Theater
Kirchenmäuse bitten um Spenden
Kirchenmaus Lorenz (Dietmar Hofmann) verriet allerlei Interna aus der Kirchengeschichte, die Kirchenführerinnen Rosi Ebert und Erika Schuler (hinten, von links) vervollständigten die Historie .
Kirchenmaus Lorenz (Dietmar Hofmann) verriet allerlei Interna aus der Kirchengeschichte, die Kirchenführerinnen Rosi Ebert und Erika Schuler (hinten, von links) vervollständigten die Historie .
Foto: Sonny Adam
Thurnau – Um die Sanierung der Thurnauer St.-Laurentius-Kirche finanziell zu unterstützen, schrieb Dietmar Hofmann ein Theaterstück.

Die St.-Laurentius-Kirche in Thurnau muss dringend saniert werden. Kostenpunkt: mindestens 895.000 Euro. An der Instandsetzung beteiligt sich zu sechzig Prozent der Staat, doch 435.000 Euro muss die Kirche selbst aufbringen. Jetzt hatte Dietmar Hofmann eine amüsante Idee, um die Spendenbereitschaft der Thurnauer zu steigern.

Ein Meisterwerk für die Ewigkeit

Mit dem Theaterstück „Ein Meisterwerk für die Ewigkeit“ zeigte er als Kirchenmaus Lorenz die Geschichte des ortsbildprägenden Gebäudes auf. Hofmann hat das Theaterstück selbst verfasst. Uraufgeführt wurde es von den Berndorfer Kirchenmäusen. Mit dabei waren die beiden Kirchenführerinnen Rosi Ebert und Erika Schuler sowie die Laienschauspieler Alexander Herold, Harald Kretter und Björn Müller.

Eine äußerst wichtige Rolle hatte Martin Geiger. Er mimte den Pfarrer Georg Christoph Brendel. Ihm ist es zu verdanken, dass vor über 300 Jahren ein Meisterwerk für die Ewigkeit geschaffen wurde. Zu Wort kamen in Stück in Rückblenden auch die Herren von Giech und Künßberg sowie live Dekanin Martina Beck und die Landessynodalin und stellvertretende Landrätin Christina Flauder. Die hatte die schönste Rolle. Denn sie hatte mehrere symbolische Schecks dabei. Doch noch immer klafft ein Fehlbetrag von 65.000 Euro in der Finanzplanung.

Herrlich schräg

Witzige Akzente in dem Theaterstück, in dem die Zuschauer viel Wissenswertes über die Kirchengeschichte erfuhren, war die kleine Kirchenmaus Lorenz, die nicht nur den gleichen Namen trägt wie das Gotteshaus, sondern von ihren Vorfahren so einige Interna mitbekommen hatte.

Zwischen kurzen Kirchenführungen und lebendigen schauspielerischen Einlagen spielte Gerd Leupold auf der Orgel. Auf eindrucksvolle Weise machte der Organist klar, dass die Orgel dringend gereinigt werden müsse, in dem er ein Stück herrlich schräg intonierte.

Das ist geplant

Die wichtigsten Maßnahmen sind die Ertüchtigung der Statik sowie die Sicherung des Chorbogens. Außerdem soll die Stuckdecke erhalten und repariert werden. Sie hat schon sichtbare Risse. Bei der Sanierung sollen die Gemälde restauriert, die Orgel überholt und das Langhausdach neu eingedeckt werden.

Und auch die große Glocke soll durch ein Exemplar aus Bronzeguss ersetzt werden, so die Dekanin Martina Beck. Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, erstrahlt das ortsbildprägende Gotteshaus inmitten Thurnaus in neuem Glanz, als Meisterwerk für die Ewigkeit.