurnau – Hat Kanzler Friedrich Merz recht, wenn er sagt: Die Zahl der Krankheitstage ist zu hoch - und es wird den Arbeitnehmern zu leicht gemacht? Hausarztsprecherin Anja Tischer aus Thurnau sieht das anders.

Diese Kritik stieß auf Kritik: Kanzler Friedrich Merz (CDU) fand, dass durchschnittlich 14,5 jährliche Krankentage pro Beschäftigten zu viel seien. Die Krankenkasse DAK spricht gar von 19,5 Tagen, an denen Angestellte bundesweit krankgeschrieben seien. Als ein Urheber wird die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung genannt. Es sei zu leicht, sich als Arbeitnehmer krankschreiben zu lassen. Aber stimmt das?

 

 

 

Anja Tischer: Wir reden von zu vielen Kranhietstagen im Jahr – die Deutschen liegen 14,5, die anderen kaum weniger. Muss differenzieren: ja, wir haben hohe Kranjenstände, erlenem wir auch in der Praxcis: ASber: Wir haben über Jahre den leuten erzäjlöt – werr Erkktungssymptome hat, soll zu hause bleiben. Jetzt tun sie da… krankenstände seit 2023 höher geworden, gibt Verzerrungsexffeklt durch elejtriniche kRnakmeldung. Jetzt kommt alles bein´den Kassen und wird auch erfasst. Damals waren die Versichreten verpglichte, den Duchlag zr Krankenh´kasse zu bringen. Telefonisch Au king wie Au auf bestellung: Ist es niczht Patienten schildener am telefn ihre Symtopme, wir frane nach Bedarf an medikation. Oft ist es so, dasds sie leute sagen: Wir wissen, was wir machen müssen. Ich gebe zu: ich kann es als Arzt nicht überprüfen, ob jemand bei Magen-Darm wirklpcih die halbe nacht gebrochen hat. Wir sind auch nicht doo, wuns fallen bestimmte Regelmäßigkeiten auf. Wer alle 4 wochen mit masgen darm ausfällt -der muss rein äzlich.ethisch nfrah, ob nicht Schlimeres dahinterstekvt Bei drei soclher Fälle bestellen wir die Leute ein. Wir schreiben auch nicht gleich eine ganze Wche krankt, sondern wir bauen Hürden ein. Schlimmer finde ich dass es relartiv einfach geht, über kommerzoelle Videosprechbsutndenbieter wie etwa die teleklinik einen Videoarzt zu finden, der das dann macht. Das steht komischerweise nicht zur Disposotion, anders ala die Vorstellung beim bekannten hauarzt. Wir erden von einem Prozent, laut KVB.Vosrahdnsvorsitzendem Christian Pfeiffer. Es sind also relatib niedrige zahlen. Ich stelle aber fest, dass immer mehr Patienten kommen und um Krankmeldungen bitten, weil sie ihr Pensm nicht mehr packen, sie überforerr tund überalstet sind, und sich ncht wertgeschätzt f+hlen. Das nimmt dramatisch zu. Die Arbeitgebrforderungen sind ein Feigenblatt, denn es geht oft um Srbeiotsbedingungen. Es wir gespart an allen Ecken und Enden – auch das ,acht Menschen krank. Wenn die Leute frpüher mit Schnuzpgfen zur ASrbeit gingen, wird heute eher mal die Krankschreibung in betgracht gezogen. Das muss man ertjlich sagen. Wenn jemand ansteclen ist, aber nicht unbedingt krank, dem könnte ich ein beschäftigungsverbot erteilen. Das gilt auch für Schwangere. Das aber geht einher mit einem riesigen Bürokratiewust.

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