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JU braucht Unterstützung
Junge Union will in Marktschorgast mit eigener Liste antreten
Die Junge Union braucht in Marktschorgast 50 Unterstützerunterschriften, damit ihr Vorschlag für die Gemeinderatswahl zugelassen wird.
Die Junge Union braucht in Marktschorgast 50 Unterstützerunterschriften, damit ihr Vorschlag für die Gemeinderatswahl zugelassen wird. // Patrick Seeger/dpa/dpa-tmn (Symbolbild)
Signet des Fränkischen Tags von Sonny Adam
Marktschorgast – Die Junge Union Marktschorgast plant eine eigene Liste bei der Gemeinderatswahl. Unterstützerunterschriften sind der erste Schritt, um viele Ideen mit umsetzen zu können.
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In Marktschorgast könnte es eine neue – vierte Wahlvorschlagsliste – bei den Mahlen am 8. März geben. Die Junge Union hat bei ihrer Nominierungsversammlung dafür jedenfalls den Grundstein gelegt.

JU Marktschorgast benötigt 50 Unterstützerunterschriften

Allerdings gibt es noch eine Hürde: Um wirklich bei der Gemeinderatswahl antreten zu können, benötigen die  25 JU-Vertreter, die sich zur Nominierung zusammengefunden haben, noch 50  Unterstützungsunterschriften von  Marktschorgaster Wahlberechtigten. Die Junge Union hofft, dass sie diese Hürde meistert.

Die Unterschriften können zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses geleistet werden. Wie Ortsvorsitzender Nico Benker erklärte, habe sich die Junge Union bereits seit vielen Jahren in die Ortsgemeinschaft eingebracht. So hätten die jungen Mitglieder beispielsweise den ILE-Rundwanderweg mit viel Eigenleistung im Jahr 2024 geschaffen und auch den inzwischen 25 Jahre alten Antrag zur Schaffung eines Beachvolleyballfeldes am Goldbergsee erneut an den Gemeinderat gestellt und dafür extra vorübergehend ein Spielfeld in Eigenleistung in der Badeanlage geschaffen. Nur so sei es möglich gewesen, das erste Marktschorgaster Beachvolleyballturnier mit acht Mannschaften zu veranstalten.

Junge Union Marktschorgast möchte ein Beachvollyballfeld

Die Junge Union hat mehrere hundert Unterschriften für die Schaffung eines dauerhaften Beachvolleyballfeldes gesammelt. „Der Antrag ist jetzt 25 Jahre alt, in jedem Freibad ist so ein Beachvolleyballfeld längst Standard. Das muss jetzt endlich auch bei uns umgesetzt werden“, erklärte der JU-Vorsitzende.

Auf der Kerwa, dem Kinosommer und beim Weihnachtsmarkt sowie mit dem eigenen Weinfest trage man auch immer zur Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens in der Marktgemeinde bei. Mit jungen, frischen Ideen wolle man in die Kommunalwahl gehen, ohne auf Traditionen und Bewährtes zu verzichten.

Nico Benker: Sachliche Zusammenarbeit im Gemeinderat

„Marktschorgast hat eine tolle Geschichte und liegt uns am Herzen. Wir wollen nicht nur danebenstehen und zuschauen, wir wollen mit anpacken, Verantwortung übernehmen und aktiv mitgestalten. Dabei wollen wir mit CSU, SPD und Freien Wählern im Gemeinderat gemeinsam und ausschließlich sachlich zusammenarbeiten. Uns ist wichtig, dass sich die Rathauspolitik an den Bedürfnissen der Menschen unserer Heimatgemeinde ausrichtet“, erklärte Nico Benker, der sich stolz zeigte, dass es gelungen sei, zwölf junge Kandidatinnen und Kandidaten und vier Ersatzkandidaten zu einer Kandidatur auf der JU-Liste zu bewegen.

Alle seien bekannt im Ort - und in den Vereinen, Verbänden und Organisationen engagiert. Die Junge Union möchte sich dafür einsetzen, dass ein frei zugängliches, öffentliches WLAN endlich im Innenort sowie am Goldbergsee installiert und das Glasfasernetz im Innenortsbereich weiter ausgebaut wird. Zudem solle es im Ortskern öffentliche Trinkwasserbrunnen geben, an denen man sich in den immer heißer werdenden Sommermonaten mit frischem Wasser versorgen kann.

Bürgermeister Marc Benker gratuliert JU zu ″mutigem Schritt"

Der Antrag der JU auf die Errichtung einer Fahrrad-Reparatursäule sowie die Schaffung eines Bike-and-Ride-Parkplatzes im Bereich des Bahnhofes soll in den kommenden sechs Jahren umgesetzt werden. Mit vielen weiteren Ideen wie einem Generationen-Taxi soll es nach den Vorstellungen der JU für ältere Menschen ohne eigenes Auto eine sichere Möglichkeit geben, Besorgungen erledigen zu können. Mit der Umsetzung des Neubaugebietes Schützenkasperswiese sollen dringend benötigte, neue Bauplätze für junge Familien entstehen, und auch die Sanierung der Kindertagesstätte ist für die JU wichtig.

Bürgermeister Marc Benker (CSU)  gratulierte der JU zu ihrem mutigen Schritt, mit einer eigenständigen Liste anzutreten und machte in seinem Grußwort klar, dass er den Wunsch der jungen Menschen nachvollziehen könne, sich aktiv in die Entscheidungen im Rathaus mit einbringen und über ihre eigene Zukunft selbst mitbestimmen zu wollen. Der Bürgermeister bedankte sich bei der Jungen Union, dass sie ihn als Bürgermeisterkandidat einstimmig unterstütze.

Frederik Barth lobt die Marktschorgaster JU

Landratskandidat Jonas Gleich freute sich über das Engagement der jungen Leute und betonte, dass  mit Nico Benker (Platz 8), Rene Klatt (Platz 18) und Johannes Manz (Platz 44) gleich drei Marktschorgaster Kandidaten auf der Kreistagsliste der Jungen Union vertreten seien. JU-Kreisvorsitzender Frederik Barth, der die Wahlen leitete, lobte die Marktschorgaster JU für ihr Engagement, das im gesamten Kreisverband beispielhaft sei und große Beachtung erfahre.

In die Unterstützerliste kann man sich bis Montag, 19. Januar, 12 Uhr, eintragen. Abgegeben werden muss sie dann am gleichen Tag bis 18 Uhr. 

Das sind die Kandidaten der Jungen Union in Marktschorgast

Die Kandidaten auf der Gemeinderatsliste der JU Marktschorgast: Nico Benker, Rene Klatt, Tobias Kohlmann, Andreas Schoberth, Stephanie Kießling, Maximilian Lindner, Clara Benker, Miriam Homski, Markus Kuhbandner, Lena Sengenberger, Andre Rosenbusch, Christian Müller. Ersatzkandidaten sind: Philipp Leßner, Noah Kolkwitz, Tim Mähringer und Nils Allstädt.

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