Kampfabstimmung
Bauantrag entzweit Himmelkroner Gemeinderat
In dieser Baulücke an der Blumenstraße soll das Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung und Garagen entstehen.
In dieser Baulücke an der Blumenstraße soll das Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung und Garagen entstehen.
Werner Reißaus
F-Signet von Werner Reißaus Fränkischer Tag
Himmelkron – Eine geschlagene Stunde diskutierte der Gemeinderat Himmelkron über einen Bauantrag. Dann kam es zur Kampfabstimmung.

Es ist eher selten, dass über einen Antrag auf Bau eines Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung und Garagen im Himmelkroner Gemeinderat so lange beraten wird. Dass das Vorhaben in der Blumenstraße in Lanzendorf kein einfaches ist, wurde nach exakt einer Stunde am Abstimmungsergebnis deutlich.

Das lange Für und Wider

Das Gremium machte sich die Entscheidung nicht einfach. Zudem kamen mehrere Grundstücksnachbarn sowie die Bauherren und deren Architekten zu Wort. Es gab ein Für und Wider, und am Ende erteilte das Plenum mit neun zu sieben Stimmen das gemeindliche Einvernehmen.

Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) brachte zunächst seine Freude darüber zum Ausdruck, dass mit dem geplanten Wohnhausneubau eine Baulücke geschlossen werde. Das Vorhaben werfe aber viele Fragen.

Die hatte Bauamtsleiter Max Müller in einer mehrseitigen Stellungnahme ausführlich beleuchtet. So sei sehr schnell deutlich geworden, dass die Nachbarn mit der Planung nicht einverstanden waren und ihre Unterschrift verweigerten. In seiner rechtlichen Bewertung kam Müller zu dem Ergebnis, dass nur das Maß der baulichen Nutzung strittig sei.

Kompromiss vorgeschlagen

Gerhard Schneider sprach von einer erdrückenden Höhe des geplanten Wohnhauses. Er plädierte für einen Kompromiss. In der Diskussion machten die Sprecher der Fraktionen deutlich, dass sie sich mit einem Kompromiss anfreunden könnten, wobei eine Gebäudehöhe von 8,50 Meter akzeptiert wurde, die auch das Bauamt für realistisch hielt.

Uwe Täuber (CSU) machte als Anlieger deutlich, dass die Nachbarn auf ein gutes Einvernehmen aus seien. Mit einer Simulation versuchte er aufzuzeigen, dass das Gebäudehöhe von der Höhe her nicht in die vorhandene Bebauung passe.

Die Abstimmung

Nachdem klar war, dass man zu keinem Kompromiss hinsichtlich der Gebäudehöhe komme werde und auch der Hinweis der Anliegerin Birgit Wagner zur Hangsicherheit des Baugrundstückes nur zur Kenntnis genommen wurde, führte Bürgermeister Gerhard Schneider eine Abstimmung herbei. Dafür waren am Ende Pia Aßmann, Stefanie Pochanke, Gabi Pittel (alle CSU), Peter Aßmann, Ottmar Schmiedel (beide SPD), Alfons Lauterbach, Katja Kreutzer (beide FW), Stefanie Meile-Fritz und Nicole Heydemann (beide BZH).

Ablehnend standen dem VorhabenGerhard Schneider, Harald Peetz, Sebastian Herrmann, Wolfgang Müller (alle CSU), Manuel Gumtow (FW), Wilhelmine Denk und Frank Günther (Bündnis 90/Die Grünen) gegenüber.

Uwe Täuber nahm an der Abstimmung wegen persönlicher Beteiligung nicht teil.

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