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Bauprojekt
Aus Holz gebaut: Bei dieser Kita geht es gerade voran
Hinter dem neuen Kindergarten werden die Außenflächen mit Terrassen und Spielmöglichkeiten angelegt – getrennt für Hort und Kindergarten.
Hinter dem neuen Kindergarten werden die Außenflächen mit Terrassen und Spielmöglichkeiten angelegt – getrennt für Hort und Kindergarten. // 
Stadtsteinach – Die Stadt Stadtsteinach baut eine neue Kindertagesstätte aus Holz. Wie viele Kinder dort unterkommen - und wie es derzeit darin ausschaut.

Der Bau der neuen Kindertagesstätte hinter dem Parkplatz der Steinachtalhalle geht voran. Davon überzeugte sich jetzt der Stadtrat bei einem Rundgang.

So viele Kinder sind untergebracht

Drei Hort- und drei Kindergarten-Gruppen werden darin untergebracht. Derzeit für 36 Knirpse und 78 Kindergartenkinder.

Der Kernbau ist aus Vollholz, der aber noch verkleidet wird. Ein Teil des Gebäudes ist noch in Konstruktion. Baumaterialien sind bereits vor Ort, weshalb der Parkplatz zur Stadthalle derzeit eingeschränkt ist. Wo der Rohbau bereits steht, wird auch gleich das Dach aufgesetzt.

Auch der Einbau der Fenster wird gleichzeitig vorbereitet. Die Koordination der einzelnen Gewerke funktioniert, stellte Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD) bei der Besichtigungstour fest.

Die derzeit fast fünf Meter hohen Räume bleiben aber nicht so. 25 Zentimeter braucht der Unterbau des Fußbodens. Außerdem werden die Decken abgehängt. Darüber verlaufen die Verkabelungen und Lüftungsschachte.

Der Bau ist mit insgesamt acht Millionen Euro veranschlagt. Dabei soll es auch bleiben. Denn der Stadtrat hat die Gesamtkosten gedeckelt. Überschreitet im Zuge der Ausschreibungen ein Gewerk die vorab kalkulierte Summe, dann muss dieser Betrag anderswo eingespart werden.

Großzügige Freiflächen

In der Sitzung des Stadtrats nach der Baubesichtigung legte Kristin Kaden, Landschaftsarchitektin der Neumann Architekten in Plauen, ihren Entwurf der Außengestaltung vor. Den hat der Stadtrat mit einigen Änderungswünschen im Prinzip akzeptiert.

Freiflächen für die Kinder draußen befinden sich hinter dem Gebäude. Für jede Hort-Gruppe ein Terrasse vor ihrem Zimmer und eine große Spielfläche für alle drei – mit Spielgeräten, einem kleinen Matsch-Platz, Schaukel, Wippe, Sandkasten mit einem Sonnensegel darüber.

Für die Kindergarten-Gruppen ist die Außenfläche größer als für die Kleinen, denn die reicht neben dem Gebäude weiter bis hinter die Steinachtalhalle. Ebenfalls je eine Terrasse. Des Weiteren ein Multispielgerät, Schaukel, eine Sandspielanlage, ein verlegbares Tor und ein Wasserlauf mit Pumpe und Ziehwehr.

Außerdem Wege und auch eine Slalomstrecke für Bobbycars. Zwischen den einzelnen Spielmöglichkeiten bleibt aber noch Platz für Pflanzen, die die Kinder selbst setzen und beim Wachsen beobachten können. An der Grundstücksgrenze sind zudem bereits vorhandene Bäume stehen geblieben.Mit knapp 400.000 Euro sind sämtlich Außenaanlagen kalkuliert.

Der Stadtrat hat sich jetzt vor Ort vom Baufortschritt am neuen Kindergarten überzeugt.Klaus Klaschka
Der Stadtrat hat sich jetzt vor Ort vom Baufortschritt am neuen Kindergarten überzeugt.Klaus Klaschka // 

In der Zusammenschau des Plans plädierte Lars Leuthheußer (CSU) allerdings für mehr variable Beschattung. Wolfgang Heiß (CSU) schlug zudem vor, die Terrassen mit Glas zu überdachen, darunter ein Sonnenschutz, damit die Kinder auch bei nicht sommerlichem Wetter noch draußen bleiben können.

Das ist in der bisherigen Planung noch nicht vorgesehen. Ob daraus etwas wird, wird der Stadtrat entscheiden, sobald die Planerin die Extrakosten dafür vorgelegt hat.

Zaun nicht hoch genug

Für nicht ausreichend hielten Tobias Schöffel (CSU) und Martin Baumgärtner (FW) den 1,60 Meter hohen Zaun zur angrenzenden Bahnstrecke. Sie fürchten, dass Kinder darüberklettern könnten. Zwei Meter seien wohl besser, und noch besser, wenn der Zaun oben abgewinkelt wäre.

Dies fand Landschaftsarchitektin Kristin Kaden nicht so toll, da es wie ein Gefängnishof wirke. Sie suche nach einer anderen Lösung.

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