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Hilfe für Hummeln
Bund Naturschutz ruft Kulmbacher zu Hummel-Challenge auf
Hummel an einer blühenden Weide.
Hummel an einer blühenden Weide. // Jann Wübbenhorst
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Kulmbach – Hummeln im Frühling brauchen Hilfe. Der Bund Naturschutz weiß, wie man aktiv zum Schutz der flauschigen Bestäuber beitragen kann.
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 Vom 20. März bis 9. April ruft der Bund Naturschutz in Bayern gemeinsam mit dem Wildbienen-Monitoring am Thünen-Institut in Braunschweig zur Hummel-Challenge auf. Naturfreunde sind eingeladen, Hummeln zu beobachten, zu fotografieren und per App zu melden. Jede Beobachtung hilft, mehr über die Verbreitung und Vielfalt heimischer Hummelarten zu erfahren und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. 

Fenno Brunken: Entscheidende Phase für Hummeln im zeitigen Frühjahr

„Gerade im zeitigen Frühjahr beginnt für Hummeln eine entscheidende Phase. Jungköniginnen, die den Winter in der Erde oder in anderen geschützten Verstecken überdauert haben, erwachen jetzt aus ihrer Winterruhe. Zunächst müssen sie dringend Energie tanken. Ohne ausreichend Pollen und Nektar können sie kein Volk gründen. Erst wenn sie genügend Nahrung gefunden haben, beginnen sie mit der Suche nach einem geeigneten Nistplatz, etwa in verlassenen Mäusenestern oder dichten Graspolstern. Ob eine Königin jetzt erfolgreich ist, entscheidet darüber, ob im Sommer ein ganzes Hummelvolk entsteht“, erklärt Fenno Brunken von der BN-Kreisgruppe Kulmbach in einer Pressemitteilung.

Weidenarten wie die Salweide spielen dabei eine zentrale Rolle. Ihre Blüten liefern bereits ab März reichlich Nektar und eiweißreichen Pollen und sind damit eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Hummelköniginnen im Frühjahr. Auch Frühblüher wie Krokusse, Märzenbecher, Taubnesseln oder Lungenkraut sind wertvolle Rastplätze für die pelzigen Bestäuber.

Blühende Weiden für Hummelköniginnen lebenswichtig

Wer an blühenden Weidenkätzchen summende Gäste entdeckt, hat gute Chancen, Hummelfotos zu schießen. „Blühende Weiden im Frühling sind für Hummelköniginnen so etwas wie ein lebenswichtiges Frühstücksbuffet. Wer eine Weide im Garten oder am Wegesrand stehen lässt, hilft damit direkt einem künftigen Hummelvolk“, so Fenno Brunken.

So funktioniert die Teilnahme: Kostenlose App ObsIdentify oder Observation herunterladen, ein Benutzerkonto anlegen, Hummeln fotografieren und die Bilder hochladen. Eine integrierte KI unterstützt bei der Bestimmung der Art

Bund Naturschutz lädt zu Hummelquiz ein

Zusätzlich prüfen Expertinnen und Experten alle Meldungen, um eine hohe Datenqualität sicherzustellen. Die gesammelten Daten fließen in das bundesweite Wildbienen-Monitoring ein. So entsteht ein immer genaueres Bild über das aktuelle Vorkommen der Hummelarten in  Deutschland.

Langfristig helfen diese Informationen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gezielte Schutzmaßnahmen zu entwickeln. 
Begleitend zur Aktion lädt der Bund Naturschutz zu einem Hummel-Quiz ein, bei dem zehn Hummel-Überraschungspakete zu gewinnen sind. Näheres dazu online unter helfen.bund-naturschutz.de/hummelchallenge-quiz.

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