153 Ausbildungsverträge wurden bis zum 31. Juli bei den IHK-Mitgliedsunternehmen im Raum Kulmbach unterzeichnet. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr, aber sieben Prozent weniger als 2024, meldet die IHK für Oberfranken Bayreuth. Das teilt die Kammer mit.
Dienstleistungssektor immer stärker
Der Ausbildungsmarkt hat sich seit dem Rückgang im vergangenen Jahr spürbar gefangen. Anders als in vielen anderen Regionen Oberfrankens spielt die Automobilzulieferindustrie in Kulmbach indes nur eine untergeordnete Rolle.
„Bei uns hat vor allem die Umstellung von G8 auf G9 mit dem fehlenden Abiturjahrgang für den Rückgang 2025 gesorgt, weniger die Automobilkonjunktur“, ordnet Michael Otte, Vorsitzender des IHK-Gremiums, die Entwicklung ein. Inzwischen zeige die Kurve leicht nach oben. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im Dienstleistungssektor: Die Zahl der Ausbildungsverträge stieg von 20 im Jahr 2024 über 40 im Jahr 2025 auf zuletzt 48 – mehr als eine Verdopplung.
In der Industrie ging die Zahl dagegen weiter zurück, von 88 über 72 auf 68 Verträge. Auch im Handel blieb die Entwicklung mit 37 Neuabschlüssen verhalten. 2024 wurden noch 54 Verträge unterschrieben. Im Landkreis Kulmbach gebe es bei den einzelnen Branchen keine klaren Gewinner oder Verlierer, man habe es aktuell mit einer Unternehmenskonjunktur zu tun, so Otte.
„Zum 31. Juli war bei uns fast die Hälfte aller angebotenen Ausbildungsplätze noch unbesetzt . Das ist der höchste Wert in ganz Oberfranken“, macht Otte deutlich. Für Schulabgänger ohne Vertrag lohnten sich weitere Bewerbungen auf jeden Fall: „Unsere Unternehmen suchen weiter händeringend Nachwuchs. Wer sich in den kommenden Wochen bewirbt, hat sehr gute Chancen.“
Erfahrungsgemäß seien Ende Juli erst drei von fünf Ausbildungsverträgen unterschrieben.










