Vor nicht einmal einem Jahr begann der Bau des neuen Kindergartens an der Badstraße. Jetzt feierte man Richtfest für eines der teuersten Projekte der Stadt.
Vor einem Jahr Start des Baus
Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD) begrüßte dazu die Handwerker, Vertreter der beteiligten Firmen, den Architekten, den Vertretern des Ingenieurbüros, den Stadtrat sowie eine große Schar an Kinder mit deren Eltern und Erzieherinnen.
Wolfrum ließ die Stationen der vergangenen Monate Revue passieren. Mit dem Spatenstich im Juli des vergangenen Jahres war der Startschuss für eines der teuersten Bauprojekte der Stadt gefallen: Rund acht Millionen Euro beträgt das Kostenvolumen für die Anlage.
Heute könne jeder sehen, wie aus den Plänen Schritt für Schritt ein Gebäude entstehe. Sein Dank galt vor allem den Menschen, die täglich auf der Baustelle arbeiten. Zimmerleute, Maurer, Elektriker, Installateure und viele weitere fleißige Hände hätten ihren Anteil daran, dass der Neubau zügig voranschreitet. „Ohne das Engagement aller Beteiligten würde dieses Gebäude nicht so wachsen, wie wir es heute sehen“, sagte der Bürgermeister.
Anschließend übernahm Zimmerer Sebastian Schmidt das Wort. Vom Dachstuhl aus sprach er den traditionellen Richtspruch und bat um Gottes Segen für das Haus und alle Menschen, die darin künftig ein- und ausgehen werden.
Danach folgte der wohl bekannteste Moment solcher Feiern: Das Glas wurde vom Dach geworfen und zersprang mit lautem Klirren auf dem Boden – ganz nach alter Zimmermannstradition als Zeichen für Glück und ein gutes Gelingen.
Der neue Kindergarten entsteht direkt neben der Steinachtalhalle und wird künftig Platz für mehr als 100 Kinder bieten. Vorgesehen sind drei Kindergarten- und drei Krippengruppen. Das eingeschossige Gebäude wurde bewusst so geplant, dass alle Gruppenräume direkten Zugang zu den Außenspielflächen erhalten. Große Fenster und Oberlichter sorgen für helle Räume.
Dass ein Neubau notwendig wurde, hatte sich bereits vor Jahren abgezeichnet. Das bestehende Gebäude am Lehenthaler Weg war nicht nur vollständig ausgelastet, sondern wies auch erhebliche bauliche Mängel auf. Zwischenzeitlich mussten bereits zwei Krippengruppen in ein ehemaliges Postgebäude an der Alten Pressecker Straße ausgelagert werden.
Während sich die Handwerker bei einem gemeinsamen Essen stärken konnten, durften auch die Kindergartenkinder ihre Brotzeit an einem ganz besonderen Ort genießen: Zum ersten Mal saßen sie gemeinsam in ihrem neuen Kindergarten – ein kleiner Vorgeschmack auf den Tag, an dem dort bald täglich gelacht, gespielt und gelernt wird.












