Was die Tänzer aus Nah und Fern am Samstagabend beim 13. Galaabend der Mainleuser Parkettfeger in der Mainleuser Sommerhalle auf der Bühne vollführten, war allererste Sahne. Aus ideenreichen Choreographien, farbenprächtigen Kostümen und Tanzeinlagen, bei denen die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt schienen, zauberten sie einen kurzweiligen Abend. 150 Besucher aus Nah und Fern waren regelrecht verzaubert von dem bunt-schillernden Kaleidoskop karnevalistischer Tanzkunst. Dazu trugen nicht nur die Tanzgruppen und Tanzmariechen des Mainleuser Vereins ihr Scherflein bei, sondern auch zahlreiche Gastgesellschaften aus Nordbayern.
Fegerfunken rockten das Haus
Nach zehn Jahren Pause präsentierte der Mainleuser Verein wieder einen klassischen Gardetanz. Die „Fegerfunken“ rockten das Haus, wie man neudeutsch zu sagen pflegt, mit einer Mischung aus Anmut und Sportlichkeit, die das Publikum regelrecht mitriss. Tanzmariechen Mathilda Hübner von den Parkettfegern stellte ihre Gelenkigkeit beim Bauen einer Brücke eindrucksvoll unter Beweis. Beweglichkeit und Kraft waren gefragt, als das Tanzmariechenduo des Mainleuser Vereins Lilly Pühn und Elisa Hübner einen Bogentanz übers Bein zeigte.
Die Mainleuser Knirpse tanzten ausgelassen und verkleidet als Biene, Schwein oder Papagei zu Tierliedern. Ausstellungstücke, die nachts im Museum lebendig werden und mit den Nachtwächtern gemeinsam tanzen – der Showtanz „Nachts im Museum“ der Mainleuschen machte das Unmögliche möglich. Die „Quaselianos“ wiederum schickten Barbiepuppen auf eine Zeitreise, in der diese fetzigen Rock’n’Roll tanzten. Die „Maniax“ überzeugten mit ihrem Showtanz „Das Buch der Ängste“.
Faschingsfans aus ganz Oberfranken dabei
„Bayreuth Awaaf!“, „Berneck Wau Wau“ oder „Schlossritter sitz auf“ (Goldkronach), hallte es durch die Halle. Faschingsvereine aus ganz Nordbayern waren der Einladung der Parkettfeger nach Mainleus gefolgt und hatten ihre Tanzgruppen mitgebracht. Einen Stich im wahrsten Sinne des Wortes hatte die Showtanzgruppe des TSG Wunsiedel, die in ihrem Reigen jede Menge Stechmücken auf einen Menschen losließ. Die 1. Kulmbacher Showtanzgarde schickte Tanzmariechen Lara ins Rennen, um die Gunst des Publikums. Mit Sprüngen, gespreizten Beinen und Überschlägen zog die junge Dame Alt und Jung in ihren Bann. Das Tanzmariechen-Quartett der Wikinger Bad Berneck beeindruckte mit Überschlägen, die von den vier Akteuren synchron durchgeführt wurden. Galaktisch gut waren die Bayreuther Hexen mit ihrem Tanz „Fred vom Jupiter“. Durch acht Jahrzehnte deutscher Fernsehgeschichte – von der Tagesschau bis zur ZDF-Hitparade – tanzte sich der FC Ort in seinem Showtanz.
Ohne das Ehrenamt gäbe es keine fünfte Jahreszeit. Das wurde bei der Veranstaltung wieder einmal mehr als deutlich. Vorsitzender Wolfgang Zieger würdigte das Engagement all jener, die sich bei den Parkettfegern uneigennützig engagieren, mit einem süßen Präsent. Diese wiederum überraschten Zieger und Schatzmeisterin Veronika Ittner mit Geschenkgutscheinen. Auch der Mainleuser Bürgermeister Robert Bosch (CSU), der die Grüße von Landrat Klaus Peter Söllner überbrachte, ließ sich nicht lumpen. Er überreichte ein Geldgeschenk und stellte sein Talent als Reimeschmied unter Beweis: „Ihr leistet heut‘ Großes in diesem Rahmen. Danke an Wolfgang und seine Damen.“ Letztere führten gekonnt durch das Programm: Emma und Sabrina Kraus sowie Susanne Zieger. Ehrungen fanden ebenfalls statt. Laura Berner und Hanna Friedrich, die seit zehn Jahren tanzen, steckte er eine Nadel an die Brust. Zwischen den Tanzauftritten schwangen zwei Saubermänner, Paul Lateier und Lian Forkel, immer wieder den Besen.
































